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Direktoriumssitzung der Internationalen Pinzgauer Vereinigung in Italien

Eine wundervolle Kulisse für ein Pinzgauer-Treffen aus aller Welt - am Pichlerhof in Ahornach!
Eine wundervolle Kulisse für ein Pinzgauer-Treffen aus aller Welt - am Pichlerhof in Ahornach!

Italien bzw. Südtirol zeigten sich von ihrer schönsten Seite!

Siegfried Gatterer, Obmann der Südtiroler Pinzgauer Züchter hat beim XI. Pinzgauer Weltkongress in Pretoria/Südafrika eingeladen und über 70 Teilnehmer aus 7 Nationen von 4 Kontinenten sind der Einladung nach Italien gefolgt.

Startpunkt der 10-tägigen Reise war die ewige Stadt Rom. Am ersten Tag kamen alle Delegationen mit zum Teil sehr langen Anreisezeiten in Rom an. Bei einem ersten gemeinsamen Abendessen wurden alle sehr herzlich willkommen geheißen.

Am nächsten Tag starteten wir mit einer Stadtführung. Die Sankt Paulskirche war der erste Besichtigungspunkt und beeindruckte mit ihrer Pracht und Schönheit. Hier wurde der Apostel Paulus begraben. Weiter ging es zum Kolosseum, es ist das größte im antiken Rom erbaute Amphitheater. Vorbei an römischen Aquädukten und den ersten Thermen ging es zum Vatikan, wo wir nach einem typisch italienischen Mittagessen die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle und dem Petersdom besuchten. Die Pracht dort ließ uns alle erstaunen. Der Abend war einem römischen Abendessen im Stadtteil Trastevere gewidmet. Mitten auf der Gasse wurden typische Speisen mit viel Charme und Gastlichkeit kredenzt.

Am nächsten Tag mussten wir schon von Rom Abschied nehmen. Unser Weg führte uns Richtung Venedig. Durch die typische italienische Landschaft mit viel Wald, Weingärten und vor allem Sonnenblumenfelder ging es über den Apennin an die Adriaküste. Mit einem kleinen Boot schipperten wir in die Altstadt von Venedig, wo uns bereits die Stadtführer erwarteten. Durch die engen Gassen schlenderten wir zum Markusplatz und zur Rialtobrücke und staunten über die Bauweise der Venezier. Für viele war vor allem der Transport übers Wasser in der autofreien Stadt sehr interessant. So war auch unser Hotel direkt an einem kleinen Kanal gelegen. Abends wurden typische Fischgerichte serviert, neu für viele waren sicher die Spagetti mit Tintenfischtinte.

Nach einem morgendlichen Spaziergang über den fast leeren Markusplatz verließen wir die Stadt wieder mit einem Boot und fuhren Richtung Verona. Nächster Programmpunkt war die Besichtigung des Weingutes Serego Alighieri. Im Tal Valpolicella gelegen vermittelt es das Lebensgefühl Italiens. In zahllosen Weinbergen eingebettet wird hier ein besonderer Rotwein erzeugt. Ein Teil der Trauben wird getrocknet und erst dann gepresst. Der Wein wird doppelt vergoren und erhält so ein besonders intensives Aroma. Bei einer ausgedehnten Weinprobe und einem exzellenten Mittagessen ließen wir es uns gutgehen.

Am Abend stand die Aufführung der weltbekannten Oper Aida in der Arena von Verona am Programm. Auch für jene die keine Opernfans sind, war diese Aufführung sehr beeindruckend und ein Highlight der Reise.

Angekommen in Südtirol stand die Sitzung der Direktoren am Programm. Die einzelnen Mitgliedsländer stellten ihre Länderberichte dar, besonders positiv ist die Situation in Südafrika, wo es eine stetige Aufwärtsentwicklung gibt. Sinn und Zweck der Internationalen Vereinigung ist es eine Informationsplattform zu bieten. So kann die Zusammenarbeit intensiviert werden. Auch der Austausch von Genetik ist immer wieder Thema, wobei hier die einzelnen Länder verschiedene Ansprüche stellen. Moderne Medien sind heute ebenso ein Thema wie gegenseitige Besuche in der Züchterschaft.

Während die Delegierten tagten, genossen die anderen Reisenden den Nachmittag in den Gärten von Trautmannsdorf bei Meran.

Am Abend stand ein Highlight auf dem Programm, der Galaabend im Felsenkeller der Laimburg. Südtirols Agrarlandesrat Arno Schuller lud die internationale Pinzgauer Familie zu einer Weinverkostung in die landeseigenen Weingüter. In der gediegenen Atmosphäre der Kellergewölbe wurden Südtiroler Weine und Spezialitäten der Sarner Bäuerinnen verkostet. Umrahmt wurde der Abend stilvoll von drei Grödner Sängerinnen.

Die nächsten Tage standen ganz im Zeichen der Südtiroler Pinzgauer-Zucht. Aufgebaut auf den traditionellen Familienbetrieben wurden den internationalen Gästen wunderschöne Bergbauernhöfe mit einer außerordentlichen Gastfreundschaft präsentiert. So wurde das Ahrntal mit dem Schaubergwerk in Prettau und dem Talschluss Heilig Geist besucht, die Bergdörfer Ahornach und Lajen, die weltberühmte Seiser Alm, das Gebiet des Rittens sowie die Drei Zinnen und das Gsieser Tal.

Folgenden Zuchtbetrieben sei an dieser Stelle für ihre Arbeit und die überragende Gastfreundschaft gedankt:

Familie Hofer, Rastbichler, Ahrntal
Familie Ebenkofer, Pichler, Ahornach
Familie Stuflesser, Petlin, Seiser Alm
Familie Kostner, Sanon, Seiser Alm
Familie Ploner, Tantscher, Lajen
Familie Hofmann, Hirber, Gsies

Die erfolgreiche Bewirtschaftung der Bergbauernhöfe mit so viel Fleiß und Elan hat die Pinzgauer Züchter aus aller Welt sehr beeindruckt. Für viele Leute aus Übersee ist es unvorstellbar, dass dieses Land so bewirtschaftet wird. Auch die Qualität der Pinzgauer Rinder war außerordentlich gut. Obwohl in Südtirol die Milchproduktion im Vordergrund steht, wird auf den Typ und den Doppelnutzungscharakter stark geachtet. Gratulation den Züchtern für die gezeigte Qualität auf den Betrieben. Wenn man sieht mit wieviel Liebe die tägliche Arbeit mit dem Vieh gemacht wird, hilft es vielen, Motivation für die zukünftige Arbeit zu geben.

An dieser Stelle sei sehr herzlich Siegfried Gatterer und Herbert Lang mit seinem Team vom Südtiroler Rinderzuchtverband für ihre Arbeit bei der Organisation der Direktoriumssitzung gedankt. Ebenso den vielen weiteren Helfern, wie Peter Stuflesser, der den Tag auf der Seiser Alm organisiert hat.

In drei Jahren findet der Pinzgauer Kongress in Österreich statt und wir werden versuchen das Stammzuchtgebiet von seiner besten Seite zu präsentieren.

Mathias Kinberger

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