Zum Hauptinhalt springen

Ein Kaisertag im Kaiserwinkl!

Es ist angerichtet - der Hacklhof präsentiert sich bei schönstem Herbstwetter!
Es ist angerichtet - der Hacklhof präsentiert sich bei schönstem Herbstwetter!
Das neueste Werk - die Hofkapelle!
Das neueste Werk - die Hofkapelle!
Freude bei der ganzen Familie über die Kapelleneinweihung
Freude bei der ganzen Familie über die Kapelleneinweihung
Auch die Aussicht könnte schöner nicht sein!
Auch die Aussicht könnte schöner nicht sein!
2x5-Fischgräten-Melkstand
2x5-Fischgräten-Melkstand
Ein stolzer Pinzgauer-Obmann Stefan Lindner mit dem Jungbauer vom Hacklgut, Ludwig Reitstätter
Ein stolzer Pinzgauer-Obmann Stefan Lindner mit dem Jungbauer vom Hacklgut, Ludwig Reitstätter

Hofkapelle komplettiert das schöne Ensemble des Hacklhofs in Kössen/Tirol!!

Mit einem beeindruckenden Fest wurde am Hacklhof in Kössen/Tirol der neue Laufstall sowie die soeben fertiggestellte Hofkapelle eingeweiht. Unzählbare Besuchermassen zogen in den Ortsteil Gundharting um Familie Reitstätter Respekt und Anerkennung für ihre Arbeit zu zollen.

Eröffnet wurde das bäuerliche Fest mit einer Segnungsfeier von Pfarrer Rupert Toferer, der die großartigen und vielfältigen Fähigkeiten des Menschen hervorhob, dabei aber mahnte, das Wichtigste, das über allem und jedem steht, nicht zu vergessen. 
"Dass neben dem großartigen Projekt eures Stallbaues das Wesentliche nie außer Acht gelassen wurde und als Zeichen eures Glaubens eine Kapelle gebaut wurde, zeigt die Demut und Dankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer. Ich wünsche euch, dass ihr trotz aller Betriebsamkeit und Hektik des Alltags noch Zeit findet, um hin und wieder in Ruhe und Stille hier verweilen zu dürfen", lauteten die Worte des Geistlichen.

Sichtlich erfreut ob der enormen Besucherschar zeigte sich Jungbauer Ludwig Reitstätter, der als Schwiegersohn seit 14 Jahren am Hacklhof lebt. Gemeinsam mit seiner Frau Barbara übernahm er im letzten Jahr den Hacklhof und realisierte in Zusammenarbeit mit der Großfamilie ein Megaprojekt - den Bau eines Laufstalles, der für knapp 60 Kühe und sämtliches Jungvieh konzipiert ist. "Mein schwerer Arbeitsunfall im Jänner 2012 war für uns Beweggrund, einen Laufstall zu errichten, um die Arbeit einfacher zu gestalten und nebenbei noch Tierkomfort und artgerechte Haltung zu schaffen", erklärte Ludwig Reitstätter in seiner Begrüßung. 

Das 89 ha große Hacklgut teilt sich in 30 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, 37 ha Alm und 22 ha Wald. Der Laufstall beherbergt zurzeit 53 Pinzgauer-Milchkühe, 2 Jungstiere sowie 40 Stück Jungvieh und ist in seinen Kapazitäten noch ausbaufähig.
Die Fütterung erfolgt einmal täglich (beim Jungvieh im zweitägigen Rhythmus) mittels Futtermischwagen (Rationszusammensetzung aus Silage, Heu, Biertreber, Maisbruch) sowie Kraftfuttergaben mittels Transponder.
Die Melktechnik besticht mit einem 2x5-Fischgräten-Melkstand mit 60° Neigung, entmistet wird mit bewährter Schrappertechnik.

Der Obmann der Tiroler Pinzgauerzüchter, Stefan Lindner, zollte der Hacklfamilie größte Anerkennung. "Mit dem steten Blick nach vorne und im Kollektiv einer ganzen Bauersfamilie sind derartige Projekte zu schaffen und wir dürfen stolz sein, solche Pinzgauer-Züchter unter uns zu haben. Schließlich sind sie die Botschafter unserer Rasse und ich lade euch alle ein - schaut in den Stall um zu sehen, was diese Rasse zu leisten imstande ist!", so der redegewandte Funktionär. 

Größtes Lob kam auch von ARGE Pinzgauer-Obmann Christian Dullnigg sowie lk-Vizepräsidentin Helga Brunnschmid."Ein Hof lebt und stirbt mit der Großfamilie und es braucht aller Hände Einsatz, um solche Werke zu vollenden", sagte Dullnigg und Brunnschmid meinte, es gehöre zu ihren schönsten Aufgaben, auf Höfe geladen zu werden, wo begeisterte Bauern zu Hause sind.
"Bewahrt euch die Freude am Tun und vergesst im Alltag nicht auf das Wichtigste - auf die Familie, die die Stütze allen Erfolgs ist", mit diesem Aufruf endete die sympathische Vertreterin der Tiroler Bauernschaft.

Diese Worte verlangen keinerlei Ergänzung - einzig ein aufrichtiges Vergelt's Gott an Familie Reitstätter mit all ihren freiwilligen Helfern und der Kössener Bauernschaft, die mit der Verköstigung der tausenden Besuchern eine wahre Meisterleistung bot.

Dass das Gelingen eines derartigen Festes letztendlich aber doch von höheren Mächten abhängig ist, zeigte sich in der Gnädigkeit des Wettergottes. Entgegen der Prognosen behauptete sich Südföhn und sorgte für sonniges, mildes Herbstwetter. Wohl der schönste Lohn für all die Strapazen der vergangenen Tage und Wochen ;)

Christina Sendlhofer 

Broschüre Hoffest

Zurück