Jungzüchteralmwanderung auf die Hintererlschliefalm
Erlebnisreicher Almtag im Oberpinzgau!

Angenehme Höhenwanderung von der Resterhöhe - einzig die Kälte machte ein wenig zu schaffen.

Laienpriester Wolfgang Zingerle leitete eine schöne, würdige Almmesse

Mit viel Charme und Freude stellte Toni Riedlsberger, Peilberg die Alm vor

Pünktlich vorm Heimgehen erschienen auch die Kühe - diese können sich allemal sehen lassen!

Ein passendes Outfit gab's für den Grillmeister, der kürzlich seinen 50-er feierte! Lois Riedlsberger, Lahn brilliert nicht nur als Almerer, er ist auch als Griller weitum bekannt und gefragt!
Was das Wetter an Wärme und Freundlichkeit nicht hielt, machten zwei Pinzgauer Züchterfamilien mehr als wett - Lois und Toni Riedlsberger vom Lahn- bzw. Peilberggut organisierten einen Almwandertag nach Maß!
Das wolkenverhangene, kühle Wetter konnte wohl nur die Wenigsten abschrecken und so versammelte sich eine schier unzählbare Menge an Pinzgauer Züchterfamilien und interessierten Wanderern bei der Talstation der Panoramabahn in Hollersbach.
Der Start erfolgte mit der komfortablen Kabinenbahn bis zur Resterhöhe, wo bereits Oberzuchtwart Sepp Astl auf die Truppe der AlmgeherInnen wartete.
Begleitet vom orts- und viehkundigen Wanderführer gestaltete sich die eineinhalbstündige Höhenwanderung über den Zweitausender zur Hintererlschliefalm zu einem netten und interessanten Spaziergang.
Schon von weitem waren die guten Grillgerüche zu vernehmen und unweit davon war auch der Chef der Kulinarik, Lois Riedlsberger, Lahnbauer zu entdecken.
Vor der verdienten Stärkung galt es aber noch, sich geistig zu stärken und Wolfgang Zingerle verstand es, eine besonders würdige Messfeier zu zelebrieren. Der Wortgottesdienstleiter ging auf das Wunder der Schöpfung ein, das uns den Reichtum der Natur ganz umsonst zur Verfügung stellt.
Er mahnte zum Innehalten und Begreifen, dass das stete MEHR unseres materialistischen Denkens oftmals die kleinen und wertvollsten Güter zu vernichten drohe. Diese besonders zu beschützen und zu bewahren liegt in der Verantwortung eines jedes Einzelnen und bedarf größter Aufmerksamkeit, betonte der sympathische Laienpriester in seiner Predigt.
Für die wunderschöne Umrahmung der Almmesse zeichnete Toni Riedlsberger verantwortlich - gemeinsam mit den SängerkollegInnen des Kirchenchores Hollersbach sorgte er für die wohlklingende musikalische Gestaltung.
Bevor die Besuchermassen das wärmende Dach über den Kopf suchten, begrüßte Jungzüchterobmann Hannes Hofer die große Schar an Wanderern, die ins Mühlbachtal gekommen waren. Die ungebrochene Freude am Zusammensein ist für die Pinzgauer Jungzüchter Bestätigung und zugleich Motivation, an der Zukunft dieses Vereines weiter zu arbeiten.
In kurzen und netten Worten stellte der Peilbergbauer Toni Riedlsberger die Gemeinschaftsalm "Hintererlschlief" vor. Ursprünglich als Peilbergalm bekannt, wurde das Almgebiet, welches auf 1.730 m Seehöhe liegt und 119 ha (65 ha Almfutterfläche, 14 ha Mahd, Rest unproduktiv) umfasst, auf zwei Besitzer, nämlich den Peilberg- bzw. Lahnbauer aufgeteilt. Seit dieser Zeit teilen sich die beiden Cousins Fläche bzw. Gebäude und bewerkstelligen auch die anfallenden Tätigkeiten in vorbildlicher Zusammenarbeit.
Neben den eigenen Kühen werden noch die Kühe des Franz Riedlsberger, Stockerhaid betreut, sodass insgesamt 36 Kühe den Almsommer auf der Hintererlschliefalm verbringen. Komplettiert wird das Almvieh von 69 Stück Jungrinder, d.h. der gesamte Viehbestand beträgt 105 Stück.
Dass jedes Unglück meist auch einen positive Seite hat, erklärte Toni Riedlsberger unmissverständlich - so brachte der Föhnsturm im November 2002, der gerade im Oberpinzgau besonders wütete, für die Alm eine entscheidende Wende. Durch die großen Windwürfe war man gezwungen, das Almgebiet für den Holztransport zu erschließen und somit war der Wegbau beschlossene Sache.
Musste vorher die gesamte Milch noch an Ort und Stelle verarbeitet werden, konnte nun mit der Milchlieferung ein weiterer Meilenstein gesetzt werden. Auch der Erhaltung bzw. Verbesserung der Almwirtschaft konnte gedient werden und so wurde 2004 ein neues Stallgebäude errichtet, welches nicht nur der Heulagerung, sondern auch den geselligen Besucherinnen und Besuchern dienen sollte...
Die Scheune war also schon "gedeckt" - mit zahlreichen Reihen aus Biertischen und -bänken, die sich schnellstens füllten und versorgt mit besten Würstl, Koteletts, herrlichen Mehlspeisen und herzerfrischender Musik genoss man die unterhaltsamen Stunden in netter Gemeinschaft.
Bevor es talwärts ging, näherten sich auch pünktlich die Kühe und nun galt es, die bekannten Gesichter, welche vom Jungkuhchampionat bzw. diversen Betriebsbesuchen in Erinnerung blieben, zu begutachten.
Zu guter Letzt hieß es wieder Platz zu nehmen - im Almtaxi - das für einen durchaus bequemen und unbeschwerlichen Abstieg ins Tal sorgte!
Wieder einmal ging eine stimmungsvolle Jungzüchteralmwanderung zu Ende, welche sicher noch lange in Erinnerung bleibt - als eine, die die wunderbare Gemeinschaft der Pinzgauer Züchter weit über die Grenzen hinaus sichtbar gemacht hat!
Verantwortlich dafür waren in erster Linie die Almbauern Toni und Lois Riedlsberger, die mit ihrem Team eine exzellente Arbeit geleistet haben - ihnen gebührt größter Dank und Anerkennung!
Ein großes Lob verdienen auch all jene, die sich vom Wetter nicht abhalten ließen und die weiten Wege (sei es aus der Schweiz, Südtirol, dem Pongau, Tennengau,...) auf sich nahmen - schließlich lebt eine Gemeinschaft von der Aktivität jedes Einzelnen!
DANKE für die schönen gemeinsamen Stunden!
Ein herzliches Danke gebührt weiters den Bergbahnen Hollersbach, die uns mit günstigen Liftkarten unterstützte - Vielen Dank!
Christina Sendlhofer































