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Erlebnis Jungzüchtertag

Pinzgauer zum Träumen! Qualitätsherde der Familie Reiter, Untergrünstein in Pfarrwerfen
Ein kleines Danke für eine große Einladung! Monika und Ernst Reiter mit dem Organisator Josef Stock
Das Jungvieh am Schnurnhof genießt's im Auslauf!
Sehr herzlich und gastfreundlich - Inge und Josef Stock!
Mit viel Lebensfreude und Fleiß am Werk - Anni und Sebastian Reiter!
Traumhaft leben auch die Kühe am Vorderfrommhof!
Ein interessanter Bauer - Hermann Rainer weiß sehr viel zu erzählen!

Hoch interessante Betriebskonzepte und prächtiges Herbstwetter!

Familie Reiter, Untergrünstein, Pfarrwerfen
Mit einem Paukenschlag startete die eher kleine Truppe am Untergrünsteinhof in Pfarrwerfen, wo Monika und Ernst Reiter in wunderschöner, etwas abgeschiedener Lage ihren Hof bewirtschaften. Bedingt durch einen fordernden Haupterwerb verwirklichte Fam. Reiter im Jahr 2000 mit dem Stallneubau die Umstellung auf Mutterkuhhaltung, die qualitativ unbestritten zu den bestem im Land zählt! Sehr überzeugend präsentierte sich die Herde von 13 Mutterkühen samt Zuchtstier ARON, (ein aus Kärnten stammender Amadeus-Enkel), welche mit überdurchschnittlichem Rahmen und sehr guter Bemuskelung beeindruckte.
Dementsprechend leicht gestaltet sich die Vermarktung der Nachkommen, die als BIO-Jungrinder über Tauernlamm vermarktet werden. Zudem werden die langjährigen (und immer mehr werdenden) Fleischkunden mit Beef bzw. Ochsenfleisch versorgt, welches jährlich 4-5 Jungrinder sowie 1-2 Ochsen liefern.
Dass hier mindestens ein grüner Daumen zu Hause ist, verriet der Anblick der Garten- und Hofanlage, für die Bäuerin Monika verantwortlich zeichnet. Ihr besonderes Talent setzt sie zudem beim Maschinenring ein, wo sie über den Sommer tageweise Hotelgärten pflegt und betreut.
Inmitten ihres schönen Gartens mit Kräuterschnecke, Backofen, etc… wartete Monika mit dem ersten Buffet des Tages auf – bestes Bauernbrot mit Käse belegt und schmackhafter Kuchen machten den Anfang eines kulinarisch ebenso bestechenden Tages…


Familie Stock, Schnurn, Bischofshofen
Beim „Stadtbauern" in Bischofshofen war die nächste Haltestelle und das nächste Staunen somit garantiert. Wie ein Schmuckkästchen präsentiert sich der Schnurnhof in schönster Lage hoch über Bischofshofen und bietet allerlei Aussichten vom Buchberg bis zur großen Sprunganlage der Paul-Außerleitner-Schanze.
Wie geleckt  zeigten sich nicht nur die ansprechenden Milchkühe, sondern der gesamte Hofbereich, wo vier Generationen ihr Zuhause haben. In seiner Vorstellung hob Josef Stock besonders den Fleiß der gesamten Großfamilie hervor, der Voraussetzung für die erfolgreiche Bewirtschaftung des Schnurngutes ist. Obwohl mit 43 Jahren noch jung, steht die nächste Generation schon in den Startlöchern, denn Junior Josef ist nicht nur als Jungzüchter-Obmannstellvertreter ein Vorbild, sondern auch in Sachen Zucht höchst engagiert und interessiert!
Familie Stock bewirtschaftet insgesamt 10 ha Fläche (6 ha Eigengrund) mit einem Viehbestand von ca. 25-30 Stück. 12 sehr leistungsstarke Kühe, großteils PI x RF, aber auch reinrassige sind für die Erfüllung der Milchquote von 70.000 kg verantwortlich und leben seit 2008 im um- und neugebauten Laufstall.
Die Vermarktung der Zuchttiere erfolgt über die Versteigerung in Maishofen, einige Kühe sowie ein verheißungsvoller Zuchtstier warten demnächst auf ihren Auftritt!
Als Profis werken „Stocks" aber nicht nur am Hof, denn während Bäuerin Inge und die Schwiegereltern den „Laden daheim schupfen", sind die Männer erfolgreich in der KFZ-Branche tätig – sollte man also den Kauf eines neuen und schönen Autos erwägen, ist man bei Josef Stock genau an der richtigen Adresse!
Nach der eindrucksvollen Herden- und Hofbesichtigung waren bereits angenehme Grilldüfte zu verspüren – die Remise wurde kurzerhand in eine liebliche Gaststube verwandelt und bot Platz für eine sehr wohltuende Mittagsstunde! (die auch die Erntedankbesucher zu nutzen wussten, denn neben Freunden und Bekannten gesellte sich auch kurzerhand der Oberlehenbauer mit seinen beiden Fuchsstuten zur fröhlichen Runde)

Familie Reiter, Kurzgrub, Pfarrwerfen
Das Ankommen am Kurzgrubhof glich fast einem Eintritt ins Freilichtmuseum – ein wunderschönes Ensemble von uralten Holzgebäuden – eingefasst von herrlicher Bepflanzung und unzählbaren Obstbäumen - erwartete die Besucher im Ortsteil Grub.
Anni und Sebastian Reiter hießen auf ihrem Hof willkommen und Betriebsführer Sebastian erläuterte das Konzept seines Betriebes, welcher seit dem Jahr 2000 Mitglied im Rinderzuchtverband Salzburg ist.
Relativ intensiv werden die 15 ha Grünland genutzt, das Futter für 21 leistungsstarke Pinzgauer (teilweise mit RF eingekreuzt) sowie das Jungvieh einbringt. Arbeitstechnisch recht mühsam und aufwendig gestaltet sich die Arbeit in den beiden Stallungen, die aus dem Jahre 1566 bzw. noch früher datieren.
Was fürs Auge sehr schön und vor allem romantisch wirkt, ist im Alltag sicher nicht einfach – umso beachtlicher, wenn solche Gebäude erhalten und bewirtschaftet werden!
Sehr positiv zum Gedeihen trägt auf jeden Fall die enorme Lebensfreude von Bäuerin Anni bei, ist es bei einer derart positiven Ausstrahlung nicht verwunderlich, dass Pflanzen Ausdehnungen annehmen, die eher an einen Urwald als einen Bauerngarten erinnern.
Hier wachsen Blumen, Sträucher und Pflanzen, die man am ehesten in exotischen Gewächshäusern sieht – z.B. Tomatenbaum, Bayern-Kiwi, Pfirsiche, Kürbisse und vieles mehr sorgten für großes Staunen und Bewunderung!
Inmitten dieser Idylle war auch die gebotene Jause ein förmlicher Genuss – dem frisch gebackenen Kletzenbrot, Kuchen und pikanten Brötchen konnte man sich keinesfalls entziehen!

Familie Rainer, Vorderfromm, Werfenweng
Viel zu schnell kam der letzte Programmpunkt, aber umso mehr Begeisterung zeigte sich beim Ankommen in der landschaftlichen Schönheit der Wenger-Au in Werfenweng, die an Wochenenden nicht umsonst regelrecht „gestürmt" wird. Nicht nur der Landschaft wegen, sondern auch des Betriebskonzeptes halber ist ein Besuch bei Maria und Hermann Rainer ungemein lohnend. Mit sehr viel Ehrlichkeit und Transparenz erzählte Hermann vom Hof, der stets auf Entwicklung und Innovation ausgerichtet war.
1977 wurde der Betrieb „Vorderfromm" vom Vater gekauft, anschließend wurde die sehr großzügige Hofstelle errichtet und bereits 1985 eine Hackschnitzelheizung eingebaut, welche damals in Österreich noch absolut nicht gängig war und deshalb aus Schweden importiert wurde.
2000 übernahmen Hermann und Maria den Betrieb, erneuerten die drei Ferienwohnungen (die 50 % des Einkommens sichern) und bewirtschaften mit viel Einsatz und Leidenschaft ihren Hof, der eine Fläche von insgesamt 54 ha umfasst. (davon 39 ha Wald).
Der Viehbestand umfasst momentan 18 Kühe samt Nachzucht und das eindeutige Credo des Bauern lautet, sich künftig nur mehr der Reinzucht zu widmen. So sind eine Fleckviehkuh sowie die eingekreuzten Pinzgauer-Kühe sogenannte „Auslaufmodelle", sämtliche Anpaarungen werden nur mehr reinrassig durchgeführt.
Die Aufgeschlossenheit des Bauern zeigt sich in der Teilnahme an verschiedensten Fortbildungen – so ist er bereits seit 2001 Mitglied beim Arbeitskreis Milchvieh und seit längerer Zeit überzeugt von Kurzrasenweide und Kälberaufzucht „ad libitum". Überzeugen kann man sich von diesen Praktiken an Ort und Stelle, sieht man eher selten so wohlgenährte Kälber und beste Weidelandschaft, von der die gesunden, vitalen Kühe profitieren.
Und auch hier galt es wiederum, bei großer Gastfreundschaft zu verweilen, sich auszutauschen und bei einer Tasse Kaffee und besten Happen einen unglaublich schönen Tag abzuschließen.

An dieser Stelle ein ganz großes Vergelt’s Gott allen vier Züchterfamilien, die mit enormer Gastfreundschaft, Ehrlichkeit und Freude an der Gemeinschaft bereit waren, Tür und Tor zu öffnen. Dies erfordert ein hohes Maß an Idealismus, das alles andere als selbstverständlich ist! Wir schätzen es und sagen DANKE!!

Höchste Anerkennung verdient an dieser Stelle Jungzüchter-Obmannstellvertreter Josef Stock, der alle Betriebe persönlich besuchte und mit der perfekten Organisation eine sehr wertvolle Arbeit leistete! Vielen Dank!

Christina Sendlhofer

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