2. Generalversammlung von Pinzgauerrind Schweiz
Gemütliches Beisammensein bei Familie Engel in St. Antönien!
Dieses Jahr fand die Generalversammlung der Schweizer Pinzgauerzüchter in St. Antönien in Graubünden statt.
Der Grund, dass dieses Ereignis an einem der abgelegensten Orte der Schweiz stattfand, ist, dass Erwin und Vroni Engel - sehr engagierte Pinzgauerzüchter- dort ihren Betrieb führen.
Der eigentliche Beginn der Veranstaltung wäre 10.30 Uhr gewesen, jedoch mussten wir eine ganze Weile auf jemand bestimmten (Namen werden keine genannt!) warten. Wir nutzten aber die Zeit für erste, interessante „Pinzgauer-Gespräche" und um 11.15 Uhr ging es dann los.
Die Gemeinde St. Antönien liegt auf 1500 m Höhe und hat rund 30 landwirtschaftliche Betriebe. Man findet sowohl Milchwirtschaft als auch Mutterkuhhaltung. Das besondere an dieser Gemeinde ist, dass kein Bauer Milch an eine Molkerei abliefert. Der Hauptgrund ist, dass die schwierigen, winterlichen Strassenverhältnisse ein Durchkommen oft gar nicht zulassen.
Erwin und Vroni begannen mit der Landwirtschaft 2001, zuerst hatten sie einen Pachtbetrieb und konnten dann im Jahre 2005 ihren jetzigen Betrieb kaufen.
Das Bauernhaus, ein wunderschöner Holzbau, ist um die 300 Jahre alt, der alte Stall wurde im Herbst 2012 vergrössert. Anfangs betrieben sie Kälbermast, heute verarbeiten sie die Milch zu Käse, Joghurt, Butter, Rahm. Auch pasteurisieren sie für den Direktverkauf Milch. Ein Teil ihrer Produkte können sie an Hotels in der Gemeinde verkaufen. Auch 2-3 Läden nehmen ihnen ihre Produkte ab. Damit sie aber gute Abnehmer fanden, benötigte es viel Mühe, Hartnäckigkeit und persönlichen Kontakt.
Familie Engel bewirtschaftet 20 ha Land, davon sind 2 ha Weideflächen und 18 ha Heuwiesen, von denen 15 ha eine Hangneigung von über 35% aufweisen, die restlichen Wiesenflächen sind etwas weniger steil.
Im Laufstall stehen 5 Milchkühe, 5 Stück Jungvieh und 2 Kälber, ein Grossteil davon sind Pinzgauer. Ausserdem leben noch 2 Pferde, Schafe, 1 Esel und Hasen auf dem Hof.
Nach der interessanten Betriebsführung durften wir uns von der Qualität der auf dem Hof erzeugten Produkte überzeugen. Vroni hat für uns einen wunderbaren Apero vorbereitet.
Danach ging es ins Dorf ins Restaurant, wo wir unsere Versammlung abhielten. Anschliessend widmeten wir uns einem herrlichen, feinen Mittagessen. Mit vollen Magen diskutierten wir noch das eine oder andere, und gegen 15:30 Uhr traten die ersten ihre Heimreise an, während andere noch blieben, um sich noch weitere Betriebe (Betrieb von Georg Engel – Erwins Bruder, und Betrieb von Andrea und Christian Putzi, auch erfolgreiche Pinzgauerzüchter) anzuschauen.
Alles in allem war es wieder ein sehr schöner und lehrreicher Tag im Bündnerland.
Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Vroni und Erwin Engel für ihre Mühe, Gastfreundschaft und den feinen Apero bedanken.
Barbara Jenni





