Zum Hauptinhalt springen

Jungzüchterprofis in Brüssel

Salzburgs JZ-Profis mit Sepp Lederer als fundierten Reiseleiter
Das berühmte Wahrzeichens Belgiens - das ATOMIUM in Brüssel
Blick auf Brüssel
Sichtlich gut gelaunt! Salzburgs JZ-Truppe im Inneren des Atomiums
Stadtbummel in Brüssel - Anita Meusburger und Christine Berger
Interessante Betriebsbesichtigung - einmal Milch...
...und einmal Fleisch
Erlebnisreiche Tage für die Österreichische Delegation

Züchterjugend im Europäischen Parlament - interessante Eindrücke und erlebnisreiche Tage im Herzen Europas!

Als Abschluss der Jungzüchterprofi-Ausbildung erhielten alle Absolventen die Möglichkeit nach Brüssel zu fahren – 7 JungzüchterInnen aus Salzburg waren mit dabei! 

Am Dienstag, 27.4.2010 um 5 Uhr früh trafen wir uns am Wiener Flughafen um uns auf den Weg ins Herz der Europäischen Union zu machen. Dort angekommen, fuhren wir zum Rat der EU, wo uns der Tiroler Andrä Rupprechter über den Europäischen Rat informierte und uns durchs Gebäude führte. Es folgte eine sehr informative Stadtführung durch Brüssel. Am Abend fuhren wir nach Leuven, wo wir unser Hotel bezogen. Als Abendessen gab es ein exklusives 4-Gänge-Menü, das von der ZAR gesponsert wurde. Den restlichen Abend saßen wir gemütlich in der Stadt beisammen.

Am nächsten Tag erwartete uns wieder ein anspruchsvolles Programm. Am Vormittag besichtigten wir das „Wahrzeichen“ von Brüssel, das Atomium, das anlässlich der Weltausstellung 1958 in Brüssel gebaut wurde. Das Essen genossen wir im EU-Parlament, wo uns anschließend Elisabeth Köstinger (Mitglied des Europäischen Parlaments) begrüßte und uns über ihre Aufgaben berichtete. Die äußerst sympathische Kärntnerin stammt von einem landwirtschaftlichen Betrieb, der heute Pinzgauer Mutterkühe hält.

Auch konnten wir den Plenarsaal der EU sehen, wo sich die 736 EU-Abgeordneten der 27 Mitgliedsstaaten versammeln.

Danach statteten wir der Ständigen Vertretung Österreichs einen Besuch ab, wo uns Johann Doppelbauer (BMLFUW), Dr. Gebhard Seiwald (europäische Kommission, Generaldirektor für LW) sowie Karin Mader (Sekretärin der Vertretung der österreichischen Landwirtschaftskammer) einen Vortrag hielten.

Nach anschließendem Abendessen in einer Pizzeria fuhren wir wieder zurück nach Leuven, wo wir den restlichen Abend in der Stadt verbrachten und das ein oder andere belgische Bier verkostet wurde.

Am dritten und somit letzten Tag stand wiederum Interessantes am Programm.
Am Vormittag 
besichtigten wir einen sehr innovativen Betrieb, der 70 Holsteinmilchkühe sowie ca. 90 Weiß-Blaue Belgier und Nachzucht hält. Die Holsteinzucht führt der Landwirt, für die Weiß- Blauen Belgier ist seine Frau zuständig. Der Familie ist der Tierkomfort wichtig, so liegen die Milchkühe auf eingestreuten Tiefliegeboxen, was für Belgien eher untypisch ist. Der Familie sind gesunde, langlebige, problemlose Kühe wichtig. Die Kalbezeit wird saisonal gewählt, so kalben die Kühe von November bis Jänner ab. Dieser Abkalbezeitpunkt wird auch aus arbeitstechnischen Gründen so gewählt, da hier keine Feldarbeit anfällt.

Die Weiß-Blauen Belgier kalben am zweiten Betrieb der Familie ab und kommen, sobald die Mastkälber keine Milch mehr bekommen, auf den Heimbetrieb. Nahezu alle Weiß-Blauen Belgier bringen ihr Kalb per Kaiserschnitt zur Welt.

Ein Dank gilt der Familie für die nette Gastfreundschaft, bei der wir auch noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen wurden.

Nach dem Mittagessen besuchten wir die Copa-Gogeca (= die vereinte Stimme der Landwirte und ihrer Genossenschaften in der Europäischen Union).

Der überaus sympathische finnische Generalsekretär äußerte deutlich seinen Standpunkt, dass die landwirtschaftlich geführten Familienbetriebe gefördert werden müssen und nicht unterdrückt werden dürfen.

Mit dem tschechischen Abteilungsleiter der Copa-Gogeca, Stanislav Jas sowie dem deutschen Vertreter Dr. Hans Peter Schons wurden einige interessante Themen angesprochen, wo auch jeder die Möglichkeit erhielt aktuelle Fragen zu stellen. Wir stießen auf verschiedene Themen, wie z.B. zum Thema Milchquote, die sicher mit 2015 auslaufen wird, danach aber eine Mengenregelung notwendig sein wird.

Was von allen Vertretern besonders betont wurde ist, dass Landwirte und Landwirtinnen darauf achten sollen, wie die GAP (gemeinsame Agrarpolitik) 2014-2020 ausschauen wird (wird erst beschlossen) und sich jeder einzelne Betrieb darauf einstellen sollte.

Nach dieser interessanten Diskussion konnte jeder noch einmal ein wenig Zeit in Brüssel verbringen, bevor wir wieder zurück nach Wien flogen.

Die Reise nach Brüssel hat allen sehr gut gefallen, es war sehr interessant, jeder konnte viel erfahren und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Es war auch sehr interessant einen Einblick in die einzelnen Vertretungen der EU zu erhalten.

Viele haben dadurch ein anderes Bild von der EU und deren Arbeit dort bekommen.

Ein Dank gilt besonders den Organisatoren dieser Reise sowie den Vertretern der EU, die sich für uns die Zeit genommen haben.

Christine Berger

Zurück