12. Kärntner Fleischrindermesse

Perfekte Inszenierung der Pinzgauer in St. Donat!
Wer hat das schönste Pinzgauer-Fleischrind im ganzen Land?
Diese Frage wurde am 18. März beantwortet. An diesem Tag lockte die Kärntner Fleischrindermesse wieder zahlreiche Besucher in die Zollfeldhalle nach St. Donat. Neben der Präsentation von rund 120 Tieren, sieben verschiedener Rassen wurde auch ein breites Rahmenprogramm geboten.
Die Zollfeldhalle war heuer schon zum 12. Mal Austragungsort der Kärntner Fleischrindermesse. Züchter aus ganz Österreich bereiteten ihre Tiere sehr gut auf die Schau vor und präsentierten diese stolz im Ring. Die Rasse Pinzgauer war mit 23 aufgetrieben Tieren die am drittstärksten vertretene Rasse, hinter den Charolais und den Schottischen Hochlandrindern. Die Rassen Angus, Fleckvieh-Fleisch, Kärntner Blondvieh und Limousin komplettierten das Schaubild.
Der Preisrichterin Anne Menrath, die als Fachreferentin beim Verband Deutscher Fleischrinderzüchter und –halter tätig ist, blieb bei den 23 Gruppenentscheidungen am Vormittag nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Dennoch erledigte sie ihre Aufgabe mit Bravour und kürte in jeder Gruppe einen würdigen Sieger und Reservesieger. Bei der Bewertung achtete sie besonders auf korrekte Fundamente, gute Entwicklung sowie ausreichend Bemuskelung der Tiere.
Pinzgauer
Die 18 Pinzgauer Kalbinnen wurden in drei Gruppen gerichtet. Schon in der ersten Gruppe stand eine schwierige Entscheidung an, die sechs Kalbinnen zu richten. Mit „Vroni“ (V: Credo) stand eine schwarze Vertreterin an erster Stelle dieser Gruppe. Ebenfalls vom gleichen Besitzer, Horst Schnitzer, stammt die Reservesiegerin dieser Gruppe, „Lissi“ eine Haller Max-Tochter. Einen Stockerlplatz ergatterte noch „Elke“, die Napoleon-Tochter von Bernhard Fleischhacker.
Etwas ins Schwitzen gekommen ist die Preisrichterin in Gruppe 2. Gleich sieben Kalbinnen galt es zu richten. An der sehr eleganten Tochter vom Besamungsstier Benedikt Pp*, „Sydney“ von Horst Schnitzer, führte aber kein Weg vorbei und sie wurde zur Siegerin dieser Gruppe gekürt. „Debby“ eine Barni-Tochter von Georg Moser aus Straßburg wurde an die zweite Stelle gereiht und mit „Tanja“ eine Credo-Tochter von Michael Gleissner aus Reichenau wurden die Stockerlplätze dieser Gruppe komplettiert.
In der letzten Kalbinnengruppe waren nochmals fünf Kalbinnen zu richten. Anne Menrath entschied sich in dieser Gruppe für die harmonische und sehr gut bemuskelte Kalbin „Kirsche“ (V: Heino) vom Betrieb Franz Tschernigg aus St. Michael/Lav. Gefolgt von einer äußerst großrahmigen, schwarzen Kalbin von Michael Gleissner, „Kim“ einer weiteren Credo-Tochter. An die dritte Stelle wurde mit „Sternchen“ eine Rolando-Tochter vom Betrieb Barbara Jury aus St. Veit/Glan gereiht.
Ein imposantes Bild boten die fünf Stiere. Im Alter etwas unterschiedlich galt es hier den Sieger zu küren. Die Entscheidung fiel auf die Jugend in dieser Gruppe. „Noah“, ein Napoleon-Sohn von Bernhard Fleischhacker aus Bodensdorf zeigte für die Preisrichterin am meisten Potential und Eleganz und wurde zu Recht zum Sieger der Stiere gekürt. Ebenfalls viel Potential zeigt der zweite in dieser Gruppe, „Hiasl“ (V: „Hias“) von Franz Tschernigg aus St. Michael/Lav., er überzeugte vor allem in seiner Bemuskelung. Die gewaltige Länge, der Rahmen aber auch die Bemuskelung sorgten für, den schon im Natursprungeinsatz befindlichen Stier „Ramos“ einen Rader-Sohn von Hans Liesinger aus Villach für den 3. Platz.
Schwerer Gesamtentscheid
Bei voller Halle fand am Nachmittag der Gesamtentscheid der Pinzgauer Kalbinnen statt. Was für ein Bild, war Preisrichterin Anne Menrath begeistert, gut bemuskelte und entwickelte Kalbinnen mit so einem ruhigen Charakter habe ich selten bei einem Preisrichten von Tieren aus der Mutterkuhhaltung erlebt.
Es galt die Gesamtsiegerin und die Gesamtreservesiegerin aus den Gruppen- und Gruppenreservesiegern aus dem Vormittag zu küren.
Von dieser Kalbin war ich schon beim ersten Betreten des Ringes begeistert, diese Eleganz, diese Entwicklung, das Potential, welches dieses Tier an den Tag legt schwärmte die Preisrichterin bei ihrer Entscheidung. „Sydney Pp“ von Horst Schnitzer wurde zur Gesamtsiegerin Pinzgauer gekürt.
„Vroni“, eine schwarze Pinzgauerin, ebenfalls von Horst Schnitzer wurde zur Gesamtreservesiegerin gekürt.
Verlosung
Bei der anschließenden Verlosung gab es auch heuer wieder tolle Sachpreise wie einen Ballenträger, eine Gartenbank, eine Feuerschale, Geschenkskörbe, Charolais Samengutscheine und Jahresabos des Fortschrittlichen Landwirts zu gewinnen. Den Sponsoren der Preise (LFS Althofen, Charolais Austria und Fortschrittlicher Landwirt) sei hiermit noch einmal herzlich gedankt!
Versteigerung
Bei der anschließenden Versteigerung wurden auch drei Kalbinnen und zwei Zuchtstiere aufgetrieben. Es herrschte im Vorfeld reges Interesse, doch der Verlauf der Versteigerung bei den Pinzgauern gestaltete sich nicht erfreulich. Die Kalbinnen wurden etwas unter dem Wert verkauft, bzw. nicht abgegeben. Die Stiere fanden kein Angebot. Es herrschte anscheinend etwas Scheu bei den Käufern ihre Winker zu heben, im Anschluss waren doch wieder die Pinzgauer gefragt und es wurden einige Tiere verkauft.
Rahmenprogramm
Neben den vielen Messeständen wurde den Besuchern auch kulinarisch wieder einiges geboten. Von selbst kreierten Burgern der LFS Althofen, über gegrilltes Beiried der BVG Kärntner Fleisch bis hin zu Krapfenvariationen der Seminarbäuerinnen, war in der Schmankerlstraße alles dabei. Die kleinen Gäste konnten sich beim Kinderschminken lustige Motive ins Gesicht zaubern lassen.
Das Team von kärntnerrind gratuliert allen Ausstellern und Siegern herzlich zur Qualität ihrer Tiere. Ein Dank gilt allen Helfern, Mitwirkenden und natürlich allen Zuschauern, welche die 12. Kärntner Fleischrindermesse zu einer tollen Veranstaltung gemacht haben.
Kommentar
Mit 23 Tieren waren die Pinzgauer auch dieses Jahr bei der Fleischrindermesse eine der stärksten Ausstellungsrassen. Die 11 Aussteller beweisen die Motivation der Züchter ihre Pinzgauer den breitem Publikum zu präsentieren. Auch den Vergleich zu den anderen Fleischrassen brauchen die Pinzgauer nicht zu scheuen. Die Qualität der ausgestellten Tiere und vor allem der ruhige Charakter sorgte bei den Besuchern nur für positiven Gesprächsstoff. Hohe Wertschätzung zeigte auch der Besuch vieler Pinzgauer-Züchter Kollegen aus Nah und Fern. Erfreulich war auch die große Anzahl unserer Deutschen Pinzgauer Freunde.
Die 12. Kärntner Fleischrindermesse hat einmal mehr gezeigt, bei der Pinzgauer Fleischrinderzucht führt an den Kärntnern kein Weg vorbei!
Georg Moser, kärntnerrind
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