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6. Informationstag im Westen!

Sehr erfreulich - der große Andrang an begeisterten Teilnehmern!
Sehr erfreulich - der große Andrang an begeisterten Teilnehmern!
Propstei St. Gerold
Propstei St. Gerold
Biohof Stark in Blons
Biohof Stark in Blons
Albert Zech aus Raggal ist überzeugt von seiner Pinzgauer-Milchkuhherde!
Albert Zech aus Raggal ist überzeugt von seiner Pinzgauer-Milchkuhherde!
Gemütlicher Ausklang in der Stube von Trixi u. Albert Zech!
Gemütlicher Ausklang in der Stube von Trixi u. Albert Zech!

Das Große Walsertal in Vorarlberg als Schauplatz des diesjährigen "Bodenseetages"!

In der Propstei St. Gerold trafen sich in frisch verschneiter Landschaft 50 Pinzgauer Züchter aus Vorarlberg, Süddeutschland, der Schweiz und Liechtenstein. Das altehrwürdige Stift bot einen wunderschönen Rahmen für den informativen Teil am Vormittag.

Thomas Sendlhofer, Zuchtberater für die Pinzgauer Rasse beim Rinderzuchtverband Salzburg stellte das Besamungsprogramm 2017-18 vor. Es wird wieder eine breite Palette an Pinzgauer Genetik angeboten, welche über die jeweiligen Besamungsstationen bezogen werden kann. Anschließend folgte ein Streifzug durchs Pinzgauer Jahr 2017.

Mathias Kinberger, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Pinzgauer Rinderzuchtverbände, bot einen Überblick über die Vielzahl von Pinzgauer Veranstaltungen im letzten Jahr. Die neue Stiermutterbewertung nach dem 90-Punkte Schema stellte Thomas dem interessierten Publikum vor.
Der XII. Pinzgauer Weltkongress und die Pinzgauer Länderschau in Maishofen werden die Höhepunkte des heurigen Züchterjahres sein, Mathias lud dazu herzlich ein. Zum Abschluss des Vormittags informierte Thomas über Aktuelles aus dem Rinderzuchtverband Salzburg.

Nach dem Mittagessen standen zwei interessante Betriebe am Programm.

Nur einen Kilometer von St. Gerold entfernt liegt der kleine Ort Blons, wo sich der Bio-Hof der Familie Stark befindet. Hier fand 1954 eine der größten Lawinenkatastrophen der Alpen statt. Damals wurde der ganze Hof von einer Staublawine dem Erdboden gleichgemacht. Der einzige Überlebende auf diesem Hof verkaufte die Landwirtschaft an die Familie Stark.
Am Hof werden seit vier Jahren Mutterkühe gehalten. Vorher standen 27 Braunvieh-Milchkühe im Stall. Die Pensionstierhaltung ist ein zweites Standbein des Betriebes, 29 Tiere werden aktuell für andere Betriebe aufgezogen. Im Sommer werden weiters noch Bioputen gemästet.
Die Pinzgauerzucht umfasst 6 Mutterkühe mit Kälbern und einigen Jungtieren. Weiters werden Angus und Pustertaler Sprintzen gehalten.
Das Fleisch der Jungrinder wird direkt vermarktet, Sohn Philipp lernt den Metzgerberuf und möchte den Fleischverkauf ab Hof intensivieren.
Knapp 30 ha werden auf dem sehr steilen und beengt liegenden Hof geheut. Den Sommer verbringen die Tiere alle auf der Alp. Die Familie mit fünf Kindern hilft fest zusammen, die Futterernte zieht sich über den ganzen Sommer. Die Söhne Christoph und Phillip sind begeisterte Jungzüchter und stellten auch bei der Bundesfleischrinderschau in Maishofen 2016 aus. Im Anschluss an die Stallführung wurden wir noch mit Glühmost verwöhnt, bevor es auf die andere Talseite ging.

Hier liegt in der kleinen Ortschaft Raggal der Hof von Albert und Trixi Zech. Vor einigen Jahren wurde die Landwirtschaft, die aufgrund des Nebenerwerbs wenig intensiv betrieben wurde, wieder belebt und der Stall mit Milchkühen gefüllt. Aktuell bevölkern Alberts Stall 15 Pinzgauer Milchkühe sowie eine Red Friesian- und zwei Braunviehkühe. Die nahezu reinrassige Herde, die aus zugekauften und bereits selbst gezüchteten Tieren besteht, überzeugt mit ihrer Vitalität und Leistung. Es wird auf dem biologisch geführten Betrieb nur Heu gefüttert, das von ca. 30 ha ein- und zweischnittigen Wiesen kommt. Die Milch wird jeden Tag an die Biokäserei Marul im Nachbarort in Milchkannen geliefert. Im Sommer sind die Tiere auf der Alp Laguz, und werden dort von Trixi betreut, während Albert im Sommer das Heu einbringt. Gerade hier können die Pinzgauer ihre Stärken ausspielen, Geländegängigkeit, unempfindlich gegen steiniges Almgebiet und zum Teil das Laufen weiter Strecken. Trixi schätzt hier auch den Charakter der Pinzgauer Rinder, die anhänglichen Tiere kommen immer als erster zum Stall.

Im Anschluss an die Stallbesichtigung lud uns Familie Zech in ihren modernen Holzwohnbau. In der großen Stube tauschte man sich bei Kaffee und Kuchen über die Ergebnisse der Streifabfahrt und natürlich über das Pinzgauer Rind aus. Die Teilnehmer des 6. Pinzgauer Bodenseetages waren sich einig, dass dieser Tag wieder ein voller Erfolg war. Wir bedanken uns bei Familie Stark und Zech für die herzliche Aufnahme auf ihren Betrieben. Ein herzliches Vergelts Gott.

Mathias Kinberger

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