Erfolgreicher Slowakei-Export
Zuchtstier STUBACH übersiedelte in die Hohe Tatra!
Beim Frühjahrsstiermarkt am 29. März wurde der Pinzgauer Stier STUBACH nach Stabil und Stahl aus einer Gimpl Tochter vom Slowakischen Mutterkuhbetrieb Pol´nohospodarske Durzstvo LCV gekauft.
So machten sich Anita und Helmut Meusburger am Dienstag, 3. April um 3 Uhr nächtens auf den Weg nach Cimhova, um den Stier in seine neue Heimat zu bringen. Nach einer spannenden Reise, die 11 Stunden dauerte und 768 km lang war, kamen wir am Betrieb unter der Leitung von Ing. Vit Celko an. Der Stier bekam eine große Box und konnte sogleich mit den Kühen Kontakt aufnehmen.
Der Betrieb umfasst 400 Muttertiere, welche auf zwei Betriebe aufgeteilt sind. Es werden 200 Stück Pinzgauer in Reinzucht, 200 Stück Limousin und Charolais gehalten. Es gibt ca. 2000 ha Grünland-, Acker- und Waldwirtschaft.
Die Rasse Pinzgauer ist in dieser Region historisch, da sie dort schon lange gehalten wird. Aufgrund des schlechten Milchpreises wurde der Betrieb vor 4 Jahren optimiert und auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Die männlichen Kälber werden nach 5 bis 6 Monaten verkauft, alle weiblichen Kälber aufgezogen. Im Winter befinden sich die Tiere im Stall und werden mit Grassilage, Hafer und Heu gefüttert. In den Monaten zwischen Mai und Oktober befindet sich die Mutterkuhherde mit den Stieren ganztägig auf der Weide. Zudem werden in der Winterzeit auch Besamungen durchgeführt. Eingesetzt wird dabei internationale Genetik (Ravensbrook, Amadeus, Wodan, Grit, Horio...)
Der Stier STUBACH wird am Betrieb als Primär-Stier für 100 Kühe verwendet.
Zur großen Leidenschaft des Betriebsführers Ing. Vit Celko gehört sein Wildgehege mit Mufflons, Rehböcke und Damwild. Diese Anlage ist ein wichtiger Lebensraum für Vögel und Fischotter. In der Slowakei stehen auch Bären und Wölfe auf dem Abschussplan.
Es war eine schöne Reise durch verschiedene Landschaften mit unterschiedlichen Wirtschaftsformen. In der Region um Bratislava sind vorwiegend große Ackerbaubetriebe und weniger Tierhaltung zu finden. Je weiter wir an die Polnische Grenze kamen, umso kleiner sind auch die landwirtschaftlichen Strukturen. Große Betriebe sind hier eher die Ausnahme. Jedes Haus in den ländlichen Regionen hat einen Stall und eine kleine Anbau- und Weidefläche.
Zunehmende Bedeutung erfährt in dieser Region der Tourismus, es gibt Schilifte und es wurden Thermen gebaut. Die Klimaverhältnisse und Vegetationen sind mit unserer Region vergleichbar.
Wir möchten uns auch noch einmal für die nette Gastfreundschaft und die gute Bewirtung bedanken.
Bevor wir uns aus der interessanten Gegend verabschiedeten, galt natürlich STUBACH noch ein Besuch. Für ihn war die Umstellung absolut kein Problem, am zweiten Tag war er schon in einer Box mit vier Kühen und fühlte sich sichtlich wohl.
Anita Meusburger





