Erfolgreiche Bundesrasseschau in Ansbach/Bayern
Pinzgauer setzen kräftiges Lebenszeichen!
Die Pinzgauer Fleischrinderzüchter aus Deutschland setzten mit der 1. Veranstaltung dieser Art ein kräftiges Lebenszeichen und begeisterten durch die hohe Qualität der ausgestellten Tiere.
Aufgetrieben wurden 10 Stiere, 5 Kühe - davon 4 mit Kalb bei Fuß und eine starke Gruppe von 18 Kalbinnen. Aufgrund der veterinären Bedingungen konnten nur 7 Züchter aus den Bundesländern Thüringen und Bayern an dieser Veranstaltung teilnehmen.
Zahlreiche Jungzüchter aller Rassen beteiligten sich im Rahmen eines Jungzüchtertriathlons an der Schau und hatten als eine ihrer Aufgaben eine Gruppe von Pinzgauerkalbinnen zu reihen.
Johannes Schmidt, Obmann der Interessengemeinschaft deutscher Pinzgauerzüchter konnte neben Besuchern aus Kärnten und Salzburg auch Gäste aus Dänemark begrüßen.
Preisrichterin Anne Menrath vom Bundesverband Deutscher Fleischrinderzüchter hatte insgesamt 8 Gruppenentscheidungen zu treffen und dann die Bundessieger männlich, weiblich und Bundessieger Betriebssammlungen zu küren.
In der ersten Kalbinnenklasse dominierte die genetisch hornlose Fenke, Kat.Nr. 88 von Norbert Uebler aus Hirschbach, die vor allem durch eine gute Rumpftiefe, harmonisches Seitenbild und mit korrektem Fundament bestechen konnte.
Die zweite Gruppe führte die Kat.Nr. 92, ein ebenso genetisch hornloses, sehr schönes und ausgeglichenes Tier von Norbert Uebler an.
In der dritten Klasse wurde die gehörnte Fanny, Kat.Nr. 97 von Marc Wild an die Spitze gestellt, sie gefiel vor allem durch ihre Tiefe und Länge und korrektes Fundament.
Schließlich siegte in der vierten Kalbinnengruppe Suse, die Kat.Nr.101 von Johannes Schmidt aus Meiningen/Thüringen. Dieses Tier überzeugte die Preisrichterin neben sehr gutem Fundament und guten Übergängen durch eine besondere Ausstrahlung.
Bei den Kühen kam die Jungkuh Sydney, Kat.Nr. 83 von Schmidt Johannes zum Zug. Sie war die jüngste in der Gruppe und mit 24 Monaten Erstkalbealter sehr gut entwickelt und mit perfektem Euter und Fundament ausgestattet.
Aus diesen weiblichen Tieren kürte die souveräne Preisrichterin Anne Menrath die Kalbin SUSE zur Bundessiegering und FENKE von Norbert Uebler zur Bundesreservesiegerin.
Die Stiere wurden in drei Gruppen gerichtet, voran zwei Altstiere in deren Klasse sich die Preisrichterin für den älteren und etwas rahmigeren und durchaus bekannten Stier dänischer Herkunft, Bastian Kat.Nr. 64 von Norbert Uebler entschied.
Die zweite Klasse, besetzt mit Jungstieren ab 17 Monaten wurde zum Highlightfür österreichische Genetik. Die Entscheidung fiel auf den genetisch hornlosen Basti mit Kat.Nr.71 von Marcus Mihm aus Tann/Rhön welcher den Stier im Herbst 2014 vom Kärntner Züchter Franz Tschernigg aus St.Michael/Lavanttal ankaufte. Basti überzeugte durch bestes Fundament und eine super Ausstrahlung.
Die jüngste Stiergruppe wurde von Bum, Kat.Nr.61 vom Züchter Martin Güllich aus Burk angeführt. Dieser punktete mit guter Tiefe und Breite sowie korrektem Fundament.
In der anschließenden Bundessiegerwahl der männlichen Tiere entschied sich Frau Menrath für den Stier BASTI von Marcus Mihm als Bundessieger und den Stier BUM von Martin Güllich als Bundesreservesieger.
Als letzten Akt galt es die Bundessieger der Betriebssammlungen mit drei und vier Tieren zu küren.
Hier überzeugte die überaus harmonische und gut abgestimmte, sowie perfekt aufgestellte Gruppe von Norbert Uebler und brachte somit den Bundessieg.
Der Reservesieg ging ebenso verdient an Johannes Schmidt.
An dieser Stelle sei allen Siegern, Reservesiegern sowie allen Teilnehmern sehr herzlich zu dieser Veranstaltung gratuliert. Perfekte Organisation und nicht zu unterschätzender Aufwand haben ein eindrucksvolles und vor allem ein gelungenes Fest für die Pinzgauerzucht möglich gemacht. Möge es Ansporn für weitere Aktivitäten sein!
Thomas Sendlhofer



