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Erfolgreich im Familienverbund!

Stefanie u. Bärbel Seitz mit dem schönen "Pinzgauer-Milchviehinventar" Selina (V.Labis) und die reinrassige Nelly (V.Rupi)
Stefanie u. Bärbel Seitz mit dem schönen "Pinzgauer-Milchviehinventar" Selina (V.Labis) und die reinrassige Nelly (V.Rupi)
Nach der Stallsaison...
Nach der Stallsaison...
...dürfen die Ochsen auf die Alm!
...dürfen die Ochsen auf die Alm!
Robert Buchner hat sich mit den Isartaler Weideochsen eine tolle Eigenmarke geschaffen!
Robert Buchner hat sich mit den Isartaler Weideochsen eine tolle Eigenmarke geschaffen!
In schönster Landschaft gefällt es nicht nur den Ochsen, sondern auch Robert Buchner, der als Lohnunternehmer sehr gefragt ist!
In schönster Landschaft gefällt es nicht nur den Ochsen, sondern auch Robert Buchner, der als Lohnunternehmer sehr gefragt ist!
Geräumig und lichtdurchflutet - der Kuhstall, der Arbeitsplatz von Bärbel ist!
Geräumig und lichtdurchflutet - der Kuhstall, der Arbeitsplatz von Bärbel ist!
Selina mit ihrem Nachwuchs, der beizeiten in das "Ochsengemach" übersiedelt
Selina mit ihrem Nachwuchs, der beizeiten in das "Ochsengemach" übersiedelt
"Heiligtum" der Familie - Pinzgauerkuh Selina!
"Heiligtum" der Familie - Pinzgauerkuh Selina!

Auf vielen Beinen steht sich's bekanntlich besser! Familienunternehmen Seitz/Buchner aus Baierbrunn im Isartal setzt auf Vie(h)lerlei - und natürlich auch auf Pinzgauer!

Öfter schon durften wir von Robert Buchner berichten, der sich mit der Pinzgauer-Ochsenmast einen schon lang gehegten Traum - nämlich etwas "Eigenes" aufzubauen - im Jahr 2015 erfüllt hat.
Zu Familie Rainer, Vorderfromm in Werfenweng pflegt Buchner mittlerweile nicht nur ein geschäftliches Verhältnis, sondern auch ein sehr freundschaftliches - holt er sich hier in regelmäßigen Abständen männliche Nachkommen als Grundlage für seine exquisite Pinzgauer-Ochsenmast.
Während Robert auf die qualitätsvolle Fleischveredelung setzt, bewirtschaftet seine Frau Bärbel einen Milchbetrieb mit 45 Fleckviehkühen. Wir verdanken es Robert (und vielleicht auch seiner Tochter Stefanie), dass es seit März 2019 auch im Milchviehstall schöne, kastanienbraune Farbkontraste (wenn auch noch in Spuren;) zu sehen gibt.
Steffi Seitz hat sich die Mühe gemacht, uns den tollen Familienbetrieb zu beschreiben und wir haben die Ehre, den erfolgreichen Landwirtschaftsbetrieb vorstellen zu dürfen -


Meine Eltern Bärbel Seitz und Robert Buchner bewirtschaften gemeinsam zwei unterschiedliche Landwirtschaften, zum einen den Biomilchviehbetrieb meiner Mama Bärbel und zum anderen die Ochsenmast meines Papas Robert. Beide Betriebe sind in Baierbrunn im schönen Isartal beheimatet. Die Ochsen sind in unserem alten Stall in der Ortsmitte untergebracht, unsere Biomilchkühe leben auf unserem Aussiedlerhof.

Mein kleiner Bruder Luki (3 Jahre) und ich, Steffi (21 Jahre, berufstätig) helfen ihnen gerne bei den unterschiedlichsten Tätigkeiten auf den Höfen.

Vor ca. 15 Jahren hat mein Papa neben seiner Arbeit bei der Gemeinde Pullach ein Gewerbe für Lohnunternehmerarbeiten, Gartenbau und Winterdienst gegründet.

2015 hat er zusätzlich seine eigene Landwirtschaft, eine kleine Ochsenmast mit ca. 12 ha Nutzfläche ins Leben gerufen. Zu diesem Zeitpunkt bewirtschafteten noch meine Oma und mein Opa den Milchviehbetrieb, schon damals mit viel Unterstützung meiner Eltern. Den alten Stall in der Ortsmitte hat mein Papa zu einem Tiefstreulaufstall zur altersgerechten Aufteilung in drei Gruppen umgebaut. Die Futtervorlage und Einstreu erfolgt händisch. Verfüttert wird ausschließlich Grassilage in Form von Silorundballen und Heu. Die Kleinsten erhalten zur besseren Entwicklung ein wenig Getreidebruch in den ersten Monaten. Im Sommer sind die 15 – 20 Tiere die ganze Zeit auf der Weide oder auf der Alm. 
Aus persönlicher Freude an der Rasse hat sich mein Papa für die besonderen Pinzgauer entschieden. Vermarktet werden die bis zu drei Jahre alten Tiere als „Isartaler Weideochsen“ an ein lokales Hotel und eine Metzgerei.
Die ersten drei Stierkälber, die wir Anfang 2015 kauften, stammten von Familie Rainer aus Werfenweng. Noch heute kaufen wir dort unsere Kälber, wie auch bei Familie Ilsanker und Maltan in Berchtesgaden.

Seit 2018 ist mein Papa Robert dank der guten Auftragslage Vollzeit selbstständig mit seinem Gewerbe und als Landwirt.

Ende 2018 übernahm meine Mama Bärbel den Bio- Milchviehbetrieb mit ca. 45 Fleckviehkühen und deren Nachzucht und gab dafür ihre Festanstellung beim bayerischen Landesamt für Umwelt auf. Der Betrieb ist flächenmäßig sehr kleinstrukturiert mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von ca. 55 ha, dazu ca. 15 ha Wald. Auf ca. 4 ha wird Silomais angebaut, die anderen Flächen sind Dauergrünland.

Den Aussiedlerhof haben meine Großeltern 2001 gebaut, sie haben schon 1984 auf Bio umgestellt.
Im Liegeboxenlaufstall werden nach Möglichkeit alle am Betrieb geborenen Kälber zur Bestandsergänzung oder Direktvermarktung behalten. Gemolken wird im 2 x 3er Tandemmelkstand, die Milch wird schon seit Jahren an die Andechser Biomolkerei Scheitz geliefert. Gefüttert wird den laktierenden Kühen eine leistungsgerechte Mischung aus Grassilage, Silomais, Kraftfutter und viel hochwertigem Heu, auf welches in unserem Betrieb besonders viel Wert gelegt wird, im Sommer bekommen sie Frischgras. Die Jungtiere und Trockenstehenden erhalten eine energiearme Mischung aus Heu und Grassilage und im Sommer ebenfalls Frischgras. Nach Möglichkeit wird ihnen im Sommer Weidegang und Alm geboten.
Bei der Stallarbeit wird meine Mama von unserem angestellten Landwirt Hansi, sowie weiterhin von Oma und Opa und unserer ganzen Familie unterstützt. Die Außenwirtschaft erledigt mein Papa, gerne hilft hier auch mein Freund Tim aus.

In unserem Hofladen verkaufen wir unsere hofeigenen Produkte, wie Fleisch, Wurst, Käse und co., aber auch selbstgemachte Marmeladen, Brot und Kuchen. Das Fleisch unserer bis zu 15 Bio- Schweine wird ausschließlich direkt ab Hof verkauft, das Rindfleisch verkaufen wir außerdem an ein renommiertes Gourmetrestaurant in der Nachbarortschaft. Zusätzlich haben wir noch einen Milchautomaten, sowie einen Warenautomaten, welche von unseren Kunden sehr gut angenommen werden.

Obwohl wir seit jeher ein Fleckviehzuchtbetrieb sind, hat es nicht lange gedauert, bis auch hier die ersten Pinzgauer ihr neues Zuhause gefunden haben. Zum einen unsere Kuh „Selina“ vom Schüttgut aus Zell am See, die mein Papa letzten März in Maishofen ersteigern konnte.  Mittlerweile hat sie vor einigen Wochen ihr gesundes Stierkalb „Fonsi“ am Hof geboren, von dem besonders mein Bruder Luki hin und weg ist.
Auch die Kalbin „Nelly“, die damals gemeinsam mit „Selina“ die Reise nach Baierbrunn angetreten hat und für meine Mama als Überraschung mit aus dem Anhänger gesprungen ist, gehört zum Hof.

Außerdem haben wir auch meine Fleckviehkuh „Juli“ vergangenen April in Maishofen ersteigert, auch sie erwartet momentan ihr zweites Kalb. Wir sind schon alle sehr gespannt.

Die große Herausforderung momentan ist es, die Ochsenmast, das Milchvieh und das Lohnunternehmen unter einen Hut zu bringen, da auch die immer mehr gefragte Direktvermarktung viel Zeit in Anspruch nimmt. Dies ist nur dank des Zusammenhalts und der Mithilfe der gesamten Familie möglich.

Ich hoffe, ich konnte somit einen kleinen Einblick über unsere Betriebe geben, in denen die Pinzgauerrinder mit Sicherheit auch in Zukunft eine besondere Stellung haben werden.

Stefanie Seitz


Liebe Stefanie,

ein ganz großes Danke für den informativen und netten Beitrag, der euren Fleiß und euer Engagement unverkennbar zum Ausdruck bringt. Wir wissen, dass das Pinzgauer-Rind sowohl im Milch-, als auch im Fleischbereich seine großen Chancen hat und wir freuen uns, dass ihr den Beweis dazu eindrucksvoll liefert - Gratulation zu eurem erfolgreichen Betriebskonzept und weiterhin viel Glück und Segen bei all eurem Tun! 
Und vielleicht sieht man sich ja wieder einmal bei einer Versteigerung in Maishofen, der Milchviehstall hat ja noch genügend Potenzial für die dunkelbraune Farbe !;)

Christina Sendlhofer 

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