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Jungzüchteralmwanderung im Enns-Pongau

Lieferten die Zutaten für einen wunderbaren Almtag - Obmann Gabriel Riedlsperger, Lisa Buchegger als fleißige Helferin und Familie Huber, Walchau!
Ein lohnender Abstecher bei den Thurnhofkühen auf der Hafeuchtalm!
In den Genuss des herrlichen Panoramas kamen die Wanderer, die den Aufstieg übers Spazeck nahmen!
Einen wichtigen Bestandteil der Jungzüchterarbeit nimmt die Tierbeurteilung ein.
Auf den vorderen Rängen finden sich meist bekannte Gesichter!

Kleines, feines Beisammensein auf der Walchau-Hütte!

Aufgrund der spärlichen Sommertage entpuppte sich perfektes Heuwetter beinahe als Spielverderber der heurigen Jungzüchter-Almwanderung. Umso schöner war der Tag für jene, die in den Genuss der stimmungsvollen Stunden bei der Walchau-Hütte auf der Oberpleißlingalm kommen durften.

Geführte Wandertour über die Kaltenstein -zur Oberpleißlingalm

Eine kleine, wanderfreudige Abordnung fand sich frühmorgens bei der Autobahnkapelle Flachauwinkl ein, um dem ortskundigen Geleit von Roland Unterwurzacher zu folgen, das über die Kaltensteinalm zur Hafeichten führte.

Parat standen hier nicht nur kühlende Getränke, sondern ein qualitätsvoller „Auszug“ des Thurnhofbauern Franz Laubichler – 32 Pinzgauer-Milchkühe, die unter der Obhut ihres Melkers Roland Unterwurzacher auf der Hafeichtalm den Sommer verbringen.

Im wunderschönen Gebiet der Agrargemeinschaft Oberpleißling führte der Weg weiter über das Spazeck zur Walchauhütte, wo von Familie Huber schon alles angerichtet war für einen überaus gemütlichen und gemeinschaftlichen Tag.

Angesichts der Wetterlotterie des heurigen Sommers bedankte sich Jungzüchterobmann Gabriel Riedlsperger in seiner Begrüßung nicht nur bei der Besuchergruppe, sondern  besonders bei der „Walchau-Familie“, die sich der Gegebenheit mit großem Entgegenkommen und Flexibilität stellte.

Untrennbar – die Symbiose von Almwirtschaft und Tourismus

Jungbauer Georg Huber umriss in seinen Worten die Almwirtschaft der Agrargemeinschaft Oberpleißling, die sich auf neun Besitzer (fünf mit Gras- und Hüttenrecht, vier mit Grasrecht) und insgesamt 750 ha (davon 220 ha Weidefläche) aufteilt und aufgrund der bekannten Südwiener Hütte und des begehrten Schitourengebietes ganzjährig hohe touristische Frequenz erfährt.

Mit dem Bau der Almhütte schuf sich Familie Huber 2004 nicht nur ein sehr schönes Gebäude, sondern auch einen feinen Rückzugsort, der aufgrund des großen Tourismusbetriebes im Tal allerdings viel zu selten auch genutzt werden kann.

Umso beachtlicher der Stellenwert bzw. die Leidenschaft zur Landwirtschaft – hat Junior Georg (der seinen Platz in der Wintersaison hauptsächlich in der Gastroküche einnimmt!) die Almwirtschaft wieder forciert und begann 2017 mit der Produktion hochwertiger Almmilch, für welche ca. 18 – 20 Kühe (einen Teil davon bilden die Kühe von Familie Weiß, Hundsalz) sorgen.

Tierbeurteilung fixer Bestandteil der Jungzüchter

Ein Quintett der Kuhherde von Familie Huber diente der „besonderen Begutachtung“ anhand des Tierbeurteilungswettbewerbes, der sich nicht nur zum Fixum bei Jungzüchter-Almwanderungen etablierte, sondern sich stets reger Teilnahme erfreut. Dank der großzügigen Unterstützung des Pinzgauer-Fachausschusses erwartete die Gewinner wertvolle Einkaufsgutscheine für Pinzgauer-Genetik, welche auf eine baldige Einlösung bei den kommenden Versteigerungen in Maishofen warten!.

Junior:    
1. Franz Fritzenwallner
2. Anna Fritzenwallner
3. Simon Fritzenwallner

Senior:    
1. Sebastian Gruber
2. Gabriel Riedlsperger
3. Florian Rettenegger

Mit wohligen Klängen der Tennbruckn-Musi, bester Kulinarik und einer besonderen Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Familie Huber ging die Jungzüchteralmwanderung dem Ende zu und fand für jene, die zu Fuß über die Unterpleißlingalm abstiegen, einen wunderbaren Abschluss.

Es gilt also, für einen mehr als nur gelungenen Tag zu danken – im Besonderen Familie Huber, Walchau, die den schönen Almtag überhaupt ermöglichte sowie Franz Laubichler, Thurnhof für die erfrischenden Durstlöscher und vor allem Roland Unterwurzacher, der nicht nur als Wanderführer eine hervorragende Arbeit leistete, sondern dank der guten Beschilderung auch für ein gutes Ankommen aller Nachkommenden und Fahrenden sorgte –
ein herzliches Vergelt’s Gott für all euer Zutun zum Gelingen eines überaus lohnenden und gemeinschaftlichen Almtages inmitten einer großartigen Landschaft der Niederen Tauern!

Christina Sendlhofer

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