Genussvolle Almzeit - eine geschenkte Zeit!


Wunderbare Begegnungen in den Bergen unserer Heimat!
Zu den schönsten sommerlichen Erlebnissen zählen Jahr für Jahr Wanderungen und Ausflüge auf die Almen und Berge unserer Heimat und darüber hinaus.
Dürfen wir uns doch als Priviliegierte zählen, in einem derartigen Paradies leben zu dürfen, wo einige Schritte genügen, um die Großartigkeit der Schöpfung erleben und genießen zu können.
Zahlreiche Begegnungen durften wir in den vergangenen Urlaubstagen erleben und laden zu einem wunderschönen Streifzug ein:
Immer wieder ein Genuss und jedes Mal ein Erlebnis ist unser Hausberg, die Schwalbenwand. Das tolle Gefühl, zu Fuß oder per Rad von der Haustür weg starten zu dürfen und mit einer Traumaussicht belohnt zu werden, ist nahezu unbeschreiblich. Am Gipfel begrüßt wird man hier von den Kraxlern unter den Rindern, natürlich den Pinzgauern. Schließlich sind sie es gewohnt - die Jungtiere von Johann Höller, Entfeld und Ferdinand Resch, Lehen, die auf ihren Heimhöfen im Thumersbachtal die Steilheit praktisch von der Pike auf lernen.
Einen herrlichen Almtag erlebten wir bei einem netten Besuch auf der Sulzkaralm in Filzmoos, wo wir unsere Kollegin Monika Schipflinger besuchten. Sie hat ihren Schreibtisch für drei Monate "Almdienst" getauscht, was man Monika durchaus nicht verdenken kann. Am Fuße der Bischofsmütze betreut Monika mit einer Freundin die Pinzgauer Herde von Matthias Ebner, Hammerbauer in Filzmoos und verzaubert die Gäste mit Almkulinarik höchster Stufe!
Sehr lohnend gestaltete sich ein Besuch im Froßnitztal in Matrei/Osttirol, wo die Pinzgauer von Josef Mattersberger ihre Sommerfrische verbringen. Etwas abenteuerlich gestaltete sich die Bewältigung des extrem anspruchsvollen Almweges, die dank der Fahrkünste des Almbauern und seines guten Fahruntersatzes aber problemlos verliefen. Die mühevolle Bewirtschaftung auf 2.000 m wird nur mehr von wenigen Bauern in Kauf genommen, von ursprünglich 16 Almbesitzern treiben nur mehr fünf ihre Tiere ins Froßnitztal. Sepp Mattersberger scheut keine Arbeit, so mäht er noch zahlreiche Steilhänge, um bestes Futter für seine Qualitätsherde zu gewinnen.
Belohnt wird man hier mit einem grandiosen Almgebiet, schönsten Pinzgauern und einem sehenswerten Hüttendörfchen, wo man sich aufgrund der liebevollen Erhaltung und köstlichen Bewirtung durchaus länger aufhalten könnte...(die liebe Verabschiedung mit bestem "Almbutter-Vorrat" lässt uns noch lange an diesen einmaligen Tag erinnern;)
Ein Erlebnis der besonderen Art sind auch die Oberpinzgauer Täler - mit dem heurigen Ziel, dem Hollersbachtal, welches fast unglaubliche Aussichten bietet. Wunderschön angelegte Wege führen zu einzigartigen Mäandern, Seen und ebenso schönen Pinzgauer-Herden, die auf über 2.000 m eine schöne, aber teilweise auch harte Sommerzeit verbringen.
Wahrlich sehenswerte Almgebiete findet man aber auch in anderen Ländern, so durften wir heuer einen speziellen Wandertag im deutschen Allgäu verbringen. Astrid und Josef Ellgass, passionierte Pinzgauer-Züchter und Wirtsleute aus Eglofs/Allgäu führten uns zu ihren Rindern am Fuße der Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen. Die liebliche Gegend mit weitläufigen, wunderschönen Almgebieten, unzählbaren, liebevoll gepflegten Hütten und die Begleitung von Menschen besonderer Art machten diesen Tag zu einem Erlebnis mit Seltenheitswert.
Wir dürfen also dankbar sein, für all die schönen und unwiederbringlichen Begegnungen mit Mensch und Tier, die wahre Tankstellen für den Alltag sind.
Großen Dank und Respekt verdienen sich die Erhalter und Pfleger unserer Landschaft, nämlich unsere Landwirte, die mit viel Mühe, Idealismus und Liebe zur Heimat die schönen Berggebiete bewirtschaften.
Wir sagen danke für die herzlichen Einladungen, die schöne, gemeinsam verbrachte Zeit und die wunderbaren Erlebnisse, die uns geschenkt wurden!
Christina Sendlhofer




