Herbststiermarkt in Maishofen
Hervorragendes Angebot sorgt für erfreuliche Bilanz - acht Teststierkandidaten ausgewählt!

Auf unseren Partner Ja!Natürlich ist Verlass! Der Handelskonzern ersteigerte STREICH von Andreas Riepler, Jandl in Wagrain um den stolzen Preis von € 4.560

Kompetent, nahbar und überaus sympathisch - der Vertreter aller Rinderzüchter Österreichs, Anton Wagner

Auszeichnung verdienter Stierzüchter

Ein besonderes Geschenk im Wert von € 2.600 bekam Stefan Hörfarter, Riedl in Kössen von seinem Untermieter Dr. Eckart Giensch.
Zweifellos ein Highlight in der Pinzgauer Zucht ist der jährliche Herbststiermarkt in Maishofen mit seiner einzigartigen Kulisse - bestehend aus hochkarätigen Pinzgauer Zuchtstieren und einer eine Halle, die zum Bersten gefüllt ist!
Der Auftakt des Stiermarktes erfolgte traditionell mit der Pinzgauer Züchtertagung am Mittwoch Abend, wo die acht selektierten Teststiere von GF Bruno Deutinger vorgestellt wurden. Deutinger zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Pinzgauer Zuchtprogrammes, das zeige, dass ehrgeizige Ziele durchaus umgesetzt werden können. Positive Reaktionen zeige auch das Anpaarungsprogramm, das immerhin 80 % der Züchter ernst nehmen und damit eine Optimierung der Linienvielfalt wahren.
Die selektierten Teststiere setzen sich aus folgenden Kandidaten zusammen:
Kat.Nr. 2 - FALL (FamosxRodeo) von Josef Berger, Grub, Saalbach
verk. um € 2.240 an Kunigunde u. Johann Hollaus, Stöckl, Niedernsill
Kat.Nr. 5 - LUTSCHA (LuchsxRoll) von Katharina Scharler, Löschenbrand, Mittersill (Z:Hubert Wörgötter, Moosburg, Uttendorf)
verk. um € 2.460 an Markus Lankmayer, Zehenthof, Mariapfarr
Kat.Nr.12 - STREICH (StrawanzerxMartenko) von Andreas Riepler, Jandl, Wagrain
verk. um € 4.560 an Ja!Natürlich Naturprodukte GmbH, Wiener Neudorf
Kat.Nr.13 - FELBER (FamosxKamper) von Josef Höttl, Obermühl, Mittersill
verk. um € 2.920 an Johann Perner, Wieland, Mariapfarr
Kat.Nr.14 - STERLING (StrawanzerxMartenko) von Andreas Riepler, Jandl, Wagrain
verk. um € 2.420 an Johannes Foidl-Bernsteiner, Schaunberg, Piesendorf
Kat.Nr.18 - RADO (RollxMandarin) von Hans-Peter Moser, Großschönberg, Goldegg (Z:Alois Fankhauser, Schlager, Taxenbach)
verk. um € 3.760 an StHG. Schwaighof-Moardörfl, Wagrain
Kat.Nr.27 - FALKE (FasanxLutz) von Johannes Gensbichler, Oberhaus, Maishofen
verk. um € 2.460 an Siegfried Mittersteiner, Trog, Goldegg
Kat.Nr.28 - BARROSO (BismarkxNuton, 39,9%RF) von Josef Volgger, Nusser, Weißbach (Z:Paul Stolzlechner, Niederkofler, Steinhaus/Ahrntal)
verk. um € 3.240 an Caritas-Körperschaft, St. Anton, Bruck/Glstr.
<//strong><//strong>Nach dem Geschäftsbericht der ARGE Pinzgauer sowie der Stiervorstellung von Bruno Deutinger folgte das Hauptreferat von ZAR-Obmann ÖR Anton Wagner.
Wagner, der als extremer Kämpfer für die Viehzucht und Gründlandwirtschaft Österreichs bekannt ist, rief alle anwesenden Züchterfamilien auf, sich der Verantwortung als Botschafter für die Rinderzucht verstärkt bewusst zu sein.
"Vor uns liegt eine große Zukunft, vor der wir keine Angst zu haben brauchen. Wir haben große Chancen, leben wir doch in der Oase Europas und eben für diese gilt es zu kämpfen, denn: was man nicht fordert, wird auch nicht transportiert", so der sympathische Referent, der als praktizierender Bauer weiß, wovon er spricht.
Viel Lob streute Wagner den Jungzüchtern mit Obmann Hannes Hofer. "Es ist unheimlich erfreulich, Menschen mit soviel Elan und Begeisterungsfähigkeit hinter sich zu haben. Zucht ist Familienarbeit und den funktionierenden Familien gehört die größte Zukunft. Die Anliegen der Jugend sind uns überaus wichtig und werden auch weiterhin gefördert", versprach der wortgewandte ZAR-Obmann.
Sehr persönlich und praxisnahe schilderte Wagner die Aufgaben der ZAR, welche immerhin an die 30.000 Landwirte in Österreich vertritt. "Wir werden es erleben, dass Lebensmittel Mangelware wird und deshalb gilt es, für den Erhalt der Grünlandbewirtschaftung zu kämpfen und zu arbeiten. Er appellierte an alle Landwirte um Ehrlichkeit und Transparenz, da das von der Werbung viel verbreitete "Heidi-Image" weder zeitgemäß noch authentisch ist. "Wir brauchen unser fortschrittliches Denken und Arbeiten nicht verbergen, sondern können stolz auf unsere Entwicklungen sein", so Wagner.
Letztendlich rief er aber alle auf, ihre Arbeit mit Freude zu machen.
"In meiner 40-jährigen Tätigkeit als Bauer kann ich ehrlich behaupten, dass ich meine Arbeit mit Freude gemacht habe - ob es beim Pflügen, Gülle ausbringen oder in der täglichen Stallarbeit war", erzählte der Referent und rief abschließend noch einmal im Besonderen die Jugend auf, sich den zukünftigen Herausforderungen mit Bereitschaft und Verantwortung zu stellen.
Mit den Schlussworten "Macht alles, aber macht es mit Freude" - endete das Plädoyer eines Mannes, der nahbar und glaubhaft vermittelte, dass Bauer sein nicht nur Beruf sondern auch Berufung sein sollte!
Im Anschluss referierte TZD Irmgard Mitterwallner kurz über das neue Qualitätssicherungs-Modul MILCH, das aufbauend auf das AMA-Gütesiegel geschaffen wurde. 1.440 Milchbetriebe in Salzburg haben sich dieser Qualitätssicherung, welche vom Landeskontrollverband initiiert wurde, angeschlossen und nutzen somit eine Überprüfung und Verbesserung ihrer Milchqualität.
Verdiente Persönlichkeiten standen auch heuer wieder im Mittelpunkt der Züchtertagung, galt es doch, besondere Leistungen um die Pinzgauer Zucht zu würdigen.
Ing. Hanns Filzer als 39-jähriger Geschäftsführer der Pinzgauer in Tirol
Adolf Antonio Rabanser, Quenz-Hof in St. Ulrich/Gröden als langjähriger
Obmann des Zuchtvereins Gröden und verdienter Pinzgauer-Züchter
sowie sieben Züchter von positiven Vererbern:
Breitfuß Johann, Aster für KAMPER und MAKLER
Egger Manfred, Obererlach für REIS
Fritzenwallner Franz, Öbrist für RIST
Gensbichler Alexander, Perfeld für STERZ
Gießhammer Martin, Ratzenstätt für FIDELIO
Hochfilzer Georg, Goinghof für RITTER
Schönbacher Gottfried für MUNGO
Die ARGE Pinzgauer dankt allen Züchtern und Funktionären für ihre Arbeit und ihren Einsatz und gratuliert zu diesen Auszeichnungen!
Gespannt wartete man auf die donnerstägige Versteigerung, die sich gerade für qualitätsvolle Tiere sehr positiv entwickelte. Von den insgesamt 44 zum Verkauf angebotenen Stiere erreichten 23 die Körklasse A, 18 die Körklasse B sowie 3 Stiere für die Mutterkuhhaltung Körklasse IIb.
Neben den erwähnt hervorragenden Preisen der Teststierkandidaten konnten weitere Spitzenstiere bestens verkauft werden. Besonders erfolgreich war Andreas Riepler, Jandl in Wagrain - er erzielte mit SAMSON (StarxSamuel) auch den zweithöchsten Preis in Höhe von € 4.320. Der korrekte, vielversprechende Stier (Mutter LIABIN ist als Siegerin des 2. Jungkuhchampionates bzw. als Reservesiegerin beim Dairy Grand Prix in Rotholz bekannt) wechselte zu Hubert Wörgötter, Moosburg in Uttendorf.
Bei den weiblichen Pinzgauern dominierte die reinrassige, in Preisklasse I gereihte, formatvolle Zweitkalbskuh ALMA (V:Titan, 31 kg Milch) von Peter Stöckl, Oberrohrer in Neukirchen mit dem stolzen Preis von € 2.600. Die schöne Pinzgauerin wechselte nach Kössen zu Stefan Hörfarter, Riedl. Die Kuh dürfte für besondere Freude sorgen, handelt es sich doch um ein Geschenk von Dr. Eckart Giensch. Der schwäbische Arzt, der schon 25 Jahre einen Zweitwohnsitz am Riedlhof hat, hat eine Vorliebe für die Pinzgauer und überraschte den Riedlbauern mit diesem besonderen Geschenk!
Die teuerste Jungkuh, ebenso in Preisklasse I gereiht, erzielte € 2.120. Die leistungsstarke Bison-Tochter (61,5%RF, 27 kg) von Petra Schiefer, Holzmann in Flachau wechselte zu Werner Taschler, Taschler in Toblach/Südtirol. Südtirols Pinzgauer Züchter traten insgesamt als gute Käuferschaft auf und holten sich sechs qualitätsvolle Pinzgauer in ihre Heimat.
Bei den Zuchtkälbern erreichte eine reinrassige MORIS-Nachzucht aus einer Rist-Tochter von Hermann Krepper den Höchstpreis von € 640. Das vielversprechende Jungtier wird von Thomas Gruber, Kerscher in Bad Hofgastein aufgezogen.
Zwei ansprechende Jungkalbinnen hatte das Landesschulgut Litzlhof zu bieten - zum einen eine Atlas-Kalbin (23,8%RF) aus einer Fabio-Tochter, die Josef Berger, Grubhof in Saalbach um € 1.300 kaufte und zum anderen eine Falindo Red-Kalbin (59%RF) aus einer Ritz-Tochter, welche Albin Sommerer, Stoaner in Lend um € 1.120 ersteigerte.
Nachstehend die Durschnittspreise:
Zuchtkälber: (28 aufgetrieben, 22 verkauft)
455,91
Zuchtstiere: (44 aufgetrieben, 37 verkauft)
A: 2.363,64
B: 1.410,00
IIb: 1.120 (f. MKH)
Kühe in Milch: (49 aufgetrieben, 42 verkauft)
I: 2.313,33
IIa: 1.460,00
IIb: 1.076,00
Nutzv.: 750,00
Jungkühe in Milch: (25 aufgetrieben, 23 verkauft)
I: 2.120,00
IIa: 1.488,89
IIb: 1.032,00
Nutzv.: 1.050,00
Kühe trächtig: (2 aufgetrieben und verkauft)
IIa: 1.280,00
IIb: 1.000,00
Kalbinnen trächtig: (11 aufgetrieben und verkauft)
IIa. 1.329,09
Wir wünschen allen KäuferInnen viel Glück, Freude und Erfolg mit ihren Pinzgauer-Zugängen und laden herzlich zur letzten Versteigerung im Jahr 2011 am 15. Dezember in Maishofen!
Christina Sendlhofer


























