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Ein Sommer wie damals...

Traumhafter Anblick auf der Prosingalm!
Traumhafter Anblick auf der Prosingalm!
Ihn gilt es zu bezwingen!
Ihn gilt es zu bezwingen!
Wunderbare Kontraste - die Pinzgauer von Familie Blaickner, Prosing in Bramberg
Wunderbare Kontraste - die Pinzgauer von Familie Blaickner, Prosing in Bramberg
Frisch und fröhlich - die kleinen Wiederkäuer!
Frisch und fröhlich - die kleinen Wiederkäuer!

Es gibt sie noch - Almen, die wie früher nur zu Fuß erreichbar sind!

Dass unsere Pinzgauer-Rinder und hier im Speziellen das Jungvieh, im Sommer vielfach hohe Lagen von über 2.000 m beweiden, trifft besonders im Gebiet der Hohen Tauern zu, wo die höchsten Berge Österreichs zu finden sind. Die meisten der Almen sind aber mittlerweile soweit erschlossen, dass ein langer Fußweg nur mehr den wenigsten zugemutet wird.

Ganz anders auf der Prosingalm, welche in einen der schönsten Pinzgauer Tauerntäler - im Bramberger Habachtal auf knapp 1.900 m liegt. Hier ist nach Erreichen der Enzianhütte Schluss mit "Lieferservice" und sowohl für Mensch als auch für die Wiederkäuer beginnt ein steiler Fußweg, der über Stock und Stein und vielen Stufen zur Prosing-Hochalm führt.
Umso beachtlicher, wenn man nach dem Fußmarsch (die erfahrenen Kühe schaffen es in einer guten Stunde!) die
29-köpfige, topbemuskelte Pinzgauerherde erblickt und sich schon kurz die Frage stellt, wie es die zum Teil sehr schweren Kühe über die steilen Treppen bis zur Hochalm schaffen. 
Im Gespräch mit dem Prosingbauer Jakob Blaickner erzählte dieser von einer scheinbaren Mühelosigkeit, indem man den alten Kühen nur den Weg frei zu machen müsse - "sie marschieren ganz alleine drauflos, wissend um ihren Weg und das Ziel stets vor Augen...".

Großen Respekt hat man hier im Besonderen vor den Bewirtschaftern der Prosingalm, geht Jakob Blaickner zweimal wöchentlich auf die Hochalm, um nach dem Wohl seiner Rinder sowie den "geliehenen" Ziegen und Schafen zu schauen. Dass es ihnen an nichts fehlt, beweisen die schönen Bilder, die das Wohlgefühl der kleinen und großen Wiederkäuer unübersehbar spiegeln.

Die noch immer vorhandenen Schneereste belegen die beachtliche Höhe, bewegen sich die Rinder immerhin in Lagen von rund 2.200 m Seehöhe, Schafe und Ziegen noch um einige "Etagen" höher. 
So erfrischend und angenehm es sich an heißen Tagen anfühlen mag, so frisch ist es bestimmt in den letzten Nächten geworden und es braucht oft nur einen Wettersturz, dass sich die Alm "angezuckert" präsentiert und die Widerstandskraft und Robustheit des Almviehs entsprechend fordert. 

Wir dürfen stolz sein, dass es neben unseren bewährten Pinzgauerrindern vor allem noch Bauern gibt, die derartige Mühen und Anstrengungen auf sich nehmen und ihrem Vieh ein derartiges "Gesundheits- und Fitnessprogramm" ermöglichen. 
Hochachtung vor dieser Meisterleistung, die auch die Kondition der Familie Blaickner toll zum Ausdruck bringt. (Und wir sind uns sicher, dass auch die wunderschöne Zirbenliege, die Jakob für seine Frau anfertigte, zur Motivation des "sportlichen" Anstieges beiträgt - verspricht diese nämlich ein herrliches Gefühl, dem man sich bestimmt nicht allzu gern entzieht;) 

Dem Prosingbauern dürfen wir an dieser Stelle ganz herzlich zu seiner qualitätsvollen Pinzgauerherde gratulieren und wünschen noch einige schöne und gedeihliche Almwochen, bevor der Weg wieder über Stock und Stein zurück ins Tal geht! Alles Gute und danke für die nette Begegnung auf eurer schönen Hochalm!

Christina Sendlhofer 

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