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Abschied vom "Wimm Sepp"

Ein leidenschaftlicher Pinzgauer-Züchter ist nicht mehr unter uns!

Unzählig war die Schar an Trauergästen, die sich am Montag und Dienstag am Wimmgut in Bruck sowie beim Auferstehungsgottesdienst am Mittwoch, 5. April 2017 in der Pfarrkirche in Bruck einfanden, um Abschied von einem besonderen Menschen zu nehmen.

Sepp Ferstl, ehemals Knecht am Wimmgut in Bruck zögerte nach dem Tod von Bauer und Altbauer im Jahr 1965 nicht und nahm sich neben der Verantwortung im Stall gemeinsam mit seiner Frau Maria um das Wohl der beiden Halbwaisen Julie und Kathi an.
Seine Liebe zur Landwirtschaft und im Besonderen zu den Pinzgauern zeigte sich in enormer Hingabe zu "seinen Tieren", so gab es keinen Tag, wo sich die Kühe in der Wimm ungeputzt präsentierten. Besonders stolz war er, als Zuchtstier "Figo" für den Besamungseinsatz ausgewählt wurde.

Wie viel Arbeit im wunderschönen, nostalgisch anmutenden Stall geleistet wurde, ist kaum nachvollziehbar und umso mehr freute sich Sepp, als sein Enkel und Nachfolger Christian Wimmer 2015 den Bau eines Laufstalles realisierte und für entsprechende Arbeitserleichterung sorgte.
Immer wieder betonte er im Gespräch, wie froh er wäre, dass er so lange durchgehalten hat und es miterleben darf, wie gut es in der Wimm weitergeht....

Sepp Ferstl war ein Mensch, der sich niemals in den Vordergrund stellte, sondern zeitlebens mit größter Bescheidenheit und Demut um ein gutes Miteinander bemüht war.
Wenngleich die Lücke, die er hinterlässt, nicht leicht zu schließen sein wird, so dürfen wir uns an einen Menschen erinnern, für den Verantwortung und Pflichtbewusstsein keine leeren Worthülsen waren, sondern tagaus, tagein gelebt wurden - möge uns der Wimm-Sepp Vorbild sein!

Danke Sepp für all dein Tun und Wirken im Verborgenen - wir werden dir ein Andenken bewahren!

Der Glaube an ein Wiedersehen und all die Zeichen und Spuren, die Sepp hinterlassen hat, möge der Wimmfamilie Trost und Stärke sein - alles Gute in dieser schweren Zeit!

Christina Sendlhofer

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