Alte Rinderrassen wiederentdeckt
Bio Austria-Seminar am Hof des Pinzgauer-Züchters Alois Seifriedsberger in Gampern/OÖ.
Bereits zum zweiten Mal fand heuer das Seminar "Seltene Rinderrassen wiederentdeckt" in der Reihe Gemüseraritäten und seltene Nutztierrassen in Oberösterreich statt. Seminarort war Gampern im Bezirk Vöcklabruck. 15 interessierte Bauern und Bäuerinnen informierten sich über die neun seltenen Rinderrassen in Österreich.
Christian Moser von der Rinderzucht Tirol und Mathias Kinberger, ARGE Pinzgauer Rind erläuterten Wissenswertes über die besonderen Eigenschaften von heute seltenen Rinderrassen.
Wohin geht die Rinderzucht? Wer über die Zukunft nachdenkt, muss in die Vergangenheit blicken. Heute seltene Rinderrassen haben eine lange Tradition und Entwicklung hinter sich. Welche besonderen Eigenschaften diese Rinderrassen auszeichnen, wie sich die derzeitige Markt- und Vermarktungssituation gestaltet, welche geschätzten Qualitäten diese Rassen hervorbringen und welche Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden können, waren Thema an diesem Tag.
Im Anschluss wurden zwei Betriebe mit alten Rinderrassen besucht. Nach der Besichtigung eines Murbodnerzuchtbetriebes stand der Hof der Familie Seifriedsberger auf dem Programm.
Alois bewirtschaftet mit seiner Frau eine kleine Landwirtschaft mit 4,5 ha. Gehalten werden 6 Pinzgauer Milchkühe und das immer schon, führte Alois aus. Nachzucht wird keine aufgezogen, benötigte Milchkühe werden über die Versteigerung in Maishofen angekauft.
Hier wird auch immer wieder gerne das Service des Treuhandkaufes angenommen. Die Kühe werden sehr alt, aktuell ist die älteste Dame 14 Jahre. Die älteste Kuh am Betrieb war sogar 19 Jahre.
Rund 20.000 kg Heumilch werden jedes Jahr an die Hofkäserei Strasser in Zipf verkauft. Diese stellt daraus Bauernbutter und Bierkäse von bester Qualität her.
Die Produkte konnten anschließend an die Stallbesichtigung verkostet werden – ein herzliches Dankeschön der Familie Seifriedsberger für die Gastfreundschaft.
Mathias Kinberger



