4. Bezirksschau mit Eliteversteigerung in St. Lorenzen
Jungzüchterfeste sind gelungene Feste!
Bereits zur vierten Auflage ihrer Bezirksschau luden die Holstein-, Pinzgauer- und Grauviehjungzüchter am vergangenen Wochenende in Südtirol.
Wie gewohnt stieg auch diesmal die Eliteversteigerung am Vorabend, wo neben erlesenen Holstein- und Grauviehtieren auch fünf Pinzgauer-Jungtiere angeboten wurden. Das Resümee war ein gutes, schließlich konnten alle fünf zu ansprechenden Preisen verkauft werden.
Nach dem sonntäglichen Gottesdienst folgte eine kurze Ansprache von Landesrat Hans Berger, der die Wichtigkeit solcher Jungzüchterfeste besonders hervorhob. Er bedankte sich bei der Jugend, die mit derartigen Aktivitäten Akzente für eine gelingende und positive Zukunft in der Rinderzucht setzt.
Im Anschluss starteten kämpften 20 Jungzüchter in den Vorrunden um den Aufstieg ins Finale und überzeugten mit tollen Vorführleistungen und hochwertigen Pinzgauer-Tieren.
Mittags hatten dann die Kleinsten ihren Auftritt - 13 Kindern stand die Freude ins Gesicht geschrieben, als sie mit ihren Pinzgauer-Kälbchen die "Bühne" betraten und mit größtem Applaus belohnt wurden.
Sehr spannend gestaltete sich das erste große Finale, wo vier exzellente Vorführer um den Sieg kämpften. Preisrichter Meinhard Huber hatte die Wahl zwischen zwei "Martins", die ihm mit besonderen Leistungen imponierten und schließlich fiel die Wahl auf Martin Stolzlechner vor Martin Ebenkofler.
Nicht minder interessant war das Finale des Typsiegers, wo es galt, aus vier hochkarätigen, enorm entwickelten Kalbinnen das beste Tier herauszusuchen.
Das Duell zwischen der Kanu-Tochter TAUBE von Andreas Steger, Moaregger und Mokka-Tochter BELSY von Elmar Hofmann, Hirber entschied die Ältere für sich - die wuchtige, sehr tiefe BELSY vom Hirberhof in Gsies, vorgeführt vom Junior Kevin Hofmann.
An dritter Stelle rangierte wieder MartinStolzlechner mit seiner korrekten Bismark-Tochter BRAUNAU vor der Rubin-Tochter LOTTI von Stefan Auer, Kleinarzbacher in St. Johann/Ahrntal.
Allen teilnehmenden JungzüchterInnen sei zu den gebotenen Auftritten herzlichst gratuliert, einmal mehr wurde das hohe züchterische Niveau unserer südlichen Kollegen eindrucksvoll unter Beweis gestellt! Gratulation auch zur perfekten Organisation, die der enormen Einsatzbereitschaft vieler jungen Menschen zu verdanken ist!
Ausführlicher Bericht aus Südtirol!
Ausflüge nach Südtirol werden meist auch mit ein paar schönen Besuchen verknüpft und so durften wir auch diesmal wieder nette Stunden bei Freunden verleben.
Der erste Weg führte uns auf einen schönen Berghang in Toblach zu Werner und Michaela Taschler, die mit ihrem neuen Stall ein wahres Schmuckstück geschaffen haben.
Dass auch ein Anbindestall für enormes Wohlgefühl sorgen kann, beweist der wunderschöne, aus Lärchenholz gefertigte Stall eindrucksvoll. Besten Eindruck hinterlässt allerdings nicht nur das Gebäude, sondern auch das Inventar - Werner Taschlers Pinzgauer können sich allemal sehen lassen - sie überzeugen mit besten Fundamenten, leistungsbereiten Eutern und einer vielversprechenden Nachzucht.
Im Anschluss an die nette Stallbesichtigung lud Familie Taschler zu einer köstlichen Jause und beim gemütlichen Tratschen leerte sich auch das große Speckteller zusehends schnell....
Das nächste Ziel war eine weitere sehenswerte Höhenlage, nämlich Lajen, wo die Heimat von Matthias Ploner und seiner Familie ist. Seit 24. September bereichert der kleine Luis die Großfamilie und ist Mittelpunkt im Hause Ploner. Das herrliche Herbstwetter wurde für einen ausgiebigen Spaziergang genutzt, um bei einem weiteren schönen Bauwerk Halt zu machen - nämlich dem Stall von Matthias, der mittlerweile schon fast "überquellt".
Schuld daran ist die enorm gewachsene Rinderherde, die die Lebensqualität am Tantscherhof sichtlich zu genießen scheint. Der extreme Einsatz des Jungbauern dürfte sich jedenfalls gelohnt haben - mittlerweile milkt Matthias mehr als 10 Kühe und kann schon den ersten Erfolg für sich verbuchen - eine exzellente, männliche MATO-Nachzucht aus Biston-Tochter SEGEN, welche seit kurzem zur Aufzuchtstation gewechselt hat.
Viel Glück wünschen wir Matthias auch mit seinem "neuesten Zugang", der hochkarätigen Lotus-Tochter KITTA aus Kleopatra von Ernst Moser, Hacker in Welsberg, welche Opa Sepp seinem Enkel Luis bei der Eliteversteigerung gekauft hat!
Auch hier durften wir anschließend noch in herzlicher Gastfreundschaft verweilen und genossen einen schönen Nachmittag - wir sagen danke dafür und wünschen weiterhin alles Gute, Freude und Segen bei der täglichen Arbeit und freuen uns auf ein Wiedersehen!
Christina Sendlhofer




