Almgrüße aus dem Süden
Immer wieder einen Besuch wert - Südtirols Berg- und Almenwelt!
Den hohen Stellenwert Südtirols als Lebensraum, aber im Besonderen als Urlaubsdestination erfährt man spätestens, wenn man sich in den Sommermonaten auf den Weg dorthin macht. Es ist untrüglich die Zeit um "Ferragosto", wo halb Italien am Weg in den Norden ist, um der brennend heißen Sommertagen ein wenig zu entfliehen.
Auch unsere Rinder bevorzugen die Höhenlagen und glücklicherweise kommen noch viele der Milchkühe in den Genuss der Alpung, wenngleich diese Form der Milchbringung ohne Zweifel eine sehr aufwändige und zeitraubende ist.
Der Lohn dafür zeigt sich nicht nur in der Gesundheit und Vitaliät bei Mensch und Tier, sondern auch im unübersehbaren Wohlgefühl bei der Begegnung wie zum Beispiel auf der Wollbachalm in St. Jakob im Ahrntal, wo Famlie Stolzlechner, Niederkofl ihre Almwirtschaft betreibt.
Rund 20 Milchkühe stehen unter der Obhut von Familie Stolzlechner, die nicht nur das Potenzial ihrer Pinzgauerkühe zu schätzen weiß, sondern auch jenes der Großfamilie, die im perfekten Zusammenspiel sowohl die landwirtschaftliche als auch die touristische Nutzung der Wollbachalm bewältigt und sich daneben noch um die Heuernte auf den extremen Steilflächen rund um den Niederkoflhof in Steinhaus bemüht.
Wenn der Almsommer in unseren Breiten auch ein wenig kürzer ist, so lässt sich's im Salzburger Land ebenso perfekt genießen, wie die Mutterkuhherde von Familie Gruber, Unterkompberg auf der Wiedner Alm in Bad Hofgastein zum Ausdruck bringt.. Mühelos klettert diese auf einer Höhe von mehr als 2.000 m Seehöhe - weit über der Baumgrenze, wo es es bei Wind und Wetter mit Sicherheit nicht mehr ganz so gemütlich anfühlt.
Wie gut sich's auf der Alm leben und leiben lässt zeigt sich auch am Bild von Andreas Riepler, Jandll in Wagrain,
dessen Herde sich auf der Jandlalm die Bäuche vollschlagen darf. Wenn der Almsommer auch täglich an Länge verliert, so bleiben zumindest noch ein paar Wochen, um der Freiheit in luftigen Höhen zu frönen.
Allen, die noch in den Genuss einer schöner Berg- und Almtour kommen - vielleicht schon am morgigen Maria Himmelfahrtstag - wünschen wir schöne Begegnungen und feine Rastplätze, um die Schönheit unserer Heimat auch entsprechend aufsaugen und genießen zu dürfen!
Und sollte sich der ein oder andere schöne Schnappschuss ergeben, so werden sie jederzeit gerne entgegengenommen :)
Christina Sendlhofer


