964. Versteigerung in Maishofen
Akzeptabler Jahresauftakt 2021 mit qualitätsbezogener Preisgestaltung!
Wenngleich die Vorschau auf das neue Vermarktungsjahr nicht unbedingt besorgniserregend war, kann eine gewisse Unsicherheit allein schon aufgrund der Situation rund um die Corona-Pandamie nicht geleugnet werden.
Umso erfreulicher der Umstand, dass sich die Nachfrage nach qualitativem Zuchtvieh im neuen Jahr fortsetzt und die erste Versteigerung 2021 eine durchaus positive Bilanz verbuchen durfte.
An die Spitze der Verkaufsliste setzten sich qualitative Kühe, die neben entsprechendem Exterieur mit perfekten Euteranlagen und Leistungsbereitschaft zu überzeugen wussten.
Bei den Kühen dominierte mit ROSI (V.Liftler, 7,5%RF, 26 kg Milch) - eine überaus edle, bestbeeuterte Zweitkalbskuh von Hubert Eder, Bachseit in Bruck, welche um € 2.200 zu Siegfried Mittersteiner-Gruber, Trog in Goldegg wechselte.
Um € 2.020 verstärkte Martin Schröcker, Au in Golling seine Milchkuhherde mit SILVI (V.Cosmos, 58,1%RF,
38 kg Milch) von Wolfgang Porsche, Schüttgut in Zell am See, die als kapitale Zweitkalbskuh die Ideale der PinzgauerxRF-Zucht eindrucksvoll verkörperte.
Mit der reinrassigen STOLZ (V.Grimm, 38 kg Milch) von Monika und Albin Sommerer, Steiner in Embach ergänzte Johannes Foidl-Bernsteiner, Schaunberg in Piesendorf um € 1.900 seinen Kuhbestand um eine milchbetonte Zweitkalbskuh.
Den Höchstpreis bei den Jungkühen sicherte sich Andreas Reiter, Ginzen in Niedernsill mit € 2.120 für die
gerade erst 29 Monate alte, sehr vielversprechende Jungkuh aus Fall x Bimark (24,6%RF, 25 kg Milch).
Die Jungkuh darf ihr Potenzial fortan im bayerischen Allgäu bei Josef Gallenmiller in Wald unter Beweis stellen.
€ 2.060 lukrierte das Gut Litzlhof/Kärnten für ALSA (V.Lenz, 29,5%RF, 26 kg Milch), eine enorm entwickelte Jungkuh, die zu Georg Kitzbichler nach Kössen/Tirol wechselte.
Für die milchbetonte Jungkuh ANGELA (V.Ems Red, 74,1%RF, 30 kg Milch), welche als Treuhandkauf der RZS vermittelt wurde, konnte Wolfgang Porsche, Schüttgut in Zell am See € 2.020 erlösen.
Sehr zufriedenstellend verlief auch der Verkauf der Zuchtkälber. An der Spitze stand mit € 620 eine schwarze FEUERSTEIN x AMBOSS-Nachzucht (12,6%RF) von Johann Hallbrucker, Großmoosen in Walchsee, welche zu Klement Kleinferchner nach Krakaudorf/Stmk. wechselte.
€ 600 erlöste Maria Mühlberger, Hacker in Kössen für ein genetisch interessantes Jungtier aus LUMPI x RITZL, das sich Christine Vitzthum, Falter in Unken sicherte.
Durchschnittspreise:
Zuchtkälber: (9 aufgetrieben und verkauft)
€ 448,89
Kühe in Milch: (11 aufgetrieben, 9 verkauft)
A bzw. Gesamt: 1.810,00
Jungkühe in Milch: (14 aufgetrieben und verkauft)
A bzw. Gesamt: 1.692,86
Das Interesse der vielen bäuerlichen Käufer schlägt sich nicht nur in der Verkaufsliste sehr positiv zu Buche, sondern ist auch als wichtiger Motor für die Pinzgauerzucht zu sehen, indem gute Genetik nicht verloren geht und sich auf den "Folgebetrieben" weiterentwickeln darf!
Ein großer Dank an unsere treuen Züchterfamilien - die einerseits den Markt beliefern und sich auf der anderen Seite daran bedienen können!
In der Hoffnung, dass sich alle "Zuzieherinnen" gut in ihre neuen Herden integrieren, wünschen wir den Besitzern viel Freude und Glück und laden ganz herzlich zur nächsten Versteigerung am 11. Februar in Maishofen!
Christina Sendlhofer

