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120 Jahre Rinderzucht Mittersill-Hollersbach

Original Pinzgauer - Gesamtsiegerin sowie -eutersiegerin MOASTER (V.Rester) von Josef Höttl, Obermühle, Mittersill sowie Gesamtreservesiegerin und -reserveeutersiegerin FICHTE (V.Reif) von Eva Scharler, Löschenbrand, Mittersill
Pinzgauer Gesamtsiegerin und -eutersiegerin KUPFER (V.Janko) von Anton Riedlsberger, Peilberg, Hollersbach
Pinzgauer Gesamtreservesiegerin und -euterreservesiegerin GUNDI (V.Lawunda) von Anton Scharler, Ottach, Hollersbach
Auf diese Jugend bauen wir, meinte Obmann Andreas Steger bei der Vergabe einer Siegerglocke an Theresa Ellmauer!
Weil Großes nur im Miteinander zu schaffen ist, erhält jede Teilnehmerfamilie eine schöne Auftriebsglocke!

Finale der Schausaison in der Hochburg der Rinderzucht! Gelungene Neuauflage eines großen Züchterfestes!

In ihrer Funktion als Landesbäuerin und Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Salzburg verwies Claudia Entleitner auf die enorme Anzahl der Ausstellungstiere, die klar unterstreicht, in welcher "Hochburg der Rinderzucht" man sich im Oberpinzgau befinde. "Sie freue sich, mit Bruno Deutinger nicht nur einen profunden Preisrichter in der Ringmitte zu sehen, sondern mit ihm einen Experten als Leiter der Salzburger Tierzucht zu haben!", so die Grußworte Entleitners zu Beginn des Jubiläumsfestes, das der Rinderzuchtverein Mittersill-Hollersbach anlässlich seines 120-jährigen Bestehens in bemerkenswerter Weise auf die Beine stellte. 

HERAUSRAGENDE PREISRICHTERARBEIT
Wissend um den Umfang seiner Arbeit, legte Bruno Deutinger von Beginn an ein zügiges Tempo vor, ließ sich vor den endgültigen Entscheidungen aber dennoch genügend Zeit, um Nuancen, welche für die Rangierung ausschlaggebend sind, in perfekter Manier zu bewerten und im Anschluss zu kommentieren.

ORIGINAL PINZGAUER
"Bei diesem Anblick an Original Pinzgauer-Kühen braucht einem um die Zukunft nicht bange sein, vorausgesetzt die Zucht geht in dieser Richtung weiter!", lauteten die euphorischen Worte des Preisrichters, der von der Qualität der ingesamt zwölf Finalkühe (aus sechs Reinzuchtgruppen) sichtlich beeindruckt war.
Letztendlich durften drei Kühe im Ring bleiben, zwei davon, die im Gesamtpaket vollends überzeugen konnten, verdienten sich als große Preisträgerinnen - 
an der Spitze Viertkalbskuh MOASTER (V.Rester) von Josef Höttl, Obermühle in Mittersill, die sich aufgrund ihres unvergleichbaren Formats, ihrer Rippentiefe und einem herausragenden Euter zur Gesamtsiegerin und Gesamteutersiegerin küren ließ.

Ihr zu Seite stand keine viel Geringere - Zweitkalbskuh FICHTE (V.Reif, Z.Gerhard Innerhofer, Einödberg) von Eva Scharler, Löschenbrand in Mittersill, die ebenfalls mit perfektem Exterieur sowie viel Eleganz zu begeistern wusste und mit dem verdienten Gesamtreservesieg und Gesamtreserveeutersieg belohnt wurde!

PINZGAUER
Von wunderbaren Kühen sprach Deutinger auch in der Abteilung der Pinzgauerkühe, von denen sich insgesamt zehn Kühe aus fünf Gruppen fürs Finale qualifizierten. 

Schlussendlich blieben wieder drei Kühe für das Letzturteil in der Mitte, welche ein hervorragendes Bild der Pinzgauer x Red Holstein-Kreuzungszucht lieferten.
Der Siegertatsch gehörte Zweitkalbskuh KUPFER (V.Janko, 45,1%RF) von Anton Riedlsberger, Peilberg in Hollersbach, die mit besten Fundamenten, viel Elegance und hervorragendem Euter die Vorzüge der Kreuzungszucht repräsentierte und sich sowohl Gesamtsieg als auch Gesamteutersieg verdiente!

Großartig gab sich auch Gesamtreservesiegerin GUNDI (V.Lawunda, 62,1%RF) von Anton Scharler, Ottach in Hollersbach, die sich in ihrer fünften Laktation in Bestform und mit einem Klasseeuter zeigte und zu Recht den Gesamtreserveeutersieg für sich verbuchen konnte!

VIEHZUCHT - EIN GENERATIONENPROJEKT
Eingeleitet wurde der Tag mit den Jüngsten, die mit ihren präsentierten Kälbern von Charolais bis Normandie nicht nur die Breite an Rinderrassen zur Schau stelten, sondern im Besonderen die enge Beziehung zu ihren Tieren bewiesen. 
Wie positiv sich der frühe und intensive Umgang mit Tieren auswirkt, zeigte die 16-jährige Theresa Ellmauer, die von GF Thomas Edenhauser nicht nur zur besten Vorführerin bei den Jungzüchtern gewählt wurde, sondern auch in der Präsentation einer temperamentvollen Norikerstute sowie sämtlicher Kühe ihres Vaters Josef Höttl, Obermühl (der als Sprecher fungierte) glänzte - Gratulation zu dieser tollen Leistung!

VIELFALT AN TIERGATTUNGEN
Welch hohen Stellenwert die Viehzucht in Mittersill und Hollersbach einnimmt, belegte nicht nur das hohe Niveau der Milchkühe, sondern auch die zahlreichen, qualitätsvollen Schaubilder, für welche Schottische Hochlandrinder, Charolais, Tiroler Grauvieh als auch Pinzgauer- und Fleckvieh-Fleischrinder zeichneten.
Für einen weiteren imposanten und beeindruckenden Auftritt sorgten knapp 20 Pferdezüchter, die vom Deckhengst bis zu den Mutterstuten die Schönheit der Noriker repräsentierten. Für eine Besonderheit sorgte eine "Friesen-Familie", die mit einer Mutterstute sowie einem Hengst die älteste Pferderasse Europas vertrat!
Eine weitere Aufwertung bildeten die "Kleinen Wiederkäuer", die in Form eines eigenen Tauernschecken-Bewerbes sowie einem Schaubild von Pinzgauer-Strahlenziegen und Tiroler Steinschafen den Aufschwung dieser unverzichtbaren, alpinen Landschaftspfleger repräsentierten!

Einmal mehr zeigte sich aber, dass der größte Wert einzig im Gemeinwohl zu finden ist - kann eine Veranstaltung dieser Größenordnung nur in Zusammenarbeit gelingen. Dazu darf an dieser Stelle Obmann Andreas Steger, Bamerbauer in Mittersill von Herzen gedankt werden. Er hat mit der Organisation dieser Jubiläumsrinderschau eindrucksvoll gezeigt, was eine funktionierende Gemeinschaft zu schaffen vermag - Gratulation zu dieser Meisterleistung, verbunden mit den besten Wünsche für die Zukunft!

Allen ausstellenden Züchterfamilien ein herzliches Vergelt's Gott für all die Mühe und Arbeit, welche eine Veranstaltung in dieser Dimension erfordert, am Ende aber alle zu Sieger macht! Gratulation dazu!

Christina Sendlhofer

 

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