2. Pinzgauer-Treffen in der Schweiz
Gemütlicher Almtag auf der Schwendelialp!
Unser diesjähriges Pinzgauertreffen führte uns auf die Schwendelialp am Glaubenbüelenpass (Kt. Obwalden) zu Bruno Riebli. Bruno ein Vereinsmitglied der ersten Stunde lud uns auf seine Alp, auf der er jährlich den Sommer verbringt, ein.
Die Alp liegt auf ca. 1500 m Höhe inmitten der zentralschweizerischen Alpen. Bruno betreut von Anfang Juni bis 1.Oktober etwa 96 Rinder, darunter auch seine eigenen Rinder, 2 von ihnen gehören der Rasse Pinzgauer an. Auf der Nachbaralp sind rund 50 Kühe am weiden, unter ihnen „leben“ auch Bruno’s Pinzgauerkühe, allesamt mit Horn, auf das legt er sehr viel wert. Die Milch wird direkt auf der Alp verkäst.
Das nasse, kühle Wetter hat unsere Freude auf das Treffen überhaupt nicht getrübt. Fast pünktlich um 11.00 trafen die meisten Mitglieder mit ihren Familien am Parkplatz Glaubenbüelen ein. Von dort aus führte uns Bruno Richtung Alp, zuerst noch ein kurzes Stück mit dem Auto und dann noch ein kleines Stück zu Fuss. Bruno’s Eltern, die bereits das Mittagessen vorbereitet hatten, mussten sich sehr in Geduld üben. Sie wussten nicht, was wohl passiert, wenn Pinzgauerfans aus der ganzen Schweiz versammelt sind und am Weg auf der Weide 4 wunderschöne Pinzgauerkühe erblicken. Vor lauter Reden und Fachsimpeln sind jeglicher Zeitbegriff und jegliches Hungergefühl verschwunden. Zum Glück (für das feine Essen) wurden wird dann doch noch von Martin, der noch Pinzgauerfreunde aus dem Bernbiet etwas verspätet in Empfang genommen hatte, aus unseren Schwärmereien geholt. So marschierten wir dann im zügigen Tempo Richtung Alphütte, wo uns wunderbare Älplermakronen mit Apfelmus erwarteten, die über offenem Feuer zubereitet worden sind.
Nach dem feinen Mittagessen besichtigten wir dann noch den Stall, der für alle 96 Rinder bei sehr schlechter Witterung Unterschlupf bieten kann. Danach machten wir uns auf den Weg, um noch Bruno’s Pinzgauerrinder zu begutachten. Die beiden Rinder waren die Tage zuvor immer in der Nähe der Alphütte, aber offensichtlich wussten sie, dass Pinzgauerfanatiker im Anmarsch sind und so zogen sie es vor, das Weite zu suchen. So blieb uns nichts anderes über, als uns auf die Suche zu begeben. Es wäre eigentlich - trotz des trüben Wetters - eine wunderschöne Wanderung über die Alpweiden gewesen, wenn nicht der Boden unter uns - bedingt durch die tagelangen und intensiven Niederschläge der letzten Tagen- einen äusserst sumpfigen und nassen Charakter angenommen hätte. Die Harten unter uns konnte das aber gar nicht beeindrucken, sie hatten ja nur ein Ziel vor Augen, die anderen dagegen fanden nach einer gewissen Zeit, dass man sich eigentlich gut vorstellen kann, wie die beiden Pinzgauer aussehen könnten und blieben stehen und amüsierten sich über Gott und die Welt. Nach einiger Zeit stiessen dann die echten „Freaks“ wieder zu uns und wir machten uns wieder auf den Weg zu Alphütte, wo wir uns dann mit Kaffee und Kuchen stärken konnten.
Unser Präsident Matthias Zimmermann bedankte sich bei Bruno und seinen Eltern für die reichhaltige und ausgezeichnete Bewirtung. Ausserdem stellte er uns die neueste Schweizer- Pinzgauerkreation vor, welche dann in grosser Anzahl von sämtlichen Mitgliedern für gross und klein bestellt worden ist. Die Zeit verging sehr schnell und die ersten mussten schon wieder an die Heimreise denken- schliesslich möchten ja auch Pinzgauerkühe gemolken werden. So verabschiedete sich ein Teil und der andere Teil ging noch auf die Nachbarsalp, um nochmals die Pinzgauerkühe genauer unter die Lupe zu nehmen.
Alles in allem konnten wir wieder einen wunderschönen Tag,- nicht im Sinn vom Wetter, sondern mehr im Sinn von Gemütlichkeit, guter Laune und tollen Gesprächen verbringen.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Bruno für die super Organisation und Durchführung dieses Treffens bedanken. Und natürlich auch bei allen Mitgliedern, die immer wieder den weiten Weg auf sich nehmen, um an den Treffen teilnehmen zu können.
Barbara Jenni




