Jungzüchter-Almwanderung mit Jahreshauptversammlung
Volles "Haus" auf der Gruberalm im Glemmtal! Motivierte, junge Truppe folgt langjährigen, engagierten Jungzüchterfunktionären!
Was der vergangene Sonntag aufgrund des schrecklichen Hochwassers an Stimmung vermieste, machte er am darauffolgenden wieder gut - das Glemmtal gab am letzten Julisonntag nicht nur einen schönen Rahmen für die Jungzüchter-Almwanderung, sondern zog auch eine riesige Schar an begeisterten bäuerlichen Familien in seinen Bann!
Obmann Josef Berger freute sich über die große Wanderschar, die dem Fußmarsch von der Kohlmais-Bergstation zur Gruberalm folgte. Bald waren auch schon die ersten Pinzgauerinnen von Familie Berger auszumachen, beweiden heuer 22 trächtige Kalbinnen vom Grubhof die Agrargemeinschaft Brandalpe.
Pinzgauer-Fleischrinderzucht liefert Qualitätsunterschied wie Tag und Nacht
Unweit der Schönleiten-Mittelstation stand die Pinzgauer-Mutterkuhherde von Familie Rohrmoser, Hochwart Spalier und Christian Rohrmoser stellte kurz seinen Betrieb, der sich seit 2015 auf Fleischrinderzucht spezialisiert hat, vor.
Die größte Entscheidungshilfe zur Umstellung von Milch- auf Mutterkühen war die Aussage seines Kochs, der nach der Verarbeitung einer hofeigenen Kuh meinte, "die Qualität des Fleisches sei wie Tag und Nacht".
Kurzum wurde ein neuer Laufstall mit eigenem Schlachthaus gebaut, die männlichen Nachkommen kastriert und die Philosophie geändert - nämlich, dass sich die Tiere langsam und gesund entwickeln dürfen und sich ausschließlich von Grundfutter ernähren, um mit cirka drei Jahren (Kalbinnen entsprechend früher) zu bestem Qualitätsfleisch für die eigenen Schihütten veredelt zu werden.
Die letzte Wegstrecke zur Gruberalm erfolgte angesichts der bereits fortgeschrittenen Zeit und des schwülen Sommerwetters schnellen Schrittes, wartete nicht nur der andere Teil der Besucherschar, der den Fahrweg nutzte, sondern auch Hausherrin Eveline und ihre große Helferschar mit einem für den Grubhof bekannten kulinarischen Verwöhnproramm.
Jahreshauptversammlung im Zeichen des Generationenwechsels
Der Anlass der Almwanderung bot gleichzeitig auch einen idealen Rahmen für die Jahreshauptversammlung, welche aufgrund des winterlichen Veranstaltungsverbotes an Ort und Stelle nachgeholt wurde.
Diese stand im Zeichen eines Generationenwechsels - verabschiedeten sich mit Marlene Berger, Julia Herzog (geb. Fersterer), Michael Edenhauser, Rupert Gruber, Matthäus Hochfilzer, Michael Kirchner und Martin Zehentner insgesamt sieben verdiente Funktionäre aus dem Vorstand bzw. Ausschuss.
Josef Berger erklärte sich bereit, für seine letzte Funktionsperiode als Obmann dem Verein vorzustehen, ebenso sein Stellvertreter Josef Stock, der sich dank seiner Verlässlichkeit über all die Jahre überaus bewährt hat!
Als zweiter Stellvertreter wurde Gabriel Riedlsperger gewählt, als Kassierin Christina Bacher bestellt und Anna Gruber (geb. Schmiderer) als Schriftführerin bestätigt.
Ergänzend zu den bestehenden Ausschussmitgliedern Magdalena Buchegger, Andreas Fritzenwallner, Stefan Laubichler, Sebastian Riedlsberger und Jakob Sommerer wurden Stefan Egger, Sebastian Gruber, Richard Hochleitner, Georg Innerhofer, Theresa Lindner, Tobias Schiefer und Verena Schipflinger neu hinzugewählt.
Allen ausscheidenden Funktionären, die sich in den letzten Jahren mit viel Engagement und Leidenschaft für den Verein stark gemacht haben, muss an dieser Stelle von Herzen gedankt werden - schließlich handelt es sich bei ehrenamtlicher Tätigkeit nicht nur um unbezahlbare Arbeit, sondern um das Fördern und Entwickeln von Gemeinschaften, die für eine intakte Gesellschaft von unverzichtbarem Wert sind! Danke dafür!
Den neu gewählten Funktionären wünschen wir viel Motivation, Tatkraft und Inspiration für neue Ideen, welche ein Verein braucht, um sich zukunftsfit zu entwickeln und um lebendig zu bleiben! Alles Gute!
Gruberalm - seit 1999
Josef Berger senior stellte in kurzen Worten die Gruberalm vor, die seit 1999 im Besitz von Familie Berger ist (ehemals Eggeralm) und eine Fläche von 27 ha (davon 4 ha Wald) umfasst. Seit Erstehung der Alm wurde nicht nur in einen neuen Laufstall und die stete Aufwertung der bestehenden Gebäude investiert, sondern auch in eine bestmögliche Weidewirtschaft, um der gut 30-köpfigen Kuhherde und den Kälbern von Ende Mai bis Anfang Oktober ideale Bedingungen zu bieten.
Um welche Qualität es sich bei den Grubhof-Milchkühen handelt, zeigen nicht nur die regelmäßigen Erfolge und Auszeichnungen bei Rinderschauen, sondern spiegelt eigentlich das "Alltagsbild", das sich bei der anschließenden Besichtigung und Vorstellung der Milchkuhherde eindrucksvoll bot.
Bei einer abschließenden Kaffeejause - bestückt mit besten Mehlspeisen, Bauernkrapfen und dem niemals fehlen dürfenden Rahmkoch von der Lungau-Oma kam einmal mehr zum Ausdruck, dass es sich bei Familie Berger nicht nur um eine bekannte und erfolgreiche Pinzgauer-Züchterfamilie handelt, sondern im Besonderen um eine, wo die Gastfreundschaft und der Zusammenhalt stets an oberster Stelle stehen.
Dafür gilt es zu danken und zu gratulieren - und wenn dank des jüngsten Familienmitgliedes Theresa die nächsten Generationen am Grubhof schon gesichert scheinen, so gilt der größte Wunsch nach Gesundheit und Zufriedenheit -
weil nur diese die Basis für eine gedeihliche Zukunft eines Familienbetriebes bilden!
Alles Gute und viel Glück und Segen dem Grubhof und seiner Familie!
Christina Sendlhofer


