GENERALVERSAMMLUNG der ARGE Pinzgauer
Intensives Jahresprogramm mit vielen zukunftsweisenden Entscheidungen
In der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Winklhof fand heuer die Generalversammlung der ARGE Pinzgauer statt. Obmann Christian Dullnigg berichtete über ein sehr arbeitsintensives und richtungsweisendes Jahr, welches von zahlreichen wichtigen Maßnahmen geprägt war.
Die Umsetzung des neuen Pinzgauer Zuchtprogamm in Zusammenarbeit mit Ja! Natürlich erwies sich als sehr positiv und stieß auf breite Akzeptanz der Züchterschaft.
Mit der Gründung des Vereines GENUSSREGION Pinzgauer Rind wurde eine ideale Plattform geschaffen, um die Vermarktung von Pinzgauer-Qualitätsrindfleisch bestmöglich zu bewerben und gezielte Akzente zu setzen. So stand z.B. die Verpflegung bei der Verbandsrinderschau im Zeichen der Genussregion, wo ausschließlich Pinzgauer Rindfleischgerichte angeboten wurden.
GF Mathias Kinberger präsentierte einen umfangreichen Tätigkeitsbericht, welcher die überaus zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr belegte.
TZD Irmgard Mitterwallner erläuterte in ihrem Beitrag das neue Österreichische Tierzuchtrecht, welches für sämtliche Rassen ein anerkanntes Zuchtprogramm fordert. Für die Rasse Pinzgauer wurde dieses von Bruno Deutinger und Thomas Sendlhofer in Zusammenarbeit mit den Verbänden Kärnten und Steiermark ausgearbeitet.
Ein großes Anliegen für die Zukunft ist für den Südtiroler Verband der Beitritt zum RDV, um vergleichbare Daten mit Österreich und Deutschland zu bekommen. Mit diesem Schritt würde auch die gewünschte gemeinsame Zuchtwertschätzung erfolgen.
In den Länderberichten gab es durchaus positive Meldungen zu verzeichnen: viele publikums- und werbewirksame Auftritte, steigende Betriebs- und Kuhzahlen und intensive Bemühungen, die Pinzgauer bestmöglich zu bewerben und zu vermarkten.
RZV-Vorstandsvorsitzender Martin Innerhofer berichtete von der Umstellung auf die eintägige Versteigerung, welche sich als ein unverzichtbarer Schritt erwiesen hat. Gerade auch die gleichbleibende Versteigerungsreihenfolge mit Beginn der Rasse Pinzgauer ist absolut kein Nachteil - negativ zu bemerken ist einzig der unzufriedene Preis der trächtigen Rinder, wo zukünftig mit gezielten Maßnahmen angesetzt werden soll.
Zuchtberater Thomas Sendlhofer nahm Bezug zur Zuchtsituation und stellte das aktuelle bzw. zukünftige Teststierangebot vor. Im letzten Jahr wurden ca. 120 Anpaarungsvorschläge für Teststiermütter ausgegeben, rund ein Viertel dieser Kühe wurde dementsprechend belegt, was heißen soll, dass hier sicher noch Aufholbedarf besteht. Für jede erfolgreiche gezielte Paarung werden aus den Zuchtprogrammsfördermittel von Ja! Natürlich € 50 ausbezahlt.
Weiters wurden wiederum zahlreiche Nachzuchten bewertet, sodass sich für den Herbst wieder 2 bis 3 Stiere für den Wiedereinsatz empfehlen werden.
Im Anschluss an die Vollversammlung lud die Hausherrin der LFS Winklhof, Dir. Andrea Altenberger zum köstlichen Mittagessen. Bevor die Versammlungsteilnehmer den Tennengau in alle Richtungen verließen, gab es als Abrundung eine interessante Führung durch den Schulbetrieb.
Ein ganz herzliches DANKE an dieser Stelle an die Direktorin Andrea Altenberger, die mit großer Herzlichkeit und Transparenz durch das Gelände der Landwirtschaftlichen Fachschule führte.
Christina Sendlhofer








