Zum Hauptinhalt springen

Bayerische Pinzgauer-Züchter on Tour!

Auftakt eines hochinteressanten und gemeinschaftlichen Tages bei Familie Zehentner, Oberpiebing, Saalfelden
Beim Oberpiebinger hat jedes Leben seine Berechtigung - vom jüngsten Öxerl bis zur ältesten Kuh!
Ein beachtlicher Anblick - die über 50-köpfige Milchkuhherde von Familie Langer-Schwarzenbacher, Schachern in Mittersill!
Überzeugen in ihrer Qualität - 26 Heumilchkühe der Familie Bacher, Radler sowie Nachzucht und Kälber, allesamt glänzend wie schönste Kastanien!
Abschluss am ehrwürdigen Hof von Familie Bacher, Radler, dessen First mit der Jahrzahl 1638 datiert ist!

Eindrucksvolle Lehrfahrt ins Herz der Original Pinzgauer-Zucht!

In der Vermutung, irgendwie zu wissen, was einen erwartet, ist der Weg zu Berufskollegen mitunter nicht immer der spannendste..
Diesen Gedanken, sofern er überhaupt vorhanden war, dürften die bayerischen Pinzgauer-Züchterinnen und Züchter  bei der sonntäglichen Lehrfahrt in den Pinzgau schnell wieder verworfen haben.
Ihnen wurde nicht nur ein schier unglaubliches Niveau der Original Pinzgauerzucht vor Augen geführt, sondern die wichtigsten Komponenten des Erfolgs sichtbar gemacht - nämlich extremer Fleiß, größte Leidenschaft und Freude an der Rinderzucht sowie der Zusammenhalt der bäuerlicher Großfamilien als Motor für den betrieblichen Erfolg!

"Oberpiebing" - Familie Zehentner, Saalfelden

Nirgends besser zu sehen als gleich beim ersten Ziel - am Hof von Familie Zehentner, Oberpiebing in Saalfelden, wo allein das Zählen der kastanienbraunen Köpfe schon kein Kinderspiel wär'.
Ganzen 118 Original Pinzgauer-Köpfen aller Altersstufen wird am Oberpiebinghof aktuell Heimat gewährt - nicht, dass diese nur ein Dach über den Kopf haben, sondern indem ihnen mittels einfacher Behausung die besten Voraussetzungen für eine perfekte, artgerechte Haltung und Verwertung - ob als Zuchtvieh oder für die Veredelung zu erlesenem Rindfleisch - gewährt wird!
Dass sich darunter insgesamt 30 (!) Ochsenfresser sowie sämtliche weibliche Nachzucht befinden, lässt erahnen, wie viel des Einsatzes Herbert Zehentner und seinen Eltern abverlangt wird, um die vorbildliche, biologische  Kreislaufwirtschaft, für welche 39 qualitätsvolle MIlchkühe die Basis bilden, in dieser Art und Weise gestalten zu können! 


"Schachern" - Familie Langer-Schwarzenbacher, Mittersill

Unbedingt einen Abstecher wert ist der bekannte Schachernhof unweit vom Schloss Mittersill an der Pass-Thurn-Straße liegend, wo das Pinzgauerrind seit eh und je seine Heimat hat.
Nicht nur die stattliche Anzahl an 52 Bio-Heumilchkühen, zwei Mutterkühen plus Zuchtstier sorgt für Staunen, sondern auch die Homogenität der Herde, bestehend aus typvollen Kühe mit einer unübersehbaren Euterqualität zu beeindrucken weiß.
Beachtlich insofern, weil sich der Zuchterfolg ausschließlich über den Natursprung definiert und dennoch klar belegt, dass der Zuchtfortschritt der letzten Jahrzehnte kein kleiner ist und durchaus Grund zur Freude gibt!


"Radler" - Familie Bacher, Mühlbach/Bramberg

"In unsrem Stall stehen ausschließlich Orginal Pinzgauer-Kühe und sie sind unsre Freude und unser ganzer Stolz",  mit diesen berührenden Worten hieß der Radlerbauer Alois Bacher seine Berufsgenossen willkommen und lud ins Innere des Heumilchbetriebes, der kleinen und großen Wiederkäuern dem Winter über heimelige Herberge gibt, bevor die Weide- und Almsaison wieder das Kommando übernimmt und schönste Tauernschecken, Bergschafe und Pinzgauer-Rinder das große Almgebiet unterhalb des Salzachgeiers beleben.
Konsequente Zuchtarbeit mit reichlich Einfluss der begeisterten Jugend am Radlerhof zeigt sich nicht nur anhand der hohen Qualität des Stallinventars, sondern spiegelt sich auch in der regen Beteiligung an Jungzüchter- und Rinderschauen, wofür die ganze Familie brennt und aktuell in den Startlöchern für die nahende Bundespinzgauer- sowie die Gebietsrinderschau in Bramberg steht.

Vorher steht aber noch der Frühjahrsstiermarkt am Kalender, der für alle drei Züchterfamilien von entsprechender Bedeutung ist - für Bacher und Zehentner als Auftreiber interessanter männlicher Genetik und für Langer-Schwarzenbacher als Käufer, um der nächsten Generation am Schachernhof wieder frisches Blut zu versichern und einen jungen, gut händelbaren Herdenchef für den Sommer im Felbertal zu generieren...

Den drei Züchterfamilien darf für ihre Offenheit und die Bereitschaft zum wertvollen Gedankenaustausch von Herzen gedankt werden, besonders auch für die Gastfreundschaft, die den Sonntag inmitten feinstem Frühlingswetter zu einem wahren Feiertag werden ließ! 

Christina Sendlhofer 

Zurück