1. Generalversammlung Pinzgauerrind Schweiz
Erstes Vereinsjahr erfolgreich abgeschlossen!
Der noch junge Verein „Pinzgauerrind Schweiz“ hielt am 24.3.2012 seine erste Generalversammlung ab. Da die Mitglieder weit verstreut in der ganzen Schweiz leben, war es schon eine kleine Herausforderung einen Ort zu finden, der für alle in halbwegs passabler Anreisezeit zu erreichen war und zudem noch einen Bezug zu Pinzgauerrindern hat. Wir fanden diesen Ort im Kanton Luzern in der Nähe von Sursee. In Grosswangen lebt nämlich Familie Annelis und Alois Wyss - sie haben vor rund 2 Jahren ihren Mutterkuhbetrieb von Simmentaler Rindern auf Pinzgauer umgestellt.
So trafen wir uns in Sursee, von wo aus uns Annelis in einem recht zügigen Fahrtempo zu ihrem Betrieb lotste. Ihre Familie empfing uns sehr herzlich und wir wurden mit einer herrlichen Käseplatte, frischem Brot, Zopf und Gipfeli bewirtet. Auf der Terrasse ihres Hauses konnten wir die wunderbare Aussicht geniessen und dabei die ersten Fachgespräche über Pinzgauerrinder führen.
Dann begrüsste uns Alois Wyss nochmals ganz offiziell und stellte uns kurz den Betrieb vor. Anschliessend durften wir uns selber von der wunderschönen Herde überzeugen. Besondere Freude bereiten ihnen die Nachkommen vom Stier Bastian, die wirklich vielversprechend aussahen. Die Herde – bestehend aus 19 Mutterkühen mit ihren Jungen- konnten wir auf der Weide noch länger begutachten. Es war für uns alle eine Freude so schöne und edle Pinzgauer zu sehen. Alois Wyss betonte nochmals die Gutmütigkeit, Ausgeglichenheit und Anhänglichkeit zum Menschen dieser Rasse, Eigenschaften, die er von anderen Rassen nie in diesem ausgeprägten Ausmass feststellen konnte. Seine einzige Sorge ist, dass er bis jetzt immer noch keinen passenden Stier gefunden hat. Und so musste er jetzt einen Limousin-Stier zukaufen, der im Moment, bis er fündig wird, mit der Herde mitläuft. Sein langfristiges Ziel ist aber reinrassige Pinzgauerrinder von hoher Qualität zu züchten.
Die Zeit am Betrieb Wyss verging sehr schnell und wir mussten uns wieder auf dem Weg machen, um nach dem Mittagessen, das wir im nahe gelegenen Ort Geiss einnahmen, die Generalversammlung abhalten zu können.
Der Präsident Matthias Zimmermann begrüsste nochmals die Mitglieder und Gäste zur 1.GV des Vereins Pinzgauerrind Schweiz. Nachdem die verschiedenen Traktanden zügig durchgegangen wurden kam es zur Wahl des Vorstands. Der Vorstand freute sich, mit Annelis Wyss eine kompetente und engagierte Ansprechperson für Mutterkuhhalter gefunden zu haben. Sie wurde auch einstimmig gewählt. Matthias Zimmermann wird weiterhin als Präsident agieren und Barbara Jenni muss wohl oder übel auch künftig die beiden Ämter Aktuar und Kassier machen. Sie hofft aber immer noch, dass sich jemand bereit erklärt das Amt des Aktuars zu übernehmen.
Danach wurde noch verschiedenes diskutiert. Unter anderem wurde ein Treffen auf einer Alp im Sommer 2012 abgemacht, ebenso wurde kurz über die Rassenanerkennung vom BLW (Bundesamt für Landwirtschaft) informiert. Auch bei der Diskussion über eine eigene Vereins-Homepage wurde schnell klar, dass dafür der Verein im Moment noch zu klein ist und auch zu wenig Aktivitäten durchführt, um eine spannende und attraktive Homepage anbieten zu können. So dürfen wir weiterhin auf die Unterstützung unserer österreichischen Freunde und insbesondere auf Christina Sendlhofer zählen. An dieser Stelle möchten wir ihr auch für ihre grossartige Unterstützung DANKE sagen, dass sie immer unsere Anliegen und Fragen so schnell und fachkundig erledigt und auch sämtliche Berichte und Informationen auf der Homepage für uns veröffentlicht. VIELEN DANK!!!!
Und zum Schluss stellte uns Erwin Engel das neueste Produkt von Pinzgauer „Fanartikel“ vor. Etwa 10 cm grosse, wunderschön geschnitzte Pinzgauerkühe, die er extra im Bernbiet anfertigen hat lassen, nachdem seine Söhne nicht mehr mit den handelsüblichen Fleckholzkühen spielen wollten - das sind noch wahre Pinzgauerfans!!! Ein paar konnte er bereits an der Versammlung verkaufen und bald kann man sie auch in Österreich käuflich erwerben.
Danach wurde die Versammlung geschlossen und wir widmeten uns noch einem feinen Zvieri (genüssliche Nachmittagsjause), bei dem noch rege diskutiert aber besonders viel gelacht wurde.
Gegen 16.30 haben dann alle mit vielen schönen Eindrücken die Heimreise angetreten. An dieser Stelle möchten wir uns noch ganz herzlich bei Familie Wyss, vor allem bei Annelis, für den tollen Tag bedanken.
Barbara Jenni





