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Gelungener Start mit Pinzgauern!

Schöner Blickfang - die Pinzgauer-Herde vom Bichlhof in Marktschellenberg!
Schöner Blickfang - die Pinzgauer-Herde vom Bichlhof in Marktschellenberg!
Ein stattliches Anwesen, das benachteiligten Kindern Heimat und liebevolle Betreuung gibt!
Ein stattliches Anwesen, das benachteiligten Kindern Heimat und liebevolle Betreuung gibt!
Annemarie Sterzinger und Tobias Schäfer begrüßen eine Neue am Bichlhof - eine Jungkuh (V.Sterz) von Andrea Höller, Niederlehen in Wagrain
Annemarie Sterzinger und Tobias Schäfer begrüßen eine Neue am Bichlhof - eine Jungkuh (V.Sterz) von Andrea Höller, Niederlehen in Wagrain
Jährlicher Fixpunkt - der Besuch des Jungviehs auf der Alm von Georg Lenz in Schönau/Königssee.
Jährlicher Fixpunkt - der Besuch des Jungviehs auf der Alm von Georg Lenz in Schönau/Königssee.
Man präsentiert sich auch gerne! Hier am Handwerksmarkt von Marktschellenberg
Man präsentiert sich auch gerne! Hier am Handwerksmarkt von Marktschellenberg

Der Kinderhof am Bichl in Marktschellenberg stellt sich vor!

Hoch über Marktschellenberg liegt der Kinderhof am Bichl, mit anschließendem Bergbauernbetrieb von Annemarie Sterzinger. Hier auf ca. 800 Meter Seehöhe bewirtschaften wir einen Pinzgauer Zuchtbetrieb. Der Hof gehört zu einem heilpädagogisch orientierten Kinderheim.

Zum Betrieb gehören ca. 15 ha teils eigenes oder gepachtetes Grünland. 12 ha werden zwei bis dreimal gemäht, der Rest wird als Weidefläche genutzt. Im Stall stehen momentan 12 Stück Vieh, davon 7 Milchkühe. Der Rest ist die Nachzucht der Pinzgauer. Bei den 7 Milchkühen sind 5 Stück reinrassige Pinzgauer, die wir seit April 2013 in gewissen Abständen, über Maishofen beziehen. Die anderen 2 Stück sind noch alter Bestand von Rotbunten und Fleckvieh. Diese Richtung der hohen Milchproduktion, haben wir nach dem Stallumbau 2011 abgesetzt und haben nach alternativen Formen gesucht.

Bei meinen ersten Besuch in Maishofen 2011 mit Familie Fritz/Aschauer aus Oberau/BGD, die seit langem auf Pinzgauer in Mutterkuhhaltung setzen, konnte ich mich davon selbst überzeugen, dass das Pinzgauer-Rind eine schöne, alte Rasse ist und schon begann die Liebe zu diesem besonderen Vieh. Kaum am Hof, führten wir umgehend Gespräche über mein Ziel und ich bekam sofort Unterstützung von den Verantwortlichen vom Bichlhof und so war es im April 2013 soweit. Wir fuhren nach Maishofen, knüpften sogleich Kontakte und fuhren mit zwei Pinzgauer Jungkühen zurück. Nach kurzen Startschwierigkeiten läuft die Zucht auf Hochtouren und wir freuen uns über die fast ausschließlich weibliche Nachzucht, die unseren Betrieb rasant wachsen lässt. So freuten wir uns über Platz 6 im Jahr 2014, der milchleistungsprüfenden Pinzgauerbetriebe im RZV Traunstein und 2015 über Platz 4.

Das Ziel ist aber, gesunde, alt werdende und fitbleibende Kühe, mit einer gesunden Milchleistung und guter Fruchtbarkeit. In der Winterfütterung legen wir viel Wert auf Grassilage, Heu und wenig Einsatz von Kraftfutter. Im Sommer bekommen die Pinzgauer bestes Gras und Heu, was sie großteils beim täglichen Weidegang zu sich nehmen. Mineralfutter und Natursalz beziehen wir über die von uns belieferte Molkerei Berchtesgadener Land aus Piding, die auch das zugehörige Kinderheim mit frischen Milchprodukten und anderen Produkten aus ihrem Molkereibetrieb beliefern. Zum Betrieb gehören 5 Pferde und 2 Ponys. 2 Haflinger Stuten wurden vor vielen Jahren in Maishofen von einer Schutzgemeinschaft ersteigert und an uns vermittelt. Diese werden wie andere, als Reitpferde von den Kindern genutzt. Des Weiteren hab wir ca. 40 Hühner, die uns mit Eier versorgen, sowie Hund, Katze und Maus, wie auf jedem Bauernhof auch.

Das Wohl der Tiere und der Kinder liegt uns besonders am Herzen. Deshalb bekommen unsere Pinzgauer von April bis November Weidegang und das Jungvieh wird seit vielen Jahren als Stellvieh auf die Alm getrieben. Seit 2015 kommt unser Jungvieh auf die Alm von Familie Georg Lenz (Grafenlehen/Schönau am Königssee). Männliche Kälber werden seit vielen Jahren von Familie Kranawetvogl aus Marktschellenberg angekauft und dann als Ochsen vermarktet. Doch so wie jedes Jahr, haben wir viel vor. Wir besuchen mit den Kindern Veranstaltungen, wie das Pinzgauer Jungkuhchampionat oder die Landestierschau, wo die Kinder mit großen Interesse die Veranstaltungen verfolgen und sogar Wetten abschließen, welche Kuh gewinnt.

Einmal im Jahr besuchen alle Kinder und Angestellte das Jungvieh auf der Alm. Wo wir nach einer unterhaltsamen Wanderung mit Kraxen und Buggy, eine gute Brotzeit zu uns nehmen. Nach viel Spaß und Spiel am Brunnentrog treten wir den Rückweg an, der uns über die Almen in National Park Berchtesgaden führt. Im Herbst 2015 waren wir beim historischen Kirtag in Marktschellenberg, wo altes Handwerk und alte Tierrassen auf dem Viehmarkt ausgestellt wurden. Unseren Pinzgauer wurde großes Gefallen entgegen gebracht wurde und die Veranstalter zollte uns viel Lob und Anerkennung.

Eine Woche später fuhren wir, so wie jedes Jahr wieder mit den Kindern zur Franz-Josephs-Höhe am Großglockner. Diese Fahrt hat sich in Laufe der Jahre zum festen Bestandteil entwickelt und ist immer wieder ein großes Ereignis für die Kinder. In diesen Sinnen und im Sinne aller Bichlhofer, möchte ich mich bei allen bedanken, die uns unterstützen. Vor allem Frau Sendlhofer vom RZV Salzburg, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht und allen Beteiligten, die hinter der Rasse Pinzgauer stehen und den Erhalt der Rasse in Bayern unterstützen.

Tobias Schäfer


Lieber Tobias,

ein ganz großes DANKE für deinen gelungenen Beitrag. Ich weiß, welch wertvolle Arbeit ihr alle am Bichlhof leistet - nicht nur mit der Blickrichtung auf eure schönen Pinzgauer, sondern vor allem in Bezug auf euren Dienst an den Schwächsten unserer Gesellschaft, nämlich Kinder, die sich ihren Platz nicht aussuchen können. Für all eure Hingabe und Fürsorge gebührt euch größte Anerkennung und Wertschätzung!
Darüber hinaus erfüllt es mich natürlich mit Freude, wenn es Pinzgauer sind, die einerseits wertvolle Streicheleinheiten genießen und andererseits das Gefühl von Geborgenheit und Angenommensein vermitteln dürfen! Alles Gute für den Bichlhof!

Christina Sendlhofer

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