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08.01.2012

Jahreshauptversammlung der Jungzüchter

Beeindruckende Jahresbilanz unserer Züchterjugend!

Obmann Hannes Hofer und Schriftführer Mathias Kinberger berichteten über ein sehr aktives Jahr 2011!

Sie leisteten ganze Arbeit! Acht engagierte Jungzüchterinnen erzählten über ihre lehrreiche Praxiszeit

BBK-Obmann Hansjörg Kirchner zeigte sich begeistert über die Erfolgsgeschichte der PI-Jungzüchter

Zeit zum Gedankenaustausch am Oberhaushof...

...mit gemütlichem Ausklang in der Oberhausstube!

Selbst extremstes Winterwetter konnte die zahlreichen Züchterfamilien nicht abhalten und so trotzten über 60 begeisterte TeilnehmerInnen aus allen Teilen Salzburgs, Tirol und sogar aus der Schweiz den ergiebigen Schneefällen, um einer überaus gelungenen Jahreshauptversammlung Gehör zu verleihen.

Das tolle Ambiente auf Schloss Kammer bot einen sehr würdigen Rahmen für den Auftakt ins Jubiläumsjahr und Obmann Hannes Hofer zeigte sich hoch erfreut über das ungebrochene Interesse der Pinzgauer Züchterjugend.

Gemeinsam mit Mathias Kinberger durfte Hannes Hofer einen umfassenden Tätigkeitsbericht abliefern und unterstrich damit die enorme Aktivität des Vereines, welche nur aufgrund der funktionierenden und vorbildlichen Zusammenarbeit innerhalb des Vereines möglich ist. Neben vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen wurde 2011 auch die Weiterbildung der JungzüchterInnen stark gefördert - eine Investition, die sich bereits im nächsten Tagesordnungspunkt als sehr lohnend erweisen sollte...

Acht JungzüchterInnen standen nämlich als HauptreferentInnen im Mittelpunkt der Versammlung und berichteten über die Erfahrungen ihres Sommerpraktikums.


Folgende JungzüchterInnen lieferten interessante Beiträge:

- Josef Berger über einen besonders erlebnisreichen Sommer in Kanada
- Rupert Gruber über den Almsommer auf der hofeigenen Hubalm in Hüttschlag
- Anita Meusburger sammelte Erfahrungen in der Besamungsanstalt Kleßheim
- Jakob Sommerer verbrachte bereits den zweiten Sommer am Nusserhof in Weißbach
- Julia Fersterer wagte sich auf die Alpe Vermunt im Silvrettagebiet
- Christine Berger berichtete über einen lehrreichen und schönen Sommer auf der Jaidbachalm
- Marlene Berger - die "Daheimgebliebene" der Geschwister vom Grubhof erledigte die Arbeiten auf der eigenen Alm
- Franz Laubichler erzählte vom "brüderlichen Einsatz" auf der Hafeuchtenalm in Flachau


Äußerst begeistert zeigten sich die aufmerksamen ZuhörerInnen und ARGE-Obmann Christian Dullnigg zollte in seinen Grußworten höchsten Respekt vor den Leistungen der JungzüchterInnen. Dullnigg bedankte sich bei den jungen Menschen für den enormen Einsatz und freute sich über die Bereitschaft der Jugend zur Weiterbildung.
"Ihr habt mit eurem Obmann einen wahren Glücksgriff gemacht und mit einem derartigen Mann an der Spitze braucht euch um die Zukunft nicht bange sein", so Dullnigg, der damit viel Wertschätzung und Anerkennung ausdrückte.

Beeindruckt zeigte sich auch der GF des RZV Salzburg, Bruno Deutinger und überbrachte in netten Worten Glückwünsche und aufrichtige Gratulation.
"Das einzig Beständige ist die Veränderung und an diese kann man positiv herangehgen - schließlich zeigen diese JungzüchterInnen vor, wie erfolgreiche Weiterentwicklung gelingen kann", meinte Deutinger und sicherte auch weiterhin seine Unterstützung zu.

Eine besondere Ehre war der Besuch von BBK-Obmann Hansjörg Kirchner, der in seiner Rede von großer Euphorie sprach. "Für mich ist es das erste Mal, bei einer Jungzüchterversammlung dabei zu sein und meist ist ja der erste Eindruck ein bleibender. Ich bin überwältigt von der Arbeit dieses  Vereins, der die praktischen Erfahrungen in den Mittelpunkt stellt und hiermit den Sinn einer Veranstaltung klar demonstriert", sagte der begeisterte Bezirksbauernkammerobmann.
Kirchner appellierte an die Jugend, an der vorbildlichen Arbeit festzuhalten, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Kein Grund zur Sorge sei die GAP, so der Bauernvertreter, der bei einem kürzlichen Besuch in Brüssel einmal mehr die Bestätigung erhielt, dass die Förderung der Berggebiete auch zukünftig nicht gefährdet ist.

Hannes Hofer bedankte sich für die lobenden Worte und schwenkte zum Highlight des heurigen Jahres über, das mit dem 10-jährigen Vereinsjubiläum im Herbst gefeiert wird. In einer zweitägigen Veranstaltung werden im November "10 Jahre Pinzgauer Jungzüchtergemeinschaft" gefeiert und der Obmann nützte die Gelegenheit, alle Züchterfamilien um ihre Mithilfe zu bitten, um dieses Fest zu einem unvergesslichem Ereignis werden zu lassen.
Das genaue Programm sowie der Termin der Jubiläumsfeier werden in den kommenden Wochen ausgearbeitet - fest steht, dass es einen Jungzüchterbewerb geben wird, zu dem auch die Fleckvieh- und Holsteinjungzüchter eingeladen werden.

Nach dem Ausblick auf ein arbeitsreiches Jahr galt es für den Obmann wieder einmal größten Dank auszusprechen.
"Da für mich das letzte Jahr als Obmann angebrochen ist, möchte ich allen Wegbegleitern und Unterstützern größten Dank aussprechen. Der Erfolg unseres Vereines beruht auf euren enormen Einsatz und euren Idealismus. Das Resultat ist eine einzigartige Gemeinschaft und dieses wertvolle Kapital möchte ich nächstes Jahr an meinen Nachfolger oder meine Nachfolgerin übergeben", lautete die Botschaft von Hannes Hofer.
Als Zeichen der Wertschätzung lud Obmann Hofer alle BesucherInnen zum gemeinsamen Mittagessen in die gemütlichen Gasstuben auf Schloss Kammer.

Mit zwei interessanten Betriebsbesuchen wurde das Nachmittagsprogramm fortgesetzt und eine große Zahl an Jungzüchtern folgte dem Obmann zum Oberhausbauern. Jungbauer Hannes Gensbichler stellte den Betrieb vor: es werden 28 Kühe gemolken, die Leistung liegt im Durchschnitt bei rund 5.500 kg Milch. Weitere Standbeine sind die Zuchtviehvermarktung, Stieraufzucht und die Vermietung einiger Ferienwohnungen. Während die Kühe das ganze Jahr im Stall bzw. auf den Weiden sind, verbringt das Jungvieh den Sommer auf der direkt angrenzenden Alm.
Nach der Betriebsvorstellung im Schneetreiben wurden die Tiere im Stall besichtigt. Anschließend lud Familie Gensbichler in die gemütliche Stube zu  heißem Tee, Keksen und einem ausgezeichneten Kletzenbrot.

Im Anschluss ging es frisch gestärkt zum Stoffenbauern. Elfriede und Andreas Rohrmoser-Höller empfingen die Besucherschar bereits im Stall. Am Stoffengut werden rund 100 Stück reinrassige Pinzgauer gehalten, davon ca. 35 Kühe gemolken. Die Kühe werden in der Vegetationszeit auf Vollweide gehalten, das Jungvieh auf den zwei eigenen Almen in Hinterglemm gesömmert. Sämtliche Stierkälber werden aufgezogen und als halbjährige Ochseneinsteller nach Bayern verkauft. Besamt wird zu 100 % mit Teststieren. Kühe und Kalbinnen, welche für die Milchzucht uninteressant sind, werden mit Pinzgauer-Fleischgenetik besamt und als Mutterkühe vermarktet. Zurzeit wird das 900 Jahre alte Bauernhaus saniert und wird bald in neuem Glanz erstrahlen.

Für die herzliche Aufnahme und Vorstellung der Betriebskonzepte sei den beiden Züchterfamilien ganz herzlich gedankt!

Mit vielen positiven Eindrücken konnte die Jahreshauptversammlung 2012 abgeschlossen werden und nun heißt es wieder, mit viel Elan und Motivation an die kommenden Herausforderungen heranzugehen - die Pinzgauer JungzüchterInnen freuen sich darauf und hoffen, viele Züchterfamilien und Freunde der Pinzgauer für all das Kommende begeistern zu können!

Christina Sendlhofer u. Mathias Kinberger



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