Exkursion der Salzburger Mutterkuhhalter
Pinzgauer Mutterkuhbetriebe präsentierten sich
Zwei interessante Pinzgauer Mutterkuhbetriebe im Pongau waren am Samstag, den 30. Oktober 2010 das Ziel von rund 50 interessierten Mutterkuhhaltern und manchen, die es werden wollen.
Neben den Betriebsbesichtigungen war die Vorstellung der Idee des Arbeitskreises Mutterkuhhaltung Inhalt der Veranstaltung, die gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft der Pinzgauer Rinderzuchtverbände und der Landwirtschaftskammer Salzburg organisiert wurde.
Am Vormittag stellte uns Hotter Martin, Oberschwaig seinen Betrieb in St. Veit im Pongau vor. Der Betrieb wurde bis 2007 als extensiver Milchbetrieb geführt. Um die Hutweiden am Heimbetrieb und die zugepachtete Alm, die nur durch einen einstündigen Fußmarsch zu erreichen ist, besser auszunutzen, wurde auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Im neu erbauten Stall stehen 20 Pinzgauer Mutterkühe, die reinrassig mit einem genetisch hornlosen Stier angepaart werden. Die Kälber werden entweder als vier Monate alte Milchmastkälber oder als schlachtreife Jungrinder mit rund 10 bis 12 Monaten vermarktet. Die Hälfte der Tiere wird über den Bauernladen in Schwarzach und St. Johann direkt vermarktet, die andere Hälfte geht an die Erzeugergemeinschaft Salzburger Rind.
Zum Mittagessen kamen die Mitglieder des Arbeitskreises Mutterkuh mit Schwerpunkt Pinzgauer aus Kärnten zur Gruppe dazu, die ihre Exkursion nach Salzburg machten. Diese besuchten am Vormittag den bekannten Pinzgauer Mutterkuhbetrieb Dick in Maishofen. AK-Leiter Dietmar Grilz von der LK Kärnten stellte die die Arbeit der Arbeitskreise in Kärnten und erste interessante Ergebnisse vor. Sandra Pfuner von der LK Salzburg stellte die Möglichkeiten für Salzburg vor und lud alle Interessierten ein, die Chance auch in Salzburg zu nützen und in die Arbeitskreisberatung einzusteigen.
Gemeinsam mit den Kärntnern wurde am Nachmittag die Fahrt ins Gasteinertal angetreten. Zweiter Exkursionspunkt war der Betrieb Scharfetter, Weitmooser in Bad Hofgastein. Der Pinzgauer Weltpräsident Hans Scharfetter bewirtschaftet mit seiner Familie einen Mutterkuhbetrieb mit 30 Muttertieren, 2 Zuchtstieren und der Nachzucht. Vermarktet werden die Jungrinder vor allem in der eigenen Schihütte auf der Schlossalm. Die Tiere fühlen sich im neu erbauten Liegeboxenlaufstall sehr wohl. Im Sommer beweiden die Tiere die weitläufigen Almflächen der Schlossalm und können die Vorteile der Pinzgauer Rasse im Berggebiet ausspielen.
Die Exkursion fand dann in der Knappenstube des Weitmooserschlössl mit einer guten Jause einen gemütlichen Ausklang. Ein herzliches Dankeschön der Familie Scharfetter für ihre Gastfreundschaft.
Es wird in Salzburg mehrere Arbeitskreise für die Mutterkuhhaltung geben, gebietsweise und einen speziell für die Rasse Pinzgauer.
Interessierte können sich in der LK Salzburg bei Sandra Pfuner unter 0662/870571-252 melden.
DI Mathias Kinberger, ARGE Pinzgauer
DI Sandra Pfuner, LK Salzburg
