829. Versteigerung in Maishofen
Langatmig gestaltete sich die letzte Versteigerung des Winters - mühsam und schleppend war der Verkaufsfluss über alle Rassen hinweg.
Nach knapp 80 Zuchtkälbern starteten die Großrinder mit den Pinzgauer Zuchtstieren, an der Spitze drei ausgewählte Teststierkandidaten:
- REIF, ein korrekter Rat-Sohn aus einer Mandarin-Tochter von Martin Innerhofer, Roaner in Saalfelden. Er wechselte zum Preis von € 3.000 zu Kunigunde u. Hans Hollaus, Stöckl in Niedernsill.
- GRIMM, ein kapitaler, top entwickelter Glinz-Sohn aus einer Mascha-Tochter mit gutem Fuß von Alois Riedlsperger, Lahn in Hollersbach (Zü:Josef Empl, Laner in Bramberg), welcher um ebenso € 3.000 von Ferdinand Resch, Lehen in Thumersbach ersteigert wurde.
- STALLER, ein Stahl-Sohn aus einer Golf-Tochter von Gertrude Innerhofer, Unterleiten in Piesendorf. Der typvolle, interessante Zuchtstier wurde nicht abgegeben, die unzufriedenstellende Preisbildung (€1.860) war wohl mit einer großen Warze am Schwanzansatz begründet.
Herausragend auch der Stahl-Sohn STIFTER von Anton Hartl, Marchlschwaig in St. Johann/Pg. - der schönstens gezeichnete und makellose Stier aus einer Mandarin-Tochter wurde um € 2.480 von Nikolaus Altenberger, Unterzehent in Stuhlfelden angekauft.
Den Spitzenpreis bei den Kühen heimste eine Kreuzungskuh ein - WELS, eine Falun-Tochter (65,5 % RF, 36 kg Milch) von Barbara u. Josef Geisler, Jud in Piesendorf. Mit dieser kompakten, gut beeuerteten Zweitkalbskuh, die € 1.900 einbrachte, verabschiedete sich Fam. Geisler von den Pinzgauern. Die gute Milchkuh wurde von der Fa. Klingler für den Export nach Italien angekauft.
Der zweithöchste Preis in Höhe von € 1.840 gebührte eher außergewöhnlich einer Kalbin - eine äußerst auffällige, betont edle und wuchtige Samer-Tochter (bel. mit Fasan, Kalbetermin Mai) von Markus Gensbichler, Berghof in Hinterglemm. Die besonders schöne Pinzgauerin erwarb Bernhard Berger in Mühlbach/Hkg.
Nicht aus den Schlagzeilen kommt Hermann Esterbauer, Herzog in Zell am See - er hatte mit Enzian eine reinrassige Gidran-Tochter im Angebot. Die Drittkalbskuh mit gutem Euter (25 kg Milch) und einer leichten Schwäche in der Oberlinie erzielte € 1.700 und wechselte zum bayerischen Nachbarn und JZ-Kollegen Anton Gehmacher, Hub in Siegsdorf.
Den guten Preis von € 1.600 erzielten zwei reinrassige, bereits reifere Kühe - zum einen die Drittkalbskuh Enzian (V:Marlo, 27 kg Milch) von Josef Harlander, Eischberg in Goldegg, die sich Fam. Hollaus, Stöckl in Niedernsill holte und zum anderen die Viertkalbskuh Wolga (V:Raster, 28 kg Milch) von Georg Mühlberger, Hacker in Kössen, welche sich Josef Loipolder aus Dietramszell/Bayern holte.
Interessant zu beobachten ist das "Inhaltsstoffe orientierte" Kaufverhalten der Züchter, so erhalten Tiere mit gutem Fett- und Eiweißgehalt durchwegs bessere Verkaufspreise!
Erfreulich und äußerst aufwertend war die Präsenz der Eidgenossen. Hans-Peter Bühler aus Oberwil/Berner Oberland sicherte sich mit fünf, großteils eingekreuzten Kühen leistungsbereiten "Pinzgauer-Zuwachs".
Bei den Zuchtkälbern war einmal mehr die Fam. Schröcker, Aubauer in Golling erfolgreich - sie erlösten für eine reinrassige "Gimpl-Nachzucht" € 500. Als Käufer des schönen Kalbes trat Friedrich Gruber in Vöcklabruck auf.
Nachstehend die Durchschnittspreise:
Zuchtkälber: (12 aufgetrieben, 9 verkauft)
400,00
Zuchtstiere: (32 aufgetrieben, 25 verkauft)
A: 1.957,78
B: 1.362,86
IIb (für Mutterkuhhaltung): 1.070,00
Kühe in Milch: (28 aufgetrieben, 21 verkauft)
I: 1.900,00
IIa: 1.266,11
IIb: 880,00
Jungkühe in Milch: (15 aufgetrieben, 12 verkauft)
IIa: 1.382,22
IIb: 1.040,00
Nutzvieh: 1.000,00
Kühe trächtig: (2 aufgetrieben und verkauft)
IIa: 1.220,00
Nutzvieh: 1.040,00
Kalbinnen trächtig: (1 aufgetrieben und verkauft)
IIa: 1.840,00
Allen neuen Besitzern wünschen wir viel Freude und Glück mit den erworbenen Pinzgauern und freuen uns, euch bei der nächsten Versteigerung am 15. April wieder begrüßen zu dürfen!
Ein unverzichtbaren Dienst erweist uns seit kurzem Hermann Esterbauer - er ist nicht nur ein kompetenter Züchter, nebenbei versteht er auch, die Kühe perfekt ins Bild zu bringen.
Für so viel Einsatz und Engagement ein ganz, ganz großes Danke, es macht uns stolz, solche jungen Menschen im Kreis der Pinzgauer zu haben! (NachahmerInnen in allen Bereichen sind jederzeit ganz herzlich willkommen!)
Christina Sendlhofer























