Zum Hauptinhalt springen

Arbeitstreffen im Frosnitztal/Osttirol

Mit Staunen und Bewunderung wurde die Kuhherde inspiziert
Der nasse Frühling hat auch hier seine Spuren hinterlassen.
Sepp Mattersberger freute sich über den Besuch der Nordtiroler Kollegen
Eine Kuhherde wie aus dem Bilderbuch - die Pinzgauer von Sepp Mattersberger

Ausschuss der Tiroler PI-Züchter traf sich auf der Zedlacher Alm

Jedes Jahr organisiert der Ausschuss der Tiroler Pinzgauer Züchter eine Sitzung auf einer Alm. Heuer führte uns der Weg ins Frosnitztal in Osttirol, wo unser neues Ausschussmitglied Josef Mattersberger, Jösenbauer die „Zedlacher Alm“ bewirtschaftet.

Über einen sehr schmalen und steilen Almweg ging es von Gruben (Ortsteil von Matrei) ins malerische Frosnitztal. Nach einer durchaus abenteuerlichen Fahrt erreichten wir das idyllische Hüttendorf auf 1.800 m Seehöhe. Die Zedlacher Alm ist eine Agrargemeinschaft mit 16 Besitzern und befindet sich im Nationalpark Hohe Tauern.
Mittlerweile wird die Alm nur mehr von fünf Bauern mit Vieh bestoßen, im Durchschnitt werden ca. 25 Kühe und 50 Kälber aufgetrieben und die Milch wird zu Butter und Käse verarbeitet. Die Tiere werden von jedem Bauern selber betreut.
Früher herrschte auf der Alm sehr reges Treiben, wurden doch insgesamt ca. 70 Kühe und 150 Kälber gesömmert.

Auch die Naturgewalten bekam die Alm in der Vergangenheit deutlich zu verspüren, so wurde das Hüttendorf in den letzten 60 Jahren dreimal von einer Lawine weggerissen. Die Gebäude wurden aber stets auf der gleichen Stelle originalgetreu aufgebaut. Das letzte Mal wurden die Hütten 1986 vollkommen zerstört und der Lawinenkegel war auf dem Almboden den ganzen Sommer über zu sehen.

Noch heute werden die extrem steilen Bergmähder mit der Sense gemäht und das gewonnene Qualitätsheu wird an die Kühe und Kälber verfüttert. Die Kalbinnen verbringen die Sommerfrische weiter taleinwärts auf der „Ochsenalm“.

Nach der Sitzung konnten wir die hervorragende Pinzgauer Herde der Familie Mattersberger besichtigen. Unter anderem die Kuh „RAUT“ (V: Lecki), Mutter des aktuellen Teststieres „Karner“ (V: Kahn), welcher an der LFS Bruck steht. Sie konnte ganz besonders durch ihre hohe Leistungsbereitschaft überzeugen.
Die Jungkühe bestachen mit extrem guten Eutern und ebenfalls hoher Leistungsbereitschaft. Unter den Kühen befand sich auch die Rat-Tochter „STELLA“, welche  erfolgreich beim heurigen Jungkuhchampionat in Maishofen teilnahm. Sehr positiv präsentierten sich auch die Jungtiere – fünf Pinzgauer-Kälber und zwei „Zuchtstier-Anwärter“. 
Die beiden "Kandidaten" (V: 1x Rat, 1 x Fidelio) kommen voraussichtlich zum Herbststiermarkt im November nach Maishofen zur Versteigerung.

Nach der Almbesichtigung lud uns noch die Familie Mattersberger zum Abendessen ein und anschließend wurde noch ausgiebig und angeregt diskutiert.

Abschließend möchte sich der Ausschuss der Tiroler Pinzgauer Züchter bei der Familie Mattersberger für die herzliche Aufnahme und die nette Gastfreundschaft ganz besonders bedanken.

Thomas Edenhauser

Zurück