Jungzüchter-Jahreshauptversammlung
Pinzgauer Jungzüchter - eine bewährte Institution!
Mehr als 60 interessierte, junge ZuhörerInnen folgten der Einladung zur Jahreshauptversammlung, bei der Obmann Berger Josef auf ein erfolg- und arbeitsreiches Jungzüchterjahr 2013 zurückschauen durfte.
Das enorme Arbeitspensum bestätigte sich in einem umfangreichen Tätigkeitsbericht, welcher mittels schöner Bilder und den Worten von Josef Berger und seinem Stellvertreter Josef Stock zum Ausdruck kam.
Eindrucksvolle Bilder zeigten anschließend Mathias Kinberger und Hannes Hofer in ihrem Streifzug durch Südafrika, dem Schauplatz des Internationalen Pinzgauer Kongress 2013. Die unvergleichbaren Dimensionen der dortigen Rinderfarmen und ein gänzlich „anderes Leben“ am Schwarzen Kontinent sorgten für Staunen und dem Resümee, dass das phlegmatische Wesen der Afrikaner für unsere Leistungsgesellschaft wohl nur schwer nachvollziehbar und verständlich ist.
Als große Ehre empfand Obmann Berger die Präsenz vom Obmann der Österreichischen Jungzüchtervereinigung, Markus Gahleitner, der extra aus dem Mühlviertel angereist kam. Markus Gahleitner brachte seine Freude zum Ausdruck, indem er von dieser „besonderen“ Gemeinschaft sprach, aus der er in den letzten Jahren viele Freunde gewinnen konnte.
BBK-Obmann Hansjörg Kirchner sprach von „jungen Viehmenschen“, deren natürlich Gabe im Verein der Jungzüchter geformt und gefestigt wird und dankte gleichzeitig den Verantwortlichen, die sich völlig umsonst in den guten Dienst dieser einmaligen Sache stellen.
Abschließend kam der Hausherr der LFS Bruck und zugleich ARGE-Obmann Christian Dullnigg zu Wort, der einmal mehr großen Dank für die Eigeninitiative der Jugend aussprach. „Diese bewährte Institution lebt von der Jugend, welche Begeisterung und Ambition für die Landwirtschaft schafft und eine Plattform für sinnstiftende und erfüllende Freizeitgestaltung bietet“, so der Direktor.
Nach einem köstlichen Gulasch im Schul-Speisesaal wurde der Piffgut-Laufstall ins Visier genommen und im Anschluss lud Familie Eder auf den Bachseithof in schönster, sonniger Berglage hoch über Bruck.
Schon die Hofvorstellung der „Bachseit-Männer“ war eine sehr gekonnte und beim Rundgang durch den Stall bestätigte sich die Annahme, dass enormer Fleiß und Zusammenhalt die Zutaten für die vorbildliche Führung des extrem gelegenen Bergbauernhofes sind. 1997 übernahmen Veronika und Reinhard Eder den Hof, welcher insgesamt 12 ha Bergfläche und einen Viehstand von ca. 30 großteils reinrassigen Pinzgauern umfasst. Als Kontingent stehen 38.000 kg zur Verfügung, darüber hinaus wird über die D-Quote 8.000 kg Milch ans Brucker Seniorenheim geliefert.
2008 wurde das „Hochberggut“ in Taxenbach erworben, das etwas größer, aber vor allem viel leichter zu bearbeiten ist. Als Haupterwerb verdient sich der Bachseitbauer beim Landesstraßenbauamt und hat mit seinen vier Söhnen ein großes Los gezogen – stehen ihm mit einem Mechaniker, Zimmerer, Schlosser (und bald noch einem Maurer) beste Handwerkskräfte zur Verfügung!
Nach der beeindruckenden Stallführung lud Vroni in die Garage, wo herrliche Mehlspeisen, Kaffee und heißer Apfelsaft auf die Besucherschar warteten.
Bei einer unterhaltsamen und sehr gemütlichen Nachmittagsjause am Bachseithof endete ein Tag, der mit viel Information, aber vor allem dem Gefühl einer schönen Gemeinschaft gefüllt war!
An dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an Familie Eder für die Gastfreundschaft, aber im Besonderen auch an Elisabeth Meusburger und ihrem Küchenteam der LFS Bruck für die Bereitschaft - ist es ja absolut nicht selbstverständlich, sich auch am Wochenende in den Dienst zu stellen! DANKE!
Christina Sendlhofer




