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3. Bezirksschau mit Eliteversteigerung in St. Lorenzen

Szenen größter Dramatik und Freude - die Typsieger sind gekürt!
Ausnahmetalent Martin Ebenkofler - der verdiente Vorführsieger!
Unsere Hoffnungsträger für die Zukunft - die jüngsten SiegerInnen!
Hochspannung in der Arena - wer holt sich diese schönen Pinzgauer?

Positive Stimmung, weil es Jungzüchter gibt... - bravouröse Feuertaufe für unsere JZ-Kollegen in Südtirol!

Hochspannung an zwei Tagen - Südtirol im Bann der Jungzüchter!!!

Hitzige Stunden versprach schon der Samstag Abend, stand ja wiederum eine Eliteversteigerung am Programm. Die Einstimmung mit Freibier und einer grandiosen Tanzshow sorgte für entsprechende Lockerheit und gute Laune, die der temperamentvolle Auktionator Peter Hochrainer noch zu verstärken mochte.

Immerhin standen vier erlesene Pinzgauer Zuchttiere im Verkaufsangebot und eine galt als absolutes Highlight, nämlich die Liebher-TochterSEIDL aus keiner Geringeren als Sira.
Umso mehr gilt es dem Züchter dieser Kalbin, Josef Ebenkofler, Oberpichler in Ahornach zu danken, dem der Verkauf dieses besonderen Tieres sicherlich alles andere als leicht fiel. Das Interesse für diese Spezial-Genetik war dementsprechend groß und David Hainz, Ehrenreicher aus Pfalzen ließ nicht mehr Hand vom edlen Jungrind, bis er bei der stolzen Summe von € 3.600 endlich den Zuschlag bekam.
Nicht viel weniger, nämlich € 3.500 erreichte die Ausnahmekalbin BUNDE, eine Rat-Tochter aus der berühmten Biston-Tochter Blüte von Elmar Hofmann, Hirber in Gsies. Hier trat Werner Taschler, Taschler aus Toblach als Käufer auf.
Ein hervorragendes Jungrind hatte auch Peter Bodner, Huber in Pfalzen zu bieten - die Bismark-Tochter FLOCKE aus der bekannten, extrem leistungsbereiten Merold-Tochter Florenz, eine der höchst bewerteten Pinzgauer in Südtirol. Dass Südtiroler Genetik auch in Österreich gefragt ist, bewies Josef Volgger, Nusser in Weißbach - neben der freundschaftlichen Beziehung zu Südtirol pflegte er auch die geschäftliche und holte sich um € 2.700 somit ein interessantes Importtier.
€ 2.400 war Paul Stolzlechner für seine FAUNA zu wenig - die großrahmige  Biston-Nachzucht aus einer Nugget-Tochter mit besten Leistungsreferenzen kehrte somit wieder zum Niederkoflhof zurück.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Jungzüchter, trug ja die Pinzgauer- und Holsteinjugend die Veranwortung für das Gelingen dieser Schau.

Für Südtirols Pinzgauer Jungzüchter eine Premiere, ebenso aber auch für den Preisrichter, Matthias Suess aus der Schweiz. Beiden gebührt größtes Lob - den Jungzüchtern für ihren enormen Einsatz (die größte Arbeit bleibt den Besuchern ja verborgen!) und dem Richter für die überaus sympathische und souveräne Art - unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass der junge Mann gerade mal 20 Jahre alt ist!
Was diese Südtiroler Jugend zu leisten im Stande ist, zeigten 91 begeisterte JungzüchterInnen aus dem gesamten Pustertal, davon 34 der Pinzgauer Rasse
Daneben präsentierten 20 Grauvieh- sowie 37 Holsteinjungzüchter ihre Jungtiere und neben perfekter Vorführleistungen war vor allem die Freude und der Stolz in den Augen der jungen Menschen spürbar.

Pünktlich zum Finale erschien auch Südtirols Landesrat Hans Berger, der seiner enormen Freude Ausdruck verlieh.
"Landwirtschaft ist Leben und dieses positive Lebensgefühl erleben wir, weil es unsere Jungzüchter gibt. Sie sind unser Weg und unsere Zukunft und wir sind stolz darauf", so der sichtlich bewegte Politiker.

Berger hatte auch allen Grund dazu, war er doch umringt von vier ambitionierten Pinzgauer Jungzüchtern, nämlich Nina Kammerer, Martin Ebenkofler, Fabian Hainz und Thomas Voithofer, als jeweilige Gruppenvorführsieger allesamt Anwärter auf den Titel des Gesamtsiegers.
Dass der Weg zum Sieg hier nur über einen führt, war von Beginn an klar - unumstritten und verdient holte sich der 26-jährige Martin Ebenkofler den Titel des Gesamt-Vorführsiegers der Pinzgauer Rasse.

"Es ist mir eine Freude, diese Rasse zu richten und solche Vorführer im Ring zu sehen", schilderte der rhetorisch brillante Richter. Eindringlich appellierte er an alle TeilnehmerInnen, Preisrichterentscheidungen zu akzeptieren und trotz Niederlagen die Leistungen der Sieger wert zu schätzen und anzuerkennen.

"Schaut euch diese Tiere an", - so kommentierte der hoch erfreute Preisrichter den Endring der Pinzgauer - schließlich galt es, das schönste Typtier der Rasse Pinzgauer zu küren.
Hochspannung war in den Gesichtern der Finalisten Hans Aichholzer, Martin Ebenkofler, Siegfried Haller und Matthias Ploner zu lesen, alle vier hatten exzellente Pinzgauer Zucht an der Hand und warteten nur mehr auf die "Urteilsverkündung".
Mit einem sanften Klatsch gab Matthias Suess seine Entscheidung bekannt, die Antwort darauf war ein gellender Erlösungsschrei von Hans Aichholzer, der schier fassungslos den Typsieg seiner DOLLY (V:Bismark) zelebrierte.  
Unsagbare Freude wurde auch seinem Schwager Peter Bodner zuteil, er erreichte mit SELLY (V:Bismark, vorgeführt von Matthias Ploner) den Typreservesieg der Pinzgauer.
Über den dritten Platz durfte sich Siegfried Haller, Oberwaidacher in St. Lorenzen freuen - er hatte mit seiner GABI (V:Glido) eine enorm rahmige und typvolle Pinzgauerin im Gepäck.

Welch große Vorbilder Geschwister sein können, brachten Lukas und Jonas Ebenkofler beim Kinderbewerb ganz klar zum Ausdruck - in Sachen Ruhe und Ausdauer dürften sie sich schon manches von Martin abgeschaut haben! Begleitet vom jüngeren Bruder Jonas und hoch konzentriert marschierte Lukas Ebenkofler mit seiner WALDIN Runde um Runde und alle Blicke waren auf das herzige Trio gerichtet. Schließlich war nur mehr der Preisrichter gefordert und dieser kürte Lukas zum verdienten Sieger.  
Größtes Lob und  Anerkennung fand Matthias Suess in seiner Kommentierung:"Diese Kinder sind alle Sieger und ganz wichtig für den Bauernstand, denn sie sind unsere Zukunft", so die motivierenden Worte des Preisrichters.
Den zweiten Platz sicherte sich die ebenfalls souveräne Voführerin Jasmin Kirchler vom Meraleitner in Ahornach vor Katharina Huber, Wieser in Vintl und Dennis Hofmann, Hirber in Gsies.

Höchste Anerkennung geht an dieser Stelle aber an alle TeilnehmerInnen - sie haben nicht nur mit  Leidenschaft, Mühe und Ausdauer ihre Tiere präsentiert, sondern auch eine unverzichtbare Werbung für unsere schöne Rasse abgeliefert - wir brauchen diese Jugend, die mit Freude und Stolz die Pinzgauer Rasse hochhält und die Zukunft dieser Rasse gestaltet!!
Dafür sei allen Züchterfamilien aufrichtigst gedankt - möget ihr mit viel Motivation und Freude an den Pinzgauern festhalten - wir sind stolz auf euch!

Unendlicher Dank gilt den Verantwortlichen und allen freiwilligen HelferInnen dieser Bezirksschau, ihr habt uns ein wunderbares Wochenende bereitet - möge euer Einsatz belohnt werden!!!

Detaillierte Berichterstattung natürlich auch aus Südtirol!

Christina Sendlhofer

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