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Jungzüchter-Ausschuss on Tour in Südtirol!

Perfekter Auftakt in der Brauerei Forst
Immer ein Pflichttermin für junge Menschen - der Tantscherhof, wo nicht nur top Pinzgauer, sondern auch der ehemalige Südtiroler Jungzüchterobmann Matthias Ploner zu Hause ist
Sorgen für ein kostbares Nischenprodukt - die Edelziegen auf Davids Goashof
Unübersehbare Qualität an Pinzgauerkühen am Hochgruberhof
Sorgen für einen tollen Abschluss - die Milchkühe von Familie Ebenkofler auf der Knuttenalm

Interessantes Wochenende bei Freunden und Kollegen!

Von 15. bis 17. September machte der neue Ausschuss einen Ausflug nach Südtirol. Am Freitag in aller Früh ging‘s los…
um halb elf sollten wir schon in Algund (in der Nähe von Meran) sein, da wir dort eine Führung durch die Brauerei  Forst hatten. Diese wurde 1857 gegründet und braut jährlich zwischen 850 000 und 900 000 Hektoliter Bier.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen machten wir uns auf den Weg zu den Muthöfen. Die Geschichte der Muthöfe reicht bis ins Mittelalter zurück, aufgrund ihrer extremen Lage waren sie lange Zeit nur über Seilbahn oder Fußweg erreichbar. Sie zählen zu den steilsten Bauern Südtirols.
Nachdem wir wieder heil unten angekommen waren, machten wir uns auf den Weg in die Sattlerei – Stickerei Trocker, die bereits traditionell für die schön bestickten Jungzüchter-Glocken sorgt.

Weiter ging‘s mit einer Betriebsbesichtigung bei Familie Ploner, Tantscher in Lajen. Matthias hat im Jahr 2011 beschlossen, den Hof seiner Familie, dessen Flächen alle verpachtet waren, wieder zu bewirtschaften. Dafür musste er einen Stall bauen und sämtliche Maschinen anschaffen. Er bewirtschaftet 7ha, die drei- bis viermähdig sind und 3ha, die zweischnittig sind.
Der Stall ist vorne offen und die Tiere haben ständigen Auslauf. Dennoch hat er die ersten Jahre nur konventionelle Milch geliefert, da die Bio-Milch nicht abgeholt wurde. Erst im Jahr 2015 haben sich im Dorf insgesamt fünf Bauern gefunden, die Bio-Milch liefern wollten. Seitdem wird die Milch vom Tankwagen abgeholt. Matthias hält sehr viel auf Homöopathie, wofür er einige Kurse und Vorträge absolviert hat, um mit dieser erfolgreich arbeiten zu können.

Am Samstag starteten wir unseren Tag auf David’s Goashof.  David hat im Jahr 2009 beschlossen, das Büro zu verlassen und seinen Traum einer Ziegenfarm zu verwirklichen. 2011 zogen die ersten Edelziegen in den nagelneu gebauten Stall ein. Am Hof leben ca. 65 Stück Milchziegen und rund 20 Kitze für die Nachzucht. Durchschnittliche 3l Milch pro Ziege werden gemolken und zu verschiedenen Produkten weiterverarbeitet. Begonnen hat alles mit Bio-Ziegenfrischmilch. Mit der Zeit wurde die Produktpalette immer mehr erweitert. Mittlerweile gibt es sechs verschiedene Sorten Joghurt, vier verschiedene Sorten Trinkjoghurt, Streichkäse, Frischkäse, Schnittkäse und Desserts wie Panna cotta oder Schokolade- und Vanillepudding. David arbeitet Vollzeit am Betrieb und hat eine Angestellte in Teilzeit.

Nach einer ausgiebigen Verkostung machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Betrieb. Am Hochgruberhof der Familie Oberhollenzer erwartete uns bereits Junior Felix, der bei den Südtiroler Jungzüchtern aktiv ist. Im Stall auf 1650m Seehöhe erwarteten uns 15 behornte Pinzgauer Milchkühe, die äußerst genau begutachtet wurden. Die reine Heumilch wird am Hof zu verschiedensten Käsen verarbeitet.

Am Sonntag machten wir uns auf den Weg ins Ahrntal zur Knuttenalm. Die Familie Ebenkofler, Pichler in Ahornach hält im Schnitt 18 behornte Pinzgauer Kühe und rund 12 Stück Nachzucht. Die Alm ist eine Gemeinschaftsalm mit über 1 000 ha und wird von elf Bauern mit 230 Stück Rindern bestoßen. Derzeit sind noch fünf Bauern, die auf der Alm melken, alle anderen treiben nur Trockenstehende und Jungvieh auf. Die Almsaison beginnt um den 20. Juni und endet am 7. Oktober. Nachdem wir uns noch kräftig gestärkt hatten, machten wir uns wieder auf den Heimweg. So ging ein interessantes, lustiges Wochenende blitzschnell vorüber. Wir freuen uns schon auf ein nächstes Mal!

Für die wohlwollende Aufnahme und Gastfreundschaft sei den besuchten Züchterfamilien sowie David Perathoner vom Goashof von Herzen gedankt. Besondere Anerkennung verdienen sich Felix Oberhollenzer und Matthias Ploner für das schöne Gefühl des Willkommenseins und die große Unterstützung zum Gelingen eines unvergesslichen Wochenendes! 

Julia Grünwald (Bericht), Verena Schipflinger und Gabriel Riedlsperger (Bilder)

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