Jubiläumsschau "70 Jahre Pinzgauerzucht in Südtirol"

Südtirols Pinzgauerkühe sorgen für Begeisterung!
"Züchterherz, was willst du mehr?" - noch schöner hätten die Kommentare des souveränen
Preisrichters Bruno Deutinger nicht lauten können, als er die Gesamtsieger der Südtiroler Jubiläumsschau, welche aus Anlass 70 Jahre Pinzgauer-Rasse im Südtiroler Rinderzuchtverband am 11. Mai in St. Lorenzen organisiert wurde, verkündete.
Als ehemaliger Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes Salzburg und zudem "echter Pinzgauer" mit der Pinzgauerrasse sehr verbunden, zollte Deutinger den Ausstellern größten Respekt ob ihrer züchterischen Leistungen und ihrer Bereitschaft, diese ins Schaufenster zu stellen.
Der Auftrieb verzeichnete insgesamt 117 Pinzgauertiere aus 42 Zuchtbetrieben, beginnend bei den Bambinis bis hin zu den trächtigen Kühen. Siegfried Gatterer, Obmann der Südtiroler Pinzgauerzüchter brachte in seiner Begrüßung zum Ausdruck, wie groß das Bemühen um eine gemeinsame Richtung innerhalb der Züchter ist, um den Bestand der Pinzgauerrasse für die kommende Jahre zu sichern und einen züchterischen Fortschritt zu gewähren.
JUNGZÜCHTER
In zwei Gruppen präsentierten 17 motivierte Jungzüchter nicht nur erstklassige Kalbinnen, sondern auch durchaus engagierte Vorführleistungen, aus denen Bruno Deutinger seine ersten Entscheidungen zu treffen hatte.
Für die ersten Prämierungen sorgten die besten Vorführer - an der Spitze Lukas Rieper mit NADIN (V.Karat) von Thomas Aichholzer in Welsberg und Reservesieger Elia Kirchler mit MONALISA (V.Gustavo) von Gregor Martin Kirchler, Weißenbachl in St. Johann.
Über die besten Typtiere durfte sich Züchter und Besitzer Thomas Aichholzer doppelt freuen - NADIN, eine hochkarätige Karat-Tochter (vorgeführt von Lukas Rieper) siegte vor ESTELLE (V.Glido, vorgeführt von Gregor Stenmayr)
TRÄCHTIGE KALBINNEN und TROCKENSTEHENDE KÜHE
Wohl den schwierigsten Entschluss hatte Deutinger in der Siegerfindung der trockenstehenden Kühe und der trächtigen Kalbinnen zu treffen, galt es hier vornehmlich Vermutungen einer bestmöglichen Euterentwicklung anzustellen.
Im Finale der besten trächtigen Kalbinnen dominierte die vielversprechende, bestentwickelte ERIKA (V.Locki, Z.Matthias Ploner, Tantscher, Lajen) von Peter Bodner, Huber in Pfalzen, Reservesiegerin wurde die großrahmige, überaus korrekte SALLY (V.Locki) aus der bekannten Sira von Josef Ebenkofler, Oberpichler in Ahornach.
Die Gruppe der trockenstehenden Kühe wurde von einer kapitalen Pinzgauerkuh beherrscht - FLECKI (V.Lotus) von Josef Weifner, Lanerhof in Flaas/Jenesien, die mit feinstem Fundament überzeugen konnte. Den zweiten Platz belegte LORE (V.Laurin) von Thomas Moser, Tonning in Toblach vor ALMRAUSCH (V.Rasta, Z.Otmar Schmidinger, Premstein, Fusch) von Peter Bodner, Huber in Pfalzen.
FINALE EUTER- und GESAMTSIEG
Nach beeindruckenden, hochqualitativen Gruppenenscheidungen galt das erste große Finale den besten Eutertieren, welches mit acht spitzenmäßig beeuterten Kühen bestückt war.
Triumphieren durfte schlussendlich Zweitkalbskuh AMANDA (V.Brutus) von Jakob Unterhofer, Großgasteiger in Mühlwald, welche mit ihrem Traumeuter Perfektion und Leistungsstärke vereinte.
Sechs imposante Kühe füllten den Ring im großen Finale um den Gesamtsieg und der Anblick der selektierten Endauswahl Deutingers mit unglaublichen Körperkühen, die ihre Attribute von höchster Qualität in jeder Lebenslage
voll ausspielten, rang den Besuchern höchsten Respekt ab.
"Schauen Sie sich dieses Seitenbild an - so viel Schönheit, so viel Kraft und Ausdruck - an dieser Kuh
führt kein Weg vorbei" - mit euphorischen Worten verkündete Deutinger die Gesamtsiegerin, die AMANDA vom Großgasteiger den verdienten Doppelsieg einbrachte.
Mit dem Titel des Reservesiegs wurde die Zweitlaktierende KARLA, ebenfalls eine Brutus-Tochter von Ernst Moser, Hacker in Welsberg ausgezeichnet, die mit ihrer Korrektheit und feinstem Fundament punkten konnte.
DANKSAGUNG
Wenn auch nicht einzeln beschrieben, so gilt an dieser Stelle der größte Dank allen ausstellenden Züchtern, die mit ihrer Präsenz einen unverzichtbaren Beitrag geleistet haben - indem sie die kleine Population der Pinzgauer in Südtirol ganz wunderbar in Szene gesetzt haben und unverkennbar gezeigt haben, dass es einen klaren Auftrag gibt: nämlich mit aller Kraft und vereint am Fortbestand dieser Rasse zu arbeiten, damit sich auch die nächsten Generationen mit Stolz und Freude Pinzgauerzüchter nennen können!
Gratulation zu diesem unvergesslichen Auftritt - ihr habt uns einen Freudentag bereitet!
Christina Sendlhofer




