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F.E.R.B.A.

Die Vertreter der Europäischen Höhenrinderrassen treffen sich einmal im Jahr
Das Vertreten gemeinsamer Interessen ist ein großes Anliegen der F.E.R.B.A.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ausstellung der Hinterwälder-Rasse
Im Preisgericht fungierten u.a. Mathias Kinberger und Christian Dullnigg
Bei den Hinterwäldern handelt es sich um kleine und leichte Kühe, die sich den Gegebenheiten optimal angepasst haben
Natürlich dürfen Pinzgauer nicht fehlen! Mathias Kinberger organisierte den Export zweier Kälber, die von Franz Riedlsberger, Stockerhaid zu Simon Schwab in den Schwarzwald wechselten!

Jährliche Tagung der Bergrinderrassen heuer im Schwarzwald!

Die Vereinigung der Europäischen Föderation der Rinderrassen des Alpensystems tagte diesmal im Schwarzwald. Präsident Giovanni Polla aus dem Rendenatal konnte die Mitglieder fast vollzählig begrüßen.

Einmal mehr wurde betont, dass kleine Rassegruppen wie Grauvieh, Pinzgauer, Valdostana, Rendena, Vogesen, Vorder- und Hinterwälder, Herens, Tarentaise und Abondance ihre Anliegen gemeinsam artikulieren, formulieren und dann regional  vorbringen und fallweise gemeinschaftlich intervenieren. Generell haben fast alle Vertreter der jeweiligen Rasse das Gefühl, dass die Generhaltung in Europa ernst genommen wird. Dazu werden auch entsprechende Fördergelder zur Verfügung gestellt. Jedoch ist es ständig notwendig auch Aufmerksamkeit zu erregen und präsent zu sein. Besonders wichtig erscheint auch, dass die kleinstrukturierten alpinen Systeme erhalten bleiben. Dies ist ohne massive Unterstützung nicht möglich. Es gibt ausreichend Beispiele in Regionen, wo die Landwirtschaft vernachlässigt wurde und großflächig Wirtschaftsräume zusammengebrochen sind.

Die FERBA wird wieder eine Resolution verfassen, welche von allen Mitgliedern direkt bei Organisationen und politischen Vertretern vorgebracht wird und dann zentral über EU-Abgeordnete eingebracht wird.

Die FERBA beteiligt sich auch an einem Projekt für „Nachhaltige Landwirtschaft in alpinen Regionen“. Dieses Projekt wird von Universitäten in Mailand und Wien, von Organisationen in der Schweiz, Italien und Deutschland entwickelt und getragen. Rund 2 Mio. Euro werden dazu veranschlagt. Vor allem die Produktentwicklung und Vermarktung steht im Mittelpunkt. Von der Urproduktion bis zur fertigen Vermarktung sollen Erzeugnisse aus der regionalen Landwirtschaft gestärkt, unterstützt oder entwickelt werden. Es bestünde auch die Möglichkeit als Einzelorganisation am Projekt teilzunehmen. Für die ARGE Pinzgauer fehlen dazu aber die notwendigen Personalreserven.

Im Schwarzwald feierten die Hinterwälder ihr 125jähriges Bestandjubiläum. Dazu wurde in Utzenfeld eine ansprechende Hinterwälderschau von der Rinderunion Baden-Württemberg organisiert.
Das Hinterwäldervieh ist eine kleine, leichte Rinderrasse mit einem Lebendgewicht zwischen 400 und 500kg  und einer Milchleistung zwischen 3000 und 4000 kg Milch. Hinterwälder sind an das extrem steile, saure und karge Gelände angepasst. Der Schwarzwald selbst ist ein Beispiel für eine Region, wo die Landwirtschaft vernachlässigt wurde, Betriebe sehr extensiv geführt werden und der Verlust der Kulturlandschaft überall erkennbar ist. Erst jetzt und doch zu spät erkennt man, dass die Offenhaltung der Landschaft eine große wirtschaftliche Bedeutung hat. Mit allen möglichen und geförderten Alternativen (Ziegen, Esel,…) wird versucht, die Verwaldung der ehemaligen Felder und nunmehrigen Weiden zu stoppen. Die Landwirtschaft hat aber ihren Stellenwert und damit auch ihre Identität verloren, eine Rekultivierung wird nur partiell gelingen.

GF DI Mathias Kinberger und Obmann Christian Dullnigg waren bei der FERBA-Tagung vor Ort und haben  am Sonntag, 4. Mai auch bei der Hinterwälderschau im Preisgericht mitgewirkt.

Auch für uns als Pinzgauer Züchter ist es wichtig ein Netzwerk mit Gleichgesinnten zu bilden und gemeinsame Interessen zu vertreten.

Christian Dullnigg

 

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