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Jungzüchter-Almwanderung

Hier fühlt man sich wohl! Die Jagersthütte war erstes Ziel einer schönen Almwanderung!
Hier fühlt man sich wohl! Die Jagersthütte war erstes Ziel einer schönen Almwanderung!
Thomas Sendlhofer gab die Bewertung der Kühe vor! Im Bild eine schöne Drittkalbskuh (V.Fasan) vom Jagerstbauern
Thomas Sendlhofer gab die Bewertung der Kühe vor! Im Bild eine schöne Drittkalbskuh (V.Fasan) vom Jagerstbauern
Großes Lob gab's vom Obmann der AG Möseralm, Nikolaus Brandtner
Großes Lob gab's vom Obmann der AG Möseralm, Nikolaus Brandtner
Schön getrennt nach Farbe und Rasse;) - Herde von Fam. Mühlbacher, Bergerbauer
Schön getrennt nach Farbe und Rasse;) - Herde von Fam. Mühlbacher, Bergerbauer
Die jüngsten Bewertungsprofis - Matteo Zimmermann, Matthias Reitstätter u. Leonhard Stock
Die jüngsten Bewertungsprofis - Matteo Zimmermann, Matthias Reitstätter u. Leonhard Stock
Die schon etwas Routinierteren - Martin Ebenkofler, Bernhard Schnugg u. Resi Panzl
Die schon etwas Routinierteren - Martin Ebenkofler, Bernhard Schnugg u. Resi Panzl
Ein Dank an die Almbauern, v.l. Brandtner, Hauser; Widmoser, Widmoos; Mühlbacher, Berger u. Grünbacher, Jagerst!
Ein Dank an die Almbauern, v.l. Brandtner, Hauser; Widmoser, Widmoos; Mühlbacher, Berger u. Grünbacher, Jagerst!

Sturm auf die Waidringer Steinplatte! Unzählige begeisterte Almgeher erkundeten das sehenswerte Dreiländereck in den Chiemgauer Alpen!

Die Waidringer Steinplatte erlebte am letzten Junisonntag einen wahren Besucheransturm - so mischten sich neben vielen Tiroler und Salzburger Züchterfamilien auch Stammgäste aus Deutschland, Südtirol und der Schweiz unter eine Gästeschar, die weit über 100 Teilnehmer zählte.

Drei Agrargemeinschaften sowie drei Bundesländer sind die Kennzeichen der Steinplatte, welche am Sonntag, 28. Juni Ziel der diesjährigen Pinzgauer Jungzüchteralmwanderung war. Ideales Wanderwetter und viele teilnehmende Familien waren die Grundlage für einen gemütlichen Sonntag unter Gleichgesinnten und Freunden.
Nach der Auffahrt auf der Höhenstraße erreichte die gut gelaunte Wandertruppe das erste Ziel, die Jagerstalm, wo Annemarie und Andreas Grünbacher mit Herzlichkeit willkommen hießen. Die lieblich renovierte Hütte ließ die Besucherschar gut und gerne verweilen und Andreas Grünbacher stellte die Agrargemeinschaft "Kammerkör", in interessanten Worten vor. von 7 Mitgliedern der 164 ha großen Gemeinschaftsalm treiben noch vier Bauern insgesamt 65 Kühe, 65 Kalbinnen und 15 Kälber auf.  Die Almsaison dauert von Anfang Juni bis Anfang September und der Jagerstbauer betonte die großen Vorteile des Schigebietes, welches mit einem perfekten Wegenetz, elektrischem Strom, etc.. viele Annehmlichkeiten bietet. Ein weiterer Pluspunktist der nahe liegende Arbeitsplatz, den Andreas bei der Liftgesellschaft bzw. Annemarie im Bergrestraurant als sehr positiv schätzen.
Nach einem gemütlichen Hucka und erfrischenden Getränken führte der Weg zur Kuhherde. Hier wartete eine besondere Herausforderung - fünf ausgewählte Kühe nach eigenen Ansichten zu bewerten und zu reihen - lautete die Aufgabe für alle teilnehmenden BewerterInnen.
Wie unterschiedlich die Wahrnehmung bzw. Kriterien einer Zuchtkuh für jeden Einzelnen sind, stellte sich bei der Auswertung der Bewertungsbögen heraus, galt es, so nahe wie möglich am vorgegebenen Ergebnis von RZV-Zuchtberater Thomas Sendlhofer zu liegen.

Mit erfolgter Tierbeurteilung und Weiterwandern zur Möseralm wuchs auch das Hungergefühl und pünktlich zu Mittag waren die Grilldüfte bei der Hauserhütte schon zu vernehmen. Im Anschluss an das Mittagessen begrüßte der Obmann der Agrargemeinschaft "Möseralm", Nikolaus Brandtner, Hauserbauer die Wanderer und zeigte sich enorm überrascht über den großen Andrang.
"Euer Obmann scheint gute Arbeit zu machen, denn es dürften so ziemlich viele vom heutigen Tag erfahren haben", meinte Brandtner sichtlich erfreut.
Vier Mitglieder zählt die Möseralm, welche insgesamt 56 ha umfasst und Platz für 60 Milchkühe und 10 Kälber bietet. Die gute Infrastruktur wird auch hier zur Milcherzeugung genutzt, insgesamt werden den Sommer über ca. 70.000 kg Almmilch produziert. Nicht ersichtlich für den Besucher, aber höchst interessant gestalten sich die Besitzverhältnisse des Almgebietes, über welchem die Landesgrenze Salzburg/Tirol als auch die Staatsgrenze zu Bayern/Deutschland verläuft.

Die letzte Etappe führte zur dritten Gemeinschaftsalm, zum Gebiet "Schwarzlofer", die fünf Mitglieder hat, aber nur mehr von zwei Bauern mit Rindern bestoßen wird. Klaus Widmoser, Widmoos und Hermann Krepper, Bachmann teilen sich die 125 ha Almfläche für insgesamt 62 Kühe, 30 Kalbinnen und 10 Kälber.  Die Milchmenge von ca. 75.000 kg wird ebenso wie die der restlichen Almbauern per Tankwagen-Abholung an die Tirol Milch geliefert.

Nach einer gemütlichen Kaffeepause mit besten selbstgemachten Mehlspeisen wurden die Sieger des Tierbeurteilungswettbewerbes ermittelt. Die Auswertung der Jury (bestehend aus Marlene und Josef Berger, Michael Edenhauser u. Josef Stock) ergab folgende Ergebnisse:

JUNIORKLASSE (bis 14 Jahre):
1. Matteo Zimmermann
2. Matthias Reitstätter
3. Leonhard Stock

SENIORKLASSE (ab 14 Jahre):
1. Bernhard Schnugg
2. Martin Ebenkofler
3. Theresia u. Siegfried Panzl

Den Preisträgern gratulieren wir ganz herzlich zu ihren Gewinnern und bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich für die enorme Beteiligung an der Tierbeurteilung. Schließlich soll nicht unbedingt das Gewinnen im Vordergrund stehen, sondern das Interesse an der Zucht und somit das "Auseinandersetzen mit dem Zuchtmaterial", was zweifelsohne manch kritischen Blick auf eine Kuh erfordert!
Das sehr positive Resümee dieses Bewerbes zeigt, dass sich derartige Veranstaltungen als sehr lohnend erweisen und zudem Bestätigung für die gute Jungzüchterarbeit sind - an dieser Stelle ein großes Lob dem Obmann und seinem Team!

Mit vielen schönen Eindrücken und Informationen gespeist, verabschiedete sich eine frohgestimmte Wandertruppe aus einem Gebiet, das ein schönes Miteinander in netter und einfacher Gesellschaft vermittelte. Den entscheidenden Anteil dazu leisteten die vier Bauersfamilien, die allen unnötigen Aufwand fernhielten und uns somit einen gemütlichen und stimmigen Sonntag bescherten - DANKE dafür!

Neben den beteiligten Almbesitzern und ihren Familien sei der Landjugend und all jenen gedankt, die im Vorfeld für die perfekte Organisation sorgten - im Besonderen Ausschussmitglied Michael Edenhauser, Ortsbäuerin Karina Mühlbacher und vielen, die im Hintergrund mit ihren Fähigkeiten zu Hilfe standen!
Zu guter Letzt danken wir allen, die mit ihrem Dabeisein für die wertvolle Gemeinschaft sorgten - schließlich ist jeder Einzelne kostbarer Teil dieses unverzichtbaren Gefüges!

Christina Sendlhofer

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