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Jungzüchter-Almwanderung

Nach 1,5-stündiger, gemütlicher Wanderung war Unterenns erreicht!
Pfarrer Heribert Jäger zelebrierte eine berührende Messfeier!
Sorgten für wunderbare Klänge - die Flachauer Weisenbläser!
Strahlten sehr viel Freude und Dankbarkeit aus - Gerlinde und Johannes Fritzenwallner
Theresia, Veronika und Gerlinde servierten die wunderschön belegten Jausenplatten!
Auch die Kühe genossen den herrlichen Sonntag!
Begeistert zeigte sich auch Obmann Sepp Berger über die große Besucherschar und durfte Pfarrer Jäger ein kleines Präsent überreichen

Geschenkter Tag auf der Unterenns-Alm!

Entgegen aller Wetterprognosen erlebten die Pinzgauer-Jungzüchter einen wunderschönen und stimmungsvollen Sonntag auf der Unterenns-Alm in Flachauwinkl. Der anhaltende Föhn bescherte ihnen eine angenehme Wanderung sowie einen stimmigen Rahmen für eine berührende Messfeier, mit der der gemeinschaftliche Tag seinen Anfang nahm.
"So wie wir auf diesem felsigen Untergrund ein festes Fundament haben, so soll der Glaube Fundament unseres Lebens sein", meinte Pfarrer Heribert Jäger in der Eröffnung und verlieh seiner Freude über die so zahlreich gekommenen Kinder und jungen Menschen Ausdruck.

Dem Fest von Peter und Paul entsprechend verglich der berufene Seelsorger uns Menschen mit Petrus, welcher als Missionar die Botschaft von Jesus in die Welt trug. Gleich wie Petrus sind auch wir angehalten, mit unserem Tun und Denken zum Vorbild für unsere Nachkommen zu werden und Brücken zu unseren Nächsten zu bauen.
Für die wohltuenden Klänge zeichneten die Flachauer Weisenbläser, sie begrüßten bereits von weitem die Wanderer, umrahmten den Gottesdienst und trugen anschließend zur Gemütlichkeit des Beisammenseins erheblich bei!

Nach der Almmesse luden Gerlinde und Johannes Fritzenwallner ins feinst geschrubbte "Tret", da sich der angekündigte Regen langsam aber sicher bemerkbar machte. Auf Holzplatten servierten die Damen der Deubl-Familie einen wahren Augenschmaus - Gerlindes selbstgebackenes Brot und eine Almjause, die optisch fast zu schade zum Verzehren war, sorgten für viel Wohlgefühl und (viel zu) satte Bäuche.
Nach der exzellenten Stärkung stellten die Bauersleute Johannes und Gerlinde ihren Almbetrieb vor, der zur Agrargemeinschaft der Enns-Almen gehört und sich im Besitz von vier Bauern befindet. 816 ha umfasst das Almgebiet, das auf 1.300 bis 2.200 m Seehöhe liegt und ca. 200 ha Futterfläche für 90 Milchkühe und rund 105 Jungrinder (Kälber bis trächtige Kalbinnen) bietet. Als überaus positiv bezeichnete der Deublbauer die gute Zusammenarbeit unter den Besitzern, so wird die anfallende Arbeit stets gemeinsam verrichtet und auch der Almauftrieb erfolgt gemeinschaftlich. Fünf Wochen bleiben alle Milchkühe auf Unterenns, im Anschluss übersiedeln die trockenstehenden Kühe sowie Kalbinnen auf die Hochalm "Oberenns", während die laktierenden Kühe den gesamten Sommer auf Unterenns verbringen. Alle vier Almbauern liefern ihre Milch der Molkerei und bringen diese selbstständig auf die Heimbetriebe, von wo sie abgeholt wird.  

Nach der netten Betriebsvorstellung lud Familie Fritzenwallner die 70-köpfige Schar zu einerKaffeejause, wobei das herrliche Kuchen- und Tortenbuffet eher an eine Konditorei als einen Almbetrieb erinnerte.
In sehr rührenden Worten schilderte Gerlinde ihre anfänglichen Zweifel, diesen Almtag auszurichten. Da sich die vier Kinder Katharina, Theresa, Johannes und Veronika aber sogleich begeistern ließen, fing auch sie Feuer, welches sich förmlich auf die ganze Familie übertrug.
Wie wichtig ein funktionierendes Miteinander ist, betonte Johannes Fritzenwallner, schließlich heiratete er vor 25 Jahren auf dem Deublhof ein und darf neben der großen Unterstützung seiner Frau und der Kinder stets auf die  unverzichtbare Hilfe von Schwiegermutter Theresia zählen.

Dass es sich hier nicht nur um gesprochene Worte, sondern um gelebte Werte handelt, zeigte sich vor allem in der Ausstrahlung dieser Bauersfamilie, die mit spürbarer Liebe und Sorgsamkeit ihren Besitz verwaltet und mit größtem Respekt vor der Schöpfung lebt und arbeitet.

Als sich die Wanderschar nach und nach wieder in die verschiedensten Richtungen aufmachte, trudelten auch pünktlich die
18 Pinzgauer Kühe ein, um sich ihrer Begutachtung zu stellen. Auch hier kommt die Bodenständigkeit des Deublbauern klar zum Ausdruck, handelt es sich bei der Herde um typvolle Pinzgauerkühe, die die Vorzüge der robusten, aber leistungsfähigen Rasse voll verkörpern.

Nach einem unvergesslichem Tag hieß es schlussendlich Unterenns zu verlassen - was bleibt ist die Erinnerung an einen Almtag, der dank einer unvergleichbaren Gemeinschaft nicht schöner hätte sein können!
Dafür gilt es von Herzen zu danken - angefangen bei der Familie Fritzenwallner, Herrn Pfarrer Jäger, den Musikanten und endend bei allen, die mit ihrem Dabeisein das Gefühl des Miteinanders gestärkt und belebt haben - euch allen ein herzliches Vergelt's Gott!

Christina Sendlhofer

 

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