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Angekommen in Erndtebrück - der neue Herdenchef MANTA!

Der neue Stall von Fam. Schäfer -
Der neue Stall von Fam. Schäfer -
ein Mehr an Lebensqualität für Mensch und Tier!
ein Mehr an Lebensqualität für Mensch und Tier!
Wohlgefühl beim Nachwuchs
Wohlgefühl beim Nachwuchs
Zwillingsmännlein Hans und Hänschen
Zwillingsmännlein Hans und Hänschen
Weideglück im Herbst
Weideglück im Herbst
Hin und wieder werden sie auch ins Schaufenster gestellt - hier bei der Kreistierschau!
Hin und wieder werden sie auch ins Schaufenster gestellt - hier bei der Kreistierschau!
Vorzüglicher Dreierpack von Horst Schnitzer - in der Mitte MANTA (V.Haller Max)
Vorzüglicher Dreierpack von Horst Schnitzer - in der Mitte MANTA (V.Haller Max)
Und endlich angekommen! Manta am Hof der Fam. Schäfer in Nordrhein-Westfalen!
Und endlich angekommen! Manta am Hof der Fam. Schäfer in Nordrhein-Westfalen!

Geglückte Übersiedlung eines Kärntner Buam!

Groß war die Freude, als sich nach ein paar Jahren wieder eine vertraute Stimme aus Deutschland am Telefon meldete - es war Heike Hoffmann-Schäfer aus Erndtebrück mit der Nachricht, dass sie demnächst einen schönen Pinzgauer-Stier von Horst Schnitzer, Jaklbauer in Feldkirchen importieren würden.
Anlässlich des Pinzgauer Herbststiermarktes war es so weit - gemeinsam mit seinem Vater reiste Michael Schäfer aus dem deutschen Nordrhein-Westfalen nach Maishofen, um sich seinen MANTA nach Hause zu holen. Und weil sich am Betrieb von Familie Schäfer in den letzten Jahren einiges getan hat, bat ich Heike um ein paar Zeilen, die sie uns natürlich nicht schuldig blieb....


Wir sind ein ökologisch wirtschaftender Betrieb und bearbeiten 36 ha Dauergrünland (16 ha im Eigentum, 20 ha Zupacht) in Mittelgebirgslage zwischen 400 und 600 m im Nebenerwerb.
Gefüttert werden ausschließlich unsere Grünlandprodukte: Silage und Heu. Jährlich werden ca. 270 Ballen Stroh im benachbarten Hessenland zugekauft.

Neben der nun 55 köpfigen Pinzgauer Herde, stehen 3 Rheinisch-Deutsche Kaltblutpferde (2 Stuten, 1 Junghengst) und 4 Rhönschafe im Stall.

Schon länger war unser Offenstall im Außenbereich (Entfernung 1 km vom Wohnhaus) nicht mehr groß genug, ein Teil der Kühe musste im ehemaligen Milchviehstall unterbracht werden. Der Kälberschlupf musste auch als Abkalbebox herhalten. Zur täglichen Einstreu musste das Stroh mit dem Traktor in den Stall gefahren werden und dazu musste der Stall über die ganze Front geöffnet werden. Arbeitswirtschaftlich also eher das Gegenteil von optimal. Für die Maschinen fehlte eine Halle. Nach 8 Monaten Planung, viel Schreibarbeit und etlichen Behördengängen war es im August 2016 soweit. Ein neuer Stall sollte neben dem bisherigen Stall im Außenbereich entstehen.

Mit den Betonarbeiten für den 20 x 30 m großen Stall (Holz/Stahlrahmen mit Trapezblechverkleidung) wurde begonnen.

Diese teilen sich wie folgt auf:
24 x 10 m Liegeflächen auf Stroh dazu 4 m Abschiebegang vor dem Fressgitter. Hiervon sind der 30 qm große Kälberschlupf und die Abkalbebox abgetrennt. Die Hauptfläche kann durch Gitter in 3 Boxen abgeteilt werden und bietet 24 Fressplätze.
Auf dem 6 m breiten Futtergang wird ein Teil der Heuballen gelagert.
Im letzten Fünftel des Hallenbaus befindet sich eine überdachte Mistplatte.

Durch belichtete Giebel, Lichtplatten im Dach und ein bewegliches Seitenlichtband ist der Stall nahezu taghell und in Kombination mit dem Scheddach zugfrei gut belüftet.
Über dem Abschiebegang befindet sich die Strohbühne, auf der 80 Ballen Stroh gelagert werden. Von dort wird täglich händisch eingestreut.
Zwei kleine Technikräume bieten Platz für die Wasserversorgung, die Tränkeheizung und sonstige technische Ausstattung.

Am 08. November 2016 beendete ein plötzlicher Wettersturz mit 15 cm Neuschnee die Bauarbeiten vorzeitig. Mit 44 Kühen und Kälbern zogen wir in den neuen Stall ein.
Danach wurden noch geschwind mit Hilfe der Nachbarn die Tränken installiert und um 19.00 Uhr fuhr der erste Ballen Silo auf den Futtergang.

Der Liegebereich und insbesondere der Abkalbebereich werden durch eine schwenkbare WLAN-Kamera überwacht, was uns eine große Erleichterung in der letzten Abkalbe-Saison war. Die vielen nächtlichen Kontrollfahrten konnten wir uns ersparen und die Geburten von der warmen Stube aus überwachen.

Schon bald nach dem Einzug stellten sich die ersten Kälber ein, die sich in dem kalten Stall gut entwickeln.
Nach einem Jahr im neuen Stall können wir wirklich sagen, dass die Planungsziele, optimales Tierwohl und ein bezahlbares Maß an Arbeitserleichterung, verwirklicht wurden!

Derzeit stehen dort 21 hornlose Herdbuch-Mutterkühe mit 22 Kälbern (wovon 10 in den nächsten Wochen abgesetzt werden), der Altbulle und zwei Färsen. Die weibliche Nachzucht, sowie die nicht zur Zucht verkauften männlichen Absetzer ziehen dann in unseren ehemaligen Milchviehstall, der sich neben unserem Wohnhaus befindet.

Dort haben wir nochmals 18 Fressplätze auf Stroh, die in 3 Boxen aufgeteilt sind. Hier stehen zurzeit 8 Bullen im Alter von 12 - 24 Monaten.
Hier beim Haus ist auch unser Kärntner Bua "Manta" untergebracht und wartet auf seinen Deckeinsatz ab Januar.
Leider mussten wir uns schon Sorgen um ihn machen. Bei Transport und Umstallung hatte er sich offenbar einen Infekt eingefangen, sodass der Tierarzt kommen musste. Hatten erst gedacht, dass ihm unser Futter nicht schmeckt, aber dann stellte sich auch schon ein eitriger Nasenausfluss ein. Jetzt frisst er wieder, Gott sei Dank.

Aber er ist ja so ein lieber Kerl, möchte mal wissen, wer ihn so verwöhnt hat. Beim Graulen verfällt er regelrecht in einen hypnoseartigen Halbschlaf. Aber so einen ruhigen und noch dazu schönen Bullen hatten wir uns ja auch gewünscht.

Den landwirtschaftlichen Betrieb hatte ich unserem jetzt 28-jährigem Sohn Michel bereits in 2014 verpachtet. Zum 01.12.2017 habe ich den gesamten Betrieb im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge an ihn übergeben. Wer die Arbeit tut und die Verantwortung trägt soll auch Eigentümer sein. 

Die Arbeit verteilt sich aber immer noch genauso, wie früher: Jeder hilft nach seinen Kräften im Familienbetrieb mit, sonst würde das Ganze im Nebenerwerb auch nicht funktionieren.

Nun muss ich schließen, die Arbeit ruft. Am Samstag findet bei uns im Dorf der Adventsmarkt statt und es ist noch einiges zu tun. Neben der Organisation habe ich mit der Nachbarin einen Marktstand mit Geschenken aus Küche und Keller. Konfitüren, Schmalz, Liköre warten im Keller auf eine hübsche Verpackung. Pralinen, Plätzchen und gebrannte Mandeln können immer erst in den letzten beiden Wochen vorm Fest hergestellt werden.

Heike Hoffmann-Schäfer


Liebe Heike,

vielen herzlichen Dank für deinen netten Bericht und Gratulation zu eurem tollen Stallprojekt - hier wurde ganze Arbeit geleistet!

Wir freuen uns, dass der Transport soweit gut geklappt hat (wenngleich das Kerlchen wahrscheinlich vor lauter Heimweh krank geworden ist;) und wünschen euch mit dem neuen Herdenchef alles, alles Gute!

Dass du dir trotz deiner vorweihnachtlichen Arbeiten noch Zeit genommen hast, zeigt den Stellenwert eures Betriebes - euren Pinzgauern sieht man's jedenfalls an und Manta wird in seiner neuen Heimat mit Sicherheit nichts vermissen!
Viel Glück und Segen in Haus und Hof und liebe Grüße nach Erndtebrück!

Christina Sendlhofer

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