Ein Stück Heimat für den Österreicher in der Schweiz
Zuerst Bauer, dann Pinzgauerzüchter - Martin Kriegner erfüllt sich seine Lebensträume!
"Jetzt, wo ich einen eigenen Betrieb im Berner Oberland führe, hab' ich mir nun meinen Traum erfüllt!", lautete der Kommentar von Martin Kriegner auf die Begrüßung als "Neo-Pinzgauerzüchter" in der Schweiz.
"Ja, ich bin neu unter den Pinzgauer-Züchtern, starte jetzt mal mit zwei trächtigen Kalbinnen, die ich von Franz Scherrer gekauft hab'. Interessiert haben mich die Pinzgauer schon lange, sie gefallen mir sehr und ich finds 'ne tolle Zweinutzungsrasse", schwärmte der gebürtige Mühlviertler, also Österreicher (!) von seiner "Neuanschaffung".
Den größten Wunsch hat sich Kriegner aber sicher mit der Verwirklichung seines Lebenstraumes - nämlich einer eigenen Landwirtschaft - erfüllt, als er den Bergbauernbetrieb in der wunderschönen Region Gstaad Saanenland in Schönried erwerben konnte. Nach 16 Jahren als Alphirt und Senner auf der Alp Grubenberg und der Gewissheit, dass von den Kindern des Bauern keiner Interesse an der Landwirtschaft bekundet, musste Martin keine Sekunde zögern, als er um die Übernahme des Betriebes gefragt wurde.
Mit Jahreswechsel 2024 war es dann so weit, Martin Kriegner wechselte nach 10 Jahren im Angestelltenverhältnis am Hof an die Front und übernahm den Bergbauernhof auf 1.200 m (Bergzone 3-4). Er konnte somit eine Landwirtschaft übernehmen, die er in zehn Jahren nicht nur kennenlernen durfte, sondern auch entsprechend mitgestalten und -planen konnte, was sich im gemeinsam realisierten Projekt - einem gelungenen Laufstall - mehr als nur bemerkbar macht!
22 Milchkühe (noch ausschließlich Schweizer Fleckvieh und Brown Swiss ;) produzieren im Winter am Heimbetrieb (in einem Stall, den man eher als Kuhhotel bezeichnen könnte!) hochwertige Heumilch, den Sommer verbringen die Kühe im Verbund von 48 Kühen auf der Alp Grubenberg, einem begehrten Wanderziel im lieblichen Gstaad Saanenland.
Kriegner, der die Alp Grubenberg von der Gemeinde Saanen gepachtet hat und neben 48 Milchkühen und 35 Rinder noch 20 Schafe, 20 Schweine und ein paar Ziegen und Kälber von weiteren sechs Bauern unter seinen Fittichen hat, ist für die Produktion seiner Schweizer Alpkässpezialitäten weit über die Region hinaus bekannt.
Es liegt also auf der Hand, dass der geborene Oberösterreicher in der neuen Heimat seine Berufung zweifellos gefunden hat und dass er sich mit den beiden Pinzgauerinnen jetzt noch ein Stück "alte Heimat" geholt hat, bestärkt die Hoffnung, dass sich Martin Kriegner seiner Wurzeln nicht ganz entledigt ;) - wir freuen uns darüber und wünschen, dass die beiden Kalbinnen - STINA (Lendl x Steinkauz) von Josef Edenhauser, Innergrub, Fieberbrunn und RUGEI (Rekord x Lanz) von Hannes Lainer, Grubhohner, Rauris eine gute Basis für die erfolgreiche Pinzgauerzucht von Martin Kriegner bilden - von Herzen alles Gute, viel Glück und Freude mit der vielversprechenden "heimatlichen Verstärkung", verbunden mit vielen lieben Grüßen!
Christina Sendlhofer












