Jungzüchter-Jahreshauptversammlung
Einen besonderen Ort wählten die Pinzgauer Jungzüchter für ihre Jahreshauptversammlung und groß war die Freude bei Obmann Hannes Hofer, der knapp 60 interessierte TeilnehmerInnen in den Nationalparkwelten in Mittersill begrüßen durfte. Einzigartig war auch der Auftakt - so sorgten Stefanie Manzl und Gerti Steger mit ihren Kindern Anton, Magdalena und Simon für eine sehr schöne Version der "Pinzgauer Kuah" und brachten ihr musikalisches Talent bestens zum Ausdruck.
Dem für den Verein gewohnt langen und ausführlichen Tätigkeitsbericht folgte ein sehr spannender Programmpunkt – das Fachreferat von DI Peter Altenberger zum Thema „Das Kalb von heute ist die Kuh von morgen“ .
Sehr praxisnahe und unmissverständlich erläuterte der ehemalige Fütterungsberater der lk Tirol und Neo-Lehrer an der LLA Weitau die Wichtigkeit eines optimalen Start in das Leben eines Kalbes.
"In diesem Bereich kann man sehr viel gewinnen aber auch alles verlieren", so Altenberger. Wird das Entwicklungspotenzial eines Jungrindes voll ausgeschöpft, steht einer gesunden und leistungsbereiten Kuh nicht mehr allzu viel im Wege.
Die wichtigsten Komponenten einer erfolgreichen Aufzucht fasste Altenberger in folgenden Punkten zusammen:
• Kälber früh zum Fressen animieren
• Entsprechende Tierbeobachtung
• Betriebliche Situation beachten
• Konsequentes Arbeiten
Sehr dezidiert verwies der Referent auf die Individualität der landwirtschaftlichen Betriebe, die es natürlich zu berücksichtigen gilt. "Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, welchen Weg man einschlägt und was für einem das Beste ist", so Peter Altenberger.
Dem kurzweiligen Referat folgten die Grußworte von ARGE-Obmann Ing. Christian Dullnigg.„Es ist ja ohnehin schon Gewohnheit, einen Erfolgsbericht der Jungzüchter zu hören“, so der erfreute Direktor der LFS Bruck, der der Jugend für ihren enormen Einsatz größtes Lob und Anerkennung aussprach.
Dullnigg lobte die Gemeinschaft der Pinzgauer JZ, die es mit viel Gefühl versteht, Geselliges und Fachliches zu vereinen und so die Jugend für die Stall- bzw. Zuchtarbeit zu begeistern. "Jeder Beitrag ist wertvoll und unsere JungzüchterInnen leben das bestens vor", so Dullnigg.
Wertvolle Beiträge galt es auch zu würdigen und so erhielt Leo Weidl, Bergerbauer aus Krimml für seine großen Verdienste um die Jungzüchter eine schöne Glocke überreicht.
Als Mitorganisator des traditionellen Krimmler Almabtriebsfestes ermöglichte er den JungzüchterInnen, sich am Rahmenprogramm des Festes zu beteiligen - neben den einzigartigen Vorführungen sorgte Fam. Weidl sogar für den schönen Aufputz, mit dem die Kinder voller Stolz ihren eigenen Almabtrieb zelebrieren durften und mit größtem Applaus des Publikums gefeiert wurden.
An dieser Stelle nochmals ein ganz großes Danke für den selbstlosen Einsatz zum Wohle der Pinzgauer Jungzüchtergemeinschaft!
Noch kurz wurde Vorschau auf die kommenden Monate geworfen, welche wiederum viele wichtige Termine und anstrengende Einsätze beinhalten – um diesen Herausforderungen mit Elan und Motivation zu begegnen, lud Obmann Hannes Hofer zu einem gemeinsamen Mittagessen ins Hotel Bräurup.
Nach einer netten und gemütlichen Mittagsrast gings wieder retour zum NP-Zentrum, wo bereits drei Führer auf die JZ-Schar warteten.
Kompetente Führer sowie modernste technische Rafinessen ermöglichten den Besuchern einen gigantischen Einblick in die Schönheit der Hohen Tauern und machten den Rundgang durch das Nationalparkentrum zu einem besonderen Erlebnis – an dieser Stelle sei NP-Direktor Wolfgang Urban für die sehr entgegenkommende Einladung ganz herzlich gedankt – neben der freien Benützung des Veranstaltungssaales wurden auch Eintritt und Führung gesponsert – danke vielmals!
Resümee dieser Veranstaltung – ein schöner Sonntag, der mit sehr viel Information, aber auch der nötigen Gemütlichkeit und Unterhaltung gespickt war!
Christina Sendlhofer