2. Salzburger Jungzüchtercup in Maishofen

Die großen Vorführchampions kommen aus der Pinzgauer-Riege! Veronika Esterbauer holt nach dem Reservesieg 2014 den Siegertitel und das Geschwisterduo Anna & Christian Schmiderer krönt sich mit den höchsten Auszeichnungen!
Eine volle Versteigerungshalle, beste Stimmung und eine respektable Premiere für Preisrichterin Edina Scherzer - der 2. Salzburger Jungzüchtercup hielt was er versprach!
Spätestens beim Einzug der jüngsten Züchterriege werden jegliche Zweifel an derartigen Veranstaltungen ausgeräumt und ZAR-Obmann Anton Wagner betonte einmal mehr, dass es schließlich die Jugend ist, die die Zukunft der Rinderzucht ausmacht.
"Solange wir so viele Kinder und Jugendliche für die Rinderzucht begeistern können, braucht uns um die Zukunft nicht bange sein", betonte der Obmann der Österreichischen Rinderzüchter, der mit Ende des Monats sein Amt zurücklegen wird.
Nach zwei Bambinigruppen begann die eigentliche Arbeit von Edina Scherzer, die das erste Mal als Preisrichterin fungierte. Der Name Scherzer ist in Sachen Rinderzucht kein Unbekannter, stammt Edina aus einem der besten Fleckviehzuchtbetriebe Kärntens und Vater Reinhard Scherzer ist als anerkannter Preisrichter weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt.
Aus je vier Junior- bzw. Seniorgruppen kürte Edina Scherzer jeweils die drei besten Vorführerinnen und hatte teilweise alles andere als leichtes Spiel, ließen ihr die perfekten Leistungen keine großen Chancen für Kritik.
VORFÜHREN - JUNIOR
"Ich wüsste nicht, was ich euch noch erklären müsste und besonders fasziniert es mich, wenn solche Leistungen mit einer so unübersehbaren Freude erbracht werden", meinte die junge Preisrichterin und es war damit klar, dass nur eine den JUNIORCHAMPION-Titel erreichen konnte - nämlich die 11-jährige Veronika Esterbauer, die mit ihrer Beauty einen besonderen Coup landete - mit einer unglaublichen Ausstrahlung toppte die Reservesiegerin von 2014 ihre Leistung und holte den unbestrittenen Sieg in der Junior-Kategorie.
Den Reservesieg holte sich der 14jährige Julian Lainer, der mit seiner Holsteinkalbin STELLA eine ebenfalls sehr beachtliche Vorführleistung bot!
VORFÜHREN - SENIOR
Schwerstarbeit bedeute für Scherzer die Auswahl der besten Vorführer in der Kategorie SENIOR. Erst nach einem Tierwechsel und sehr strengem Auge gratulierte Edina der Siegerin, nämlich der 20jährigen Anna Schmiderer mit ihrer LINDE, die mit einer unglaublichen Harmonie und Sicherheit den verdienten Championstitel einheimste.
Eine Meisterleistung lieferte auch die Reservesiegerin, die 17jährige Christina Mühlthaler mit der Fleckviehkalbin ASTA, die sich nur um Nuancen der Siegerin unterwerfen musste.
RASSENSIEGE
Die zahlenmäßig großen Pinzgauer- bzw. Pinzgauer x RF-Gruppen in sehr unterschiedlichen Altersstufen waren für die Preisrichterin Auftrag und Herausforderung zugleich.
"Ich möchte Tiere, die auf feinem Fundament stehen, mit entsprechender Größe und vor allem mit Länge ausgestattet sind", verriet Scherzer ihre Kriterien und kürte schlussendlich LENA (Sinter x Loser) an der Hand von Christian Schmiderer, Vorderkasbichl in Saalfelden zur PINZGAUER-Rassesiegerin.
Groß war der Jubel bei Anna Schmiderer, als der Reservesieg von LINDE (Loser x Gneis) somit auch in der Familie blieb.
In der Kategorie PINZGAUER x RF sicherte sich Marlene Berger vom Grubhof in Saalbach mit GITTI (Lamour x Bismark, 40,5 %RF) den RASSESIEG mit einer enorm entwickelten, sehr edlen und korrekten Kalbin.
Über den Reservesieg freute sich Michael Sommerer vom Steinergut in Embach mit Jungtier AMSEL (Bimark x Carmano Red, 58,6%RF).
Der letzte Höhepunkt war traditionellerweise die Verlosung von drei wertvollen Zuchtkälbern und scheinbar gibt es auch hier Wiederholungen - Willi Gruber, Eggbauer in Großarl durfte sich zum zweiten Mal über den Gewinn eines Pinzgauer-Kalbes freuen, diesmal über eine reinrassige RESTER x WALDHERR-Nachzucht von Gerhard Innerhofer, Einödberg in Mittersill.
Allen Teilnehmern und Preisträgern sei an dieser Stelle ganz herzlich gratuliert, dürfen wir zurecht stolz auf die Leistungen unserer Züchterjugend sein! Sie hat uns einmal mehr bewiesen, dass sich Fleiß und Mühe zum Erfolg formieren!
Ein ganz herzlicher Dank gilt den drei Jungzüchtervereinen mit den Obmännern Josef Berger, Christian Seber und Rupert Wenger, die wiederum ein Fest auf die Beine gestellt haben, das sich sehen lassen konnte - Gratulation dazu!
Christina Sendlhofer





