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Jahreshauptversammlung der Pinzgauer-Jungzüchter

Davon leben Jungzüchterveranstaltungen - vom Informationsaustausch innerhalb Gleichgesinnter und Berufskollegen!
Davon leben Jungzüchterveranstaltungen - vom Informationsaustausch innerhalb Gleichgesinnter und Berufskollegen!
Sebastian Gruber erzählte vom unvergesslichen Sommer z'Alp!
Sebastian Gruber erzählte vom unvergesslichen Sommer z'Alp!
Familie Hechenberger heißt willkommen am Zwiesslegggut!
Familie Hechenberger heißt willkommen am Zwiesslegggut!
Zum Vie(h)lerlei am Zwiesslegghof gehört auch eine qualitätsvolle Mutterkuhherde!
Zum Vie(h)lerlei am Zwiesslegghof gehört auch eine qualitätsvolle Mutterkuhherde!
Martina und Martin Etzer freuen sich über die große Besucherschar am Kendlhof!
Martina und Martin Etzer freuen sich über die große Besucherschar am Kendlhof!
Beeindruckend - die große Reinzuchtherde von Familie Etzer!
Beeindruckend - die große Reinzuchtherde von Familie Etzer!
Auch typisch für Zusammenkünfte der Pinzgauer - die gelebte Gastfreundschaft, die alles andere als selbstverständlich ist!!
Auch typisch für Zusammenkünfte der Pinzgauer - die gelebte Gastfreundschaft, die alles andere als selbstverständlich ist!!

Eindrucksvoller Tag in St. Georgen/Pinzgau!

Nach einer langen „Durststrecke“, die mit Unsicherheit in der Organisation von Veranstaltungen verbunden war, war es endlich wieder möglich, die Jahreshauptversammlung der Pinzgauer Jungzüchter durchzuführen.

Obmann Josef Berger konnte einige Familien und ganz besonders viele der jüngsten Jungzüchter am letzten Märzsonntag 2022 beim Kirchenwirt in St. Georgen/Pzg. begrüßen. 

Sehr froh waren wir darüber, letztes Jahr doch zwei unserer Veranstaltungen, die bereits ein fixer Bestandteil unseres Jungzüchterjahres sind, durchführen zu können – wie die Almwanderung auf die Gruberalm in Saalbach und der immer sehr gut besuchte Jungzüchtertag – dieses Mal in Kössen. Auch ein Jungzüchterausflug ins Allgäu stand am Programm.

Von seinem Almsommer in der Schweiz erzählte uns Sebastian Gruber aus Großarl, der gemeinsam mit drei Freunden im Safiental 55 Milchkühe und 64 Stück Jungvieh zu betreuen hatte und die Milch zu Bündner Alpkäse und Butter verarbeitete. 

Es freute uns auch, ein paar Ehrengäste begrüßen zu können, unter anderem Landesbäuerin und LK-Vizepräsidentin Claudia Entleitner, die den Jungzüchtern zu ihrer tatkräftigen Arbeit gratulierte. Sie motivierte, dass wir Landwirte fest daran arbeiten müssen, die Wertigkeit unserer Produkte nach außen zu bringen und dass wieder viel mehr darauf geschaut werden muss, möglichst viel selbst zu produzieren – was uns allen doch in dieser aktuellen Zeit immer mehr bewusst geworden ist. 

Auch der Obmann der Tiroler Pinzgauerzüchter, Roland Dödlinger erwähnte ebenso, wie wichtig die transparente Arbeit der Landwirte ist, damit die Landwirtschaft und deren Produkte die gesellschaftliche Wertigkeit von früher erhalten.

Thomas Edenhauser, GF der Rinderzucht Salzburg lobte noch einmal die gelungene Durchführung des „Online Jungkuhchampionates 2021“ das großen Zuspruch erhielt, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit der Jungzüchter mit dem RZV und lud gleichzeitig zur 100+1 Jahrfeier der Rinderzucht Salzburg am kommenden Sonntag ein.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand die Besichtigung von zwei interessanten Zuchtbetrieben am Programm.

Familie Hechenberger, Zwiesslegg

Bei diesem traumhaftem Frühlingswetter gestaltete sich die Auffahrt zum Zwiesslegg fast wie eine Panoramafahrt und als sich uns dort angekommen ein traumhaftes Panorama und ein wunderschön gelegener Hof präsentierten, staunten wohl einige nicht schlecht. 

Karl Hechenberger ist Mitarbeiter des LKV Salzburg und Betreuer bei der EZG Salzburger Rind. Er erwähnte, dass seine Frau Barbara die meiste Arbeit am Hof dadurch überhat und auch sein Sohn Simon tatkräftig mithilft – wir alle wissen, dass ohne familiäre Hilfe die Arbeit am Hof kaum machbar wäre. 

Familie Hechenberger bewirtschaftet biologisch 15 ha Eigenfläche, davon je 5 ha Mähfläche, Hutweide und Wald. 6 ha Mähfläche haben sie im Tal gepachtet. Am Hof stehen sechs teils schwarze Mutterkühe mit ihren Kälbern, sechs Kalbinnen und ein Zuchtstier. Auf einfache Weise wurde der alte Anbindestall mit einer Außenfläche mit Tiefstreu erweitert und bietet genug Komfort für die sehr rahmigen Kühe. 

Eine weitere Leidenschaft der Familie bilden die Norikerzucht und ihre Schafe und Ziegen. 

Die Stierkälber werden an die Firma Hipp vermarktet und zu Babynahrung verarbeitet. Die weiblichen Kälber werden teilweise selbst zur Nachzucht gehalten und manche auch schon des Öfteren in die Schweiz exportiert. 

Wichtig sind Karl rahmige, fleischbetonte Mutterkühe – die aber eine mittlere bis gute Milchleistung aufweisen sollten – welche sich in der Ausschlachtung der Kälber widergibt. 

Familie Etzer, Kendlhof

Die 30-köpfige typvolle Pinzgauerherde der Familie Etzer war bereits vielen vom Auto aus bekannt – hat man doch einen wunderbaren Blick von der Bundesstraße in Gries auf den schön gelegenen Hof auf der anderen Seite des Salzach-Kraftwerkes. Der Kendlhof ist seit 1706 im Familienbesitz und wird in biologischer Wirtschaftsweise geführt. Die 29 ha Mähfläche, wovon 20 ha arrondiert sind, werden 3-4 mal gemäht und je zur Hälfte als Silage und Belüftungsheu an die Tiere verfüttert. 

Die Kalbinnen und der Großteil der Kühe verbringen den Sommer auf der Alm im Wolfbachtal. Martin ist Eigenbestandsbesamer und ihm ist der Teststiereinsatz sowie die saisonale Abkalbung wichtig, damit die Alm mit den trockengestellten Kühen bestoßen werden kann, und nur ca. 10 Stück im Sommer zu Hause gemolken werden müssen. 

Weitere Standbeine neben der Milchwirtschaft ist der Rinderverkauf und die Waldwirtschaft. Die Milch wird an die Pinzgaumilch geliefert, die Milchkühe über die Rinderzucht Salzburg und die männlichen Kälber über die Erzeugergemeinschaft vermarktet. 

2008 wurde der bestehende Stall zum Laufstall mit Spaltenboden und Liegeboxen für die Milchkühe und Tiefstreuflächen für die Kalbinnen umgebaut. 

Danke an die beiden Familien für das Öffnen ihrer Stalltüren und die nette Bewirtung. 

Anna Gruber

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