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Jubiläumsschau "100 Jahre Rinderzucht Enns-Pongau"

Gesamtsiegerin Original Pinzgauer - KRONE (V.Grimm) von Petra u. Michael Schiefer, Holzmann, Flachau
Gesamtsiegerin Pinzgauer - NIKOL (V.ScH Tornado) von Franz Laubichler, Thurnhof, Flachau
Verdiente Eutersiegerinnen - v.l. ORCHIDEE (V.Luggi) von Franz Laubichler, Thurnhof, Flachau und FICHTE (V.Liftler) von Petra u. Michael Schiefer, Holzmann, Flachau
Der fünfjährige Hannes Scharfetter vom Specherhof in Flachau mit ERIKA (V.Fill)
Ein großartiges Bild zum Ende eines gelungenen Tages - die Gesamtsieger aller Rassen!

Ennspongauer Vie(h)lfalt sorgt für grandioses Schaubild!

Perfekt organisiert und von strahlendem Sonnenschein und einer massenhaften Besucherschar belohnt -  unter diesen Vorzeichen stand die Jubiläumsschau am "Specherparkplatz" in Flachau, welche zum Anlass der 100-jährigen organisierten Rinderzucht Enns-Pongau ein beeindruckendes Statement zur Wertigkeit der bäuerlichen Arbeit in den Gemeinden Altenmarkt, Flachau, Radstadt, Forstau und Untertauern lieferte!

Die Rassengruppe Pinzgauer wurde von insgesamt 43 Kühen, die sich in drei Ringe Pinzgauer sowie zwei Original Pinzgauer-Gruppen teilten, repräsentiert. Bruno Deutinger, seines Zeichens Tierzuchtdirektor der LK Salzburg und als Preisrichter für die Rangierung verantwortlich, zollte den Züchterfamilien größte Anerkennung für die Qualität ihrer ausgestellten Kühe.

Großartige Finalentscheidungen
Am Ende waren es hervorragende Kühe, die um die großen Entscheidungen der Titelgewinne kämpften und einem souveränen Preisrichter gegenüberstanden.

Das Urteil der besten Original Pinzgauerkuh fiel letztendlich auf die körperhafte Viertkalbskuh KRONE (V.Grimm) von Petra und Michael Schiefer, Holzmann in Flachau, die neben ihrem kapitalen Auftreten auch ihre Leistungskraft beeindruckend zur Schau stellte!

In der Kategorie der gekreuzten Pinzgauer dominierte Zweitkalbskuh NIKOL (V.ScH Tornado, 63,4%RF) von Franz Laubichler, Thurnhof in Flachau, die mit ihrer mittelrahmigen, korrekten und sehr eleganten Erscheinung zu überzeugen wusste!

Bei der Wahl der finalen Eutersiegerinnen kam Deutinger bei den Original Pinzgauern um Jungkuh FICHTE (V.Liftler) von Petra u. Michael Schiefer, Holzmann in Flachau nicht herum. Die überzeugende, noch sehr junge Kuh, die bereits beim Jungkuhchampionat in Maishofen mit dem Reservetitel gekrönt wurde, bewies erneut ihr großartiges Potenzial und sicherte sich den Siegertitel!

Die Vorzüge in der Euterqualität der Pinzgauerkühe unterstrich ebenfalls eine Jungkuh - ORCHIDEE (V.Luggi, 72,1%RF) von Franz Laubichler, Thurnhof in Flachau, die ebenfalls beim Jungkuhchampionat in Maishofen schon mit ihrer Klasse beeindrucken konnte und dank ihres klaren Euters mit dem Siegertitel bedacht wurde!

Gebührender Festakt zum 100jährigen Gründungsjubiläum
Pünktlich zum Festakt gehörte die Bühne den Jüngsten, die anhand 30 Bambini  nicht nur die bunte Rassenvielfalt des Ennspongaues zur Schau stellten, sondern im Besonderen, dass Freude und Begeisterung für die Rinderzucht nicht früh genug beginnen kann!

Das große Spektrum der Rinderzucht zeigte sich im Auftritt der Generhaltungsrassen, welche in Form einer schwarzen Pinzgauerin, Pustertaler Sprintzen, Ennstaler Bergschecken und Original Braunvieh vertreten waren.

Dass neben aller Geschäfitigkeit auch Werte wie Dankbarkeit und Demut Raum finden sollen, gab Pfarrer Josef Hirnsperger in einer kurzen Andacht und Tiersegnung zu verstehen, indem er auf den Sinn des Sonntags aufmerksam machte."Ohne Sonntag kommen wir nicht weiter und deshalb müssen wir diese Tage herausheben, wo wir Feste feiern und Gott einen Platz einräumen, damit unsere Gesellschaft keine gottlose ist!", mahnte der Geistliche in seinen Worten.

Thomas Oberreiter, Bürgermeister aus Flachau, brachte als "Hausherr" viel des Lobes zum Ausdruck, indem er auf das Jubiläum "100 Jahre organisierte Rinderzucht" näher einging.
"Wenn wir uns bewusstmachen, in welch' armseligen Zeit sich die Menschen vor hundert Jahren befanden, so waren es die Bauern, die seit eh und je eine Konstante bilden, indem sie für die Nahrungssicherheit unserer Gesellschaft sorgen.
Sie sind es aber auch, die die Grundlage unserer touristischen Entwicklung bilden und dank ihrem Fleiß für eine gepflegte Kulturlandschaft zeichnen und somit der Gemeinde ein wesentliches wirtschaftliches Standbein sichern",
so der Ortschef, der Franz Laubichler größten Dank für die Organisation dieser gemeinschaftlichen Veranstaltung aussprach.

Anerkennend zeigte sich auch BBK-Obmann und Bundesrat Sylvester Gfrerer, der die Wichtigkeit des "Sichtbarmachens der Landwirtschaft" betonte und den Züchterinnen und Züchtern für die Teilnahme an Rinderschauen dankte. "Sie repräsentieren hiermit nicht nur die Qualität ihrer Tiere, sondern im Besonderen den Stellenwert der Rinderzucht, der im Salzburger Land glücklicherweise noch ein sehr hoher ist!", meinte Gfrerer.

Den anerkennenden Worten schließen wir uns an und gratulieren allen teilnehmenden Züchterfamilien zum Gelingen dieses wunderbaren Züchterfestes. Allen Verantwortlichen - an der Spitze Franz Laubichler und Kaspar Mayrhofer darf für den Mut und die Entschlossenheit, eine derartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen, von Herzen gedankt werden - weil es diese Feste braucht und wir ohne Sonntage nicht weiterkommen, wo die Früchte des täglichen Mühens zur Schau gestellt werden können! Vergelt's Gott dafür!

Christina Sendlhofer 

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