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Heimwärts von der Engalm übers Lamsenjoch...

Was robustes Almvieh auszeichnet - Trittfestigkeit und Robustheit sind am steinigen Weg gefragt!
Was robustes Almvieh auszeichnet - Trittfestigkeit und Robustheit sind am steinigen Weg gefragt!
Die schöne Schwarze von Hansjörg Reiter aus Schwaz - sie führte die Herde des Martererbauern durch die Gassen der Schwazer Altstadt!
Die schöne Schwarze von Hansjörg Reiter aus Schwaz - sie führte die Herde des Martererbauern durch die Gassen der Schwazer Altstadt!

Zwei g'standene Tiroler Bauern halten an der Tradition des Fußmarsches übers Gebirge fest - mit dabei sind auch ein paar schöne Pinzgauerinnen!

Noch in der Nacht zum Freitag startete der Jungbauer vom Nockhof in Terfens, Martin Höger mit seiner gesamten Herde zur zweitägigen Heimfahrt, die von der Engalm im Karwendelgebiet übers Lamsenjoch nach Terfens führt.

Martins große Fleckviehherde beinhaltet auch einen besonders schönen "Aufputz" - die kastanienbraune "Gams" (Zweitkalbskuh aus Lava x Astor aus der Zucht von Josef Berger, Grub in Saalbach), die dem Jungbauer viel Freude bereitet und die mit der extravaganten Heimfahrt heuer ihre Premiere erlebt...

Was die Kühe auf diesen Weg nach Hause leisten müssen, zeigen die Fotos - umso beachtlicher, wenn junge Bauern an dieser Tradition festhalten und derartige Mühen auf sich nehmen. 
Schließlich müssen die Kühe zwischendurch auch gemolken werden, was auf der Weide in der Nähe des Stifts Georgenberg in Fiecht geschieht.
Auf dieser Wiese bleibt die Herde über Nacht, bevor die Rinder samstags mit schönstem Glocken- und Kopfschmuck ausgestattet, die letzten Kilometer heimwärts zum Nockhof nach Terfens ziehen.

Wir möchten an dieser Stelle Martin Höger zu diesem besonderen Almabtrieb von Herzen gratulieren und viel Glück und Segen für seine tägliche Arbeit wünschen - möge er festhalten an dieser unglaublich schönen und einmaligen Tradition!

Dass die schöne Fleckviehherde eine prächtige "Pinzgauer-Bereicherung" erfahren hat, freut uns besonders und so wünschen wir uns natürlich, dass sich die Herde Stück für Stück kastanienbrauner färbt -
wir vertrauen hier auf Christoph Mühlegger, der uns nicht nur die schönen Bilder zukommen hat lassen, sondern auch ein Stück mit verantwortlich ist - dafür, dass sich die Pinzgauer auch in den guten Fleckviehbetrieben behaupten dürfen - danke Christoph!!


Nicht ganz so anstrengend ist die Heimfahrt von Hansjörg Reiter aus Schwaz, der seine Herde eintägig übers Lamsenjoch führt. Umso beeindruckender ist der wunderschöne "Zug", der angeführt von den erfahrenen Altkühen (darunter natürlich auch eine Pinzgauerin, eine Schwarze!!) durch die Altstadt von Schwaz führt.

Vier Kühe marschieren (ohne jegliche menschliche Begleitung!) voraus und wissen ganz ohne Navigation oder Stadtführer, in welches Gässchen sie ein- bzw. abbiegen müssen. Sie weisen der nachziehenden Herde (fürs Jungvieh ist es ja der erste Almsommer) den Weg heimwärts zum Martererhof, wo das gesunde Heimkommen groß gefeiert wird!

Alles Gute auch der Familie Reiter - Glück und Segen in Haus und Hof!

Christina Sendlhofer

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