Ein Stück Heimat für die Steiermark
Eine Pinzgauerin für den gebürtigen Pongauer!
Schon seit einigen Jahren ist die Heimat von Christian Obermeier nicht mehr das Gasteinertal, sondern Krieglach, ein Ort der untrennbar mit Peter Rosegger und seiner Waldheimat in Verbindung steht. Obermeier, der lange in der Gastronomie und im größten Getränkeunternehmen weltweit, nämlich der Coca-Cola Company tätig war, hat im steirischen Mürztal nicht nur seine Liebe gefunden, sondern auch seine Berufung zur Landwirtschaft, betreibt er mit seiner Frau Maria und den Schwiegereltern einen Aufzucht- und Mutterkuhbetrieb auf 1.000 m Seehöhe.
Mit der Umstellung auf Mutterkuhhaltung und der Hofübernahme im heurigen April haben sich Obermeiers den Seltenen Nutztierrassen verschrieben und züchten mit viel Leidenschaft Murbodner, Ennstaler Bergschecken sowie neuerdings auch Original Pinzgauer.
"Mit der schönen Pinzgauerin hab' ich mir ein Stück Heimat in die Steiermark geholt", meinte Christian am Telefon und nachdem er mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen Rupert Pirnbacher immer noch in guter Verbindung ist, war der Wunsch nicht allzu schwer erfüllbar, barg er zudem die große Chance des Wiedersehens zweier Freunde.
Anfang Oktober war es dann soweit - Rupert Pirnbacher machte sich mit seiner Pinzgauerkuh MAYA (V.Haller-Graf) auf den Weg in die Steiermark und sorgte nicht nur für eine optimale Farbauffrischung, sondern auch für große Freude bei der ganzen Familie. Es dauerte nur kurz, bis die ersten Bilder aus der neuen Heimat eintrafen und Christians Kommentar gab klar die Richtung vor: "Derzeit haben wir am Hof 6 Murbodner Kalbinnen, eine Ennstaler-Bergschecken sowie 5 Brown Swiss- sowie 14 Fleckvieh-Kalbinnen zur Aufzucht. Unser Ziel ist, bis 2025 elf Mutterkühe (Murbodner, Ennstaler Bergschecken und Original Pinzgauer) plus Nachzucht sowie die Kalbinnen-Aufzucht für unseren Brown Swiss-Partner mit fünf Kalbinnen".
Es liest sich also verheißungsvoll und so hoffen wir nur, dass sich Maya entsprechend zu vermehren weiß, sodass die Farbmischung eine ausgewogene und schöne ist und die Kastanienbraunen nicht lange in der Unterzahl bleiben - von Herzen alles Gute, weiterhin so viel Freude und im besonderen Glück für die Zukunft mit den schönen und seltenen Rindern, die es unbedingt zu erhalten und weiter zu züchtern gilt!!
Kein Weg zu weit - so könnte man das Vorhaben von Daniel Walch aus Steeg im Lechtal beschreiben.
Der Braunviehzüchter nahm ganze vier Stunden Anfahrt in Kauf, um seine Herde ebenfalls ein wenig aufzufrischen - nämlich mit einem qualitätsvollen Pinzgauerkalb (LORIOT x LÖWE) von Martin Schröcker, Aubauer in Golling.
Die Freude über den neuen Pinzgauerzüchter im Lechtal ist eine berechtigt große und so wünschen wir auch
Daniel Walch von Herzen alles Gute - dass sich das vielversprechende Zuchtkalb nach seinen Erwartungen entwickelt und ein tolles Startkapital für einen weiteren erfolgreichen Pinzgauer-Zuchtbetrieb in Nordtirol bildet!
Christina Sendlhofer


