Generalversammlung der Tiroler Pinzgauer Züchter
Erfolgsbilanz 2009
Fast schon zur Gewohnheit werden die Erfolgsreden von Obmann Stefan Lindner, der bei der Generalversammlung der Pinzgauer Züchter Tirols einmal mehr einen beneidenswerten Situationsbericht darlegen konnte.
Ein Plus in allen Bereichen, d.h. Betriebs- (+7), Herdebuchkuh- (+47) und Leistungszuwächse (+138 kg) belegen das enorme Engagement um die Weiterentwicklung der Pinzgauer Rasse des Tiroler Anteils.
Lindner erinnerte nochmals an das Highlight im letzten Jahr, das mit der Landesschau in Oberndorf ein Züchterfest der Extraklasse bot. Ein großer Dank galt hier nochmals allen freiwilligen Helfern und Sponsoren, die maßgeblich zum Gelingen dieser einzigartigen Veranstaltung beigetragen haben. Allen Preisträgern, die mit ihren Elitetieren die Pinzgauer Zucht Tirols ins Schaufenster gestellt haben, wurde hier noch einmal aufrichtigst gratuliert.
Wiederholt präsentiert sich heuer ein breites Angebot an Pinzgauern Stieren im Besamungskatalog der Rinderzucht Tirol, ein großer Dank gilt hier für die vorbildliche Zusammenarbeit innerhalb der Verbände.
Seit Beschluss des neuen Pinzgauer Zuchtprogrammes werden sämtliche Pinzgauer Stiere in Birkenberg abgesamt und dort zur vollsten Zufriedenheit betreut. Der Anteil an Pinzgauer Besamungen konnte um 175 gesteigert werden, insgesamt wurden 2.260 Spermaportionen verkauft. Negativ zu vermerken ist einzig das Sinken des Teststieranteiles, dieser ist auf 43 % geschrumpft und hier gilt es zukünftig anzusetzen, um den Anforderungen des Zuchtprogrammes gerecht zu werden. Die beste Gelegenheit bietet sich mit den aktuellen Teststieren MARKO (Mucki x Martenko) sowie RESTER (Rat x Göll), die ab sofort zur Verf�gung stehen!
Geschäftsführer Ing. Hanns Filzer berichtete über weitere Veranstaltungen, beginnend beim Jungzüchter-Cup, an dem 7 Tiroler JungzüchterInnen erfolgreich die Pinzgauer Rasse vertraten. Die bereits traditionelle Züchterexkursion im Dezember fand im Glemmtal statt, wo sechs Top-Betriebe ins Visier genommen wurden.
Filzer informierte weiters über die Ankaufsbeihilfe Tirols, die die Aufstockung mit guten Zuchttieren entsprechend fördert.
Im Anschluss erfolgte ein kurzer Geschäftsbericht der EZG durch Ing. Thomas Edenhauser, die trotz der schwierigen Absatzlage und der gedämpften Preissituation 27.000 Rinder vermarkten konnte. Dank gebährt hier dem Mitarbeiter Michael Schipflinger für seinen großen Arbeitseinsatz.
Höhepunkt des Abends war zweifelsohne die Überreichung der "Pinzgauer-Vital-Preise" - auch hier konnte mit 18 Betrieben ein neuerlicher Rekord aufgestellt werden!
Aigner Loenhard, Unterwanger, St. Ulrich/P
Aigner Rosa, Steffler, Fieberbrunn
Aufschnaiter Johann, Petern, Kirchberg
Brunner Sonja, Brüggl, Kirchberg
Edenhauer Josef, Innergrub, Fieberbrunn
Grander Robert, Stindl, Waidring
Heim Johann, Schneidern, Waidring
Hochfilzer Marianne u. Georg, Goinghof, Kitzb�hel
Landeslehranstalt Weitau, St. Johann
Landmann Paul, Steinberg, Oberndorf
Lindner Stefan, Schörgerer, Oberndorf
Mayr Anton, Jäger, Walchsee
Pletzenauer Peter jun., Roaner, Fieberbrunn
Pöll Stefan, Wieshof, Kirchberg
Reiter Hansjörg, Marterer, Schwaz
Reiter Johan, Eichenhof, St. Johann
Reitstätter Stefan, Hackl, Kössen
Steiner Gerhard, Mitteracker, Kitzbühel
durften sich über die begehrten "Plaketten" freuen, welche den Verdienst um das besondere Herdenmanagement dieser Zuchtbetriebe würdigen.
Nach der Preisverleihung stand ein Fachreferat vom Betreuer der Milcharbeitskreise, Christian Fasching zum Thema "Heute erkennen, ob meine Kuh morgen krank ist" am Programm. Der Referent vermittelte die wichtigsten Punkte, welche zur Tiergesundheit beitragen, an oberster Stelle rangiert hier die entsprechende Beobachtung, da gerade optische Anzeichen wie struppiges Haarkleid, Fressverhalten Aufschluss auf Unwohlsein bzw. Krankheit geben. Sehr wesentlich für einen optimalen "Laktationsstart" ist die entsprechende Vorbereitung, die bereits Monate vor der Abkalbung beginnen sollte. Unerlässlich für den Erfolg ist zudem eine ausreichende Wasserversorgung, gerade bei Tränkebecken mit geringer Durchflussmenge kann es zu einer verminderten Futteraufnahme kommen.
Empfehlenswert ist außerdem eine jährliche Überprüfung der Melkanlage, um ev. Fehlerstellen bestmöglich entgegen wirken zu können.
Züchterische Erfolge erfordern Spitzenmanagement, welches Tirols Pinzgauer Züchter mit ihren Leistungen stets bestätigen - die n-chste Gelegenheit bietet der DAIRY GRAND PRIX am 21. März in Rotholz, wo von 25 Pinzgauer-Elitekühen der "Tirol-Anteil" stolze 10 Teilnehmer stellt (9 Nordtirol, 1 Osttirol).
Mit dem Bundesjungzüchter-Championat am 28. März in Freistadt/OÖ. sowie der Verbandsrinderschau am 09. Mai in Maishofen stehen die nächsten Herausforderungen an - Tirols Pinzgauer Züchter nehmen sie gerne an und freuen sich auf spannende und erfolgreiche Auftritte!
Christina Sendlhofer





















