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Jungzüchter-Jahreshauptversammlung

Obmann Josef Berger und Anna Schmiderer konnten einen Mega-Jahresbericht liefern!
Obmann Josef Berger und Anna Schmiderer konnten einen Mega-Jahresbericht liefern!
Marlene Berger stellte das vielversprechende Ochsenprojekt vor!
Marlene Berger stellte das vielversprechende Ochsenprojekt vor!
Freute sich über den großen Zulauf am Schüttgut - Hermann Egger (ganz rechts im Bild)
Freute sich über den großen Zulauf am Schüttgut - Hermann Egger (ganz rechts im Bild)
Schier endlos - die Kuhreihe am Schüttgut (wobei ein Teil stets den Auslauf bevorzugt!)
Schier endlos - die Kuhreihe am Schüttgut (wobei ein Teil stets den Auslauf bevorzugt!)
Solche Euter mag nicht nur der Roboter, sie sind auch der Traum jedes Züchters!
Solche Euter mag nicht nur der Roboter, sie sind auch der Traum jedes Züchters!
Gastfreundschaft wird auch am Schüttgut groß geschrieben!
Gastfreundschaft wird auch am Schüttgut groß geschrieben!
Einen schönen Abschluss erlebte der Tag am Mitterleithengut bei Mathias Kinberger!
Einen schönen Abschluss erlebte der Tag am Mitterleithengut bei Mathias Kinberger!
Stall mit Aussicht hat nicht jede Kuh!
Stall mit Aussicht hat nicht jede Kuh!
Augen zu und durch...;) Anna-Lena Stock nimmt ihren ganzen Mut zusammen!
Augen zu und durch...;) Anna-Lena Stock nimmt ihren ganzen Mut zusammen!

Perfekter Jahresauftakt 2020! Massenandrang zum Schütt- und Mitterleithengut!

"Ihr könnt euch heute nicht nur über einen rekordverdächtigen Besuch freuen, sondern auch über euer rekordverdächtiges Jahresprogramm, dem ich allerhöchsten Respekt zolle", meinte Hannes Hofer in seinen Grußworten als Pinzgauer-Fachauschussobmann und Jungzüchter-Funktionär der ersten Stunde. 

Die Bestätigung für den unermesslichen Einsatz der in ihrer Dynamik unvergleichbaren Jungzüchtergemeinschaft war der schwer zu zählende Menschenstrom, der der Einladung zur Jahreshauptversammlung am Sonntag, 12. Jänner zum Woferlgut nach Bruck gefolgt war und mit einem staunenswerten Tagesprogramm belohnt wurde.

Nach Tätigkeits- und Kassabericht, die den schier unglaublichen Umfang des Jahres 2019 in Worten, Bildern und Zahlen belegten, präsentierte Marlene Berger, Geschäftsführerin der ARGE Pinzgauer und Projektleitern der lk Salzburg ihre große Vision - ein Vermarktungsprojekt für Pinzgauer-Ochsen, das sich in Zusammenarbeit mit der Metzgerei Rumpold als ein zukunftsträchtiges und erfolgreiches Konzept etablieren sollte!

PINZGAUER-OCHSENFLEISCH. Wertvoll. Regional. Gefragt.


In akribischer Vorarbeit hat Marlene Berger ein Projekt entwickelt, das sowohl die Abnahme, als auch den Preis garantiert und somit eine gute Alternative für die Veredelung der männlichen, reinrassigen Pinzgauer-Nachkommen darstellt.
Die wissenschaftlich belegte Fleischqualität des Pinzgauerrindes in Verbindung mit Regionalität und natürlichem Wachsen und Reifen ist nicht nur prädestiniert für eine optimale Grünland- und Almbewirtschaftung, sondern auch im Sinne der Fleischhauerei Rumpold, die mit der gesicherten Abnahme (3 - 5 Stück wöchentlich) ihr Interesse für regionale Erzeugnisse zum Ausdruck bringt.

Marlene Berger hat das Projekt vor kurzem detailliert vorgestellt - hier geht's zum Beitrag!

Die Vorstellung des Vermarktungsprojektes fand nicht nur bei den Züchterfamilien großen Anklang, auch sämtliche Ehrengäste lobten das Engagement Bergers als große Chance, die wissentlich hohe Qualität unserer regionalen Rinder endlich gerecht vermarkten zu können.
Bezirksbauernkammer Nikolaus Vitzthum würdigte in euphorischen Worten den Spirit der Jugend, den die Landwirtschaft dringend braucht, um die durchaus großen Chancen mit Elan und Hartnäckigkeit zu verfolgen und auch konsequent umzusetzen!

Den vielen positiven Worten folgte ein köstliches (heimisches) Rindfleischgericht, bevor zwei höchst unterschiedliche Zuchtbetriebe für ein ansprechendes Nachmittagsprogramm Tür und Tor öffneten.

PORSCHE, SCHÜTTGUT
Mit bekannter Herzlichkeit und Freude empfingen Hermann und Karin Egger mit ihren Kindern Theresa, Stefan und Andreas die Masse an Interessierten, die sich den verheißungsvollen Nachmittag nicht entgehen lassen wollten.
Der Melkermeister vom Schüttgut, Hermann Egger verwies in der Vorstellung auf die umfassende Betriebsreportage von Marlene Berger, der man nichts hinzufügen könne, außer den aktuellen, fast täglichen Ereignissen, die sehr viel Grund zur Freude an der Arbeit im Stall des Schüttguts geben.

Welche Professionalität der Herdenmanager (seit 2001 am Schüttgut und mittlerweile mit doppelt-besetzter, jugendlicher Unterstützung;) bei seiner Arbeit an den Tag legt, wird jedem Besucher spätestens (und jederzeit!!) bei der Inspektion der mehr als 100-köpfigen hochkarätigen Pinzgauer x RF-Kuhherde sichtbar und verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung. 
Dass Egger die Bio-Roboter-Kühe ab Hof wie die "warmen Semmeln loswerden" würde und dennoch die Versteigerungen in Maishofen beschickt, begründet Hermann einerseits mit der Pinzgauer-Gemeinschaft, als deren Teil er sich sehr gerne sieht und zudem mit dem hohen Stellenwert der Werbung, um diesen Egger unbedingt weiß. 
(und sich hoffentlich um den unverzichtbaren Part als Botschafter der Pinzgauer x RF-Kuh weiß!)

Die Vorteile der Vollautomatisierung zeigte Hermann Egger in glaubhaften Zahlen und Fakten auf, indem er dem Melkroboter den längeren Erhalt der Euterqualität und der täglich dreimaligen Melkung eine höhere Milchleistung zuschreibt. Bei der aktuellen Zahl von 97 laktierenden Kühen (und einer durchschnittlichen Tagesmenge von 32 l/Kuh) scheint die Keimzahl von 8.000 fast utopisch, ist aber unbestritten auch ein "technischer" Verdienst der beiden Roboter, die mit bestens ausgereifter Säuberungstechnik am Werk sind. 
Dass große Dachflächen auch ihre Dienste leisten, beweist die 200 kW-Photovoltaikanlage, die nach "erledigter Netzeinspeisung" nun endlich die eigenen Geräte wie Futtermischer und -roboter mit Energie versorgt. 

Nach der umfassenden Stall- und Hofbesichtigung (der man zweifellos viel mehr Zeit hätte schenken können) lud Familie Egger zu einem gemütlichen "Hucka" in die Garage, wo in gewohnter "Pinzgauer-Manier" und dank Karin und Theresa für das leibliche Wohl mehr als genügend gesorgt wurde und der Gesprächsstoff auch nicht auszugehen schien...

KINBERGER, MITTERLEITHEN
Von unten bereits schön auszumachen, zeigte sich das Mitterleithengut am Bruckberg auf 1.020 m Seehöhe in seiner Vollendung und die Freude über sein gelungenes, landwirtschaftliches Projekt war Mathias Kinberger in der Vorstellung deutlich anzusehen. Seit 2012 darf sich Kinberger neben seiner Tätigkeit als Lehrer an der LFS Bruck auch Bauer nennen und hat sich mit dem Bau des Stalles nicht nur einen Lebenstraum erfüllt, sondern seiner bunten Schar an Wiederkäuern eine Wohlfühloase geschaffen.

Neben den drei Pinzgauer-Mutterkühen (insgesamt neun Rinder) genießen am Mitterleithenhof noch vier Tauernscheckenziegen sowie zehn Mutterschafe (Alpines Steinschaf) ihre winterliche Bleibe im "Panoramastall", um im frühen Sommer dann wieder gestärkt die Piff-Hochalm an der Glocknerstraße zu kultivieren!
Dass Kleinvieh nicht nur Mist macht, sondern auch Ertrag bringt, betonte Mathias in der Vorstellung seiner größten Tiergruppe - den 40 Legehennen, die verlässlich mehr als 200 Verkaufseier pro Woche liefern.

Welch große Verantwortung im Erhalt der bergbäuerlichen Kulturlandschaft liegt, kam in Mathias' netter Vorstellung zum Ausdruck, indem auf seinem vier Hektar großen Besitz ganze acht Dächer zählbar sind ;) und den Aufwand somit ungefähr ermessen lassen!
Dass sich dies nur im Verband einer Familie und mit einem Netzwerk unverzichtbarer Freunde erledigen lässt, brachte Kinberger sehr klar zum Ausdruck, als er vom plötzlichen, sehr schmerzlichen Verlust seiner Mama Maria erzählte und folgend die beispielhafte Unterstützung seiner Tante Christl (und vielen weiteren wertvollen Menschen) erwähnte, als diese sofort und selbstverständlich die "Eierlogistik" ihrer Schwester übernahm. 

Freunde und Familie waren es auch, die sich mit Mathias um die abschließende "Verwöhnstation" bemühten und die vielen Besucher mit Glühmost, Kaffee, Geselchtem und Gebackenem im Übermaß versorgten. 
Mit dem Untergang der winterlichen Sonne endete ein traumhaft schöner Jännersonntag mit der Aussicht ins Tal, das zwar Weite und Fläche zu bieten hat, mit einem Direktzugang zur Schipiste aber nicht dienen kann...;)

Ein großes Danke an die Familien Egger und Kinberger für die Bereitschaft, diesen Tag nicht nur zu einem hochinteressanten, sondern im Besonderen zu einem gemeinschaftlichen werden zu lassen! 

Gratulation zu den Betriebskonzepten, die die Verschiedenheit der Gegebenheiten mit all ihren Möglichkeiten perfekt zum Ausdruck brachten! Viel Glück und Segen euren Familien und eurem täglichen Tun!

Christina Sendlhofer 

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