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Kärntner Züchtertag am Litzlhof

Große Auszeichnung für den Litzlhof - Verwalter Gerhard Mikitsch und Direktor Josef Huber nehmen die verdienten Preise entgegen!
Viele Besucher folgten der Einladung zum Züchtertag am Litzlhof
Steht für Top-Pinzgauer-Qualität - der Litzlhof!
Die Pinzgauer - ein wesentlicher Lebensinhalt von Gerhard Mikitsch!
Stets in Schaukondition - Paradekuh MAIDY (V:Biston)

Viel Posivites von der "südlichen Pinzgauer-Abteilung"!!

 

Die Erfolgsgeschichte der Pinzgauer geht weiter. Nicht nur das Programm zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen, sondern auch die steigende Qualität an Zuchttieren bei den Pinzgauern, führen seit den letzten Jahren zu wieder steigenden Kuhzahlen und mehr Betrieben.

Über diese Zahlen aber auch von den Leistungen und aktuellen Themen, sowie über „Das Kalb in den ersten Lebenswochen“ wurde am Pinzgauer-Züchtertag, am 15. Februar 2011 in der LFS Litzlhof, berichtet.

Die Herdebuch-Kuhzahlen und die Betriebszahlen bei den Pinzgauer Betrieben geht konstant nach oben, so wurde beim diesjährigen Züchtertag berichtet, dass sich derzeit 61 Betriebe mit 337 HB-Kühen mit den Pinzgauern in der Milchleistung befassen. Mit der Fleischrinderzucht befassen sich mittlerweile 63 Betriebe mit 360 Herdebuchkühen. Erstmals haben die Fleisch Betriebe die Milchbetriebe überholt.
Gute Qualität an Zuchttieren, Werbung für das Pinzgauerrind (durch Veranstaltungen, einem Vorzeigebetrieb wie die LFS Litzlhof oder den Züchtern selbst) aber auch durch Zahlen die für das Pinzgauerrind sprechen (z.B. Arbeitskreisauswertungen Pinzgauer Fleischrinderzucht) führten zu dieser positiven Entwicklung bei der Pinzgauer Rinderrasse. 

Schauwesen
Obmann Hans Liesinger konnte über viele Aktivitäten im letzten Jahr berichten.
Am Dairy Grand Prix in Rotholz wurde die Kuh „Rauschl“ von der LFS Litzlhof Gesamt-Champion der PIxRH Tiere. Am 2. Kärntner Milchkuhkirchtag konnte „Maidy“ (LFS Litzlhof) den Gesamtsieg mit nach Hause nehmen und bei der Bundespinzgauerschau gab es gleich drei Stockerlplätze für die LFS Litzlhof. So wurde die LFS am Züchtertag mit der ZAR-Ehrenmedaillie in Goldfür die Kuh „Rauschl“ und mit der ZAR-Ehrenmedaillie in Bronze für die Kuh „Maidy“ ausgezeichnet, hier ergeht der Dank vor allem an Verwalter Mikitsch Gerhard, ohne ihn wären diese Erfolge nicht möglich.
Ebenfalls sehr erfolgreich bei Schauen haben die Betriebe BrunnerHans-Thomas aus Radenthein (Bundesschau und Milchkuhkirchtag) und der Betrieb Schnitzer Horst aus Himmelberg (Milchkuhkirchtag) teilgenommen.
Auch im Fleischbereich war man erfolgreich bei Schauen vertreten, so waren erstmals Pinzgauer Tiere bei der Kärntner Fleischrindermesse ausgestellt. Die sehr gute Kollektion wurde perfekt präsentiert und man hat wirklich Werbung für das Pinzgauerrind gemacht. Zur Siegerin wurde die Kalbin „Daisy“ von Fleischhacker Bernhard aus Bodensdorf gekürt. Weitere Aussteller: Gleissner Michael aus Ebene Reichenau, Puggl Franz aus Sirnitz und Schnitzer Horst aus Himmelberg. Auch bei der Bundesfleischrinderschau waren die Pinzgauer vertreten, Fleischhacker Bernhard und Gleissner Michael stellten jeweils eine Kuh mit Kalb aus.

Vermarktung
Über allgemeine Themen aber auch über das Thema Vermarktung referierte Ing. Ernst Lagger. Die Zusammenarbeit mit dem RZV Salzburg läuft sehr gut und über den Versteigerungsstandort Maishofen werden die Pinzgauer zu guten Preisen vermarktet. Auch die Ab Hof Vermittlung über den Kärntner Rinderzuchtverband läuft sehr gut, hier gilt aber weiterhin der Appell, Tiere an den Kärntner Rinderzuchtverband zum Kauf bzw. Verkauf zu melden aber auch die Homepage www.krzv.at als Vermittlungsplattform zu nutzen.
Leistungsbericht
In der Milchschiene beweisen die Pinzgauer immer wieder ihre Qualitäten. So sind die Leistungen von durchschnittlich 5.624 kg Milch bei 3,90% Fett und 3,37% Eiweiß bei Betrieben in großteils extensiven Gebieten durchaus beachtlich. Die Einkreuzung mit Red Holstein bringt hier bei den Kühen noch etwas mehr Milchleistung und zusätzlich bleibt das genügsame und robuste des Pinzgauerrindes erhalten. Diese erfolgreiche Zuchtarbeit mit reinrassigen Kühen aber auch jenen mit RH-Anteil beweist einmal mehr im abgelaufenen Jahr die LFS Litzlhof, so ist es der beste Betrieb in Kärnten und konnte auch bei allen weiteren Kategorien die besten Kühe stellen. Auch die 100.000er Kuh „Mira“ eine Alpenking-Tochter konnte im Jahresabschluss 2010 ihre Dauerleistung auf über 106.000 kg Milch verbessern.

Der Fleischleistungsbericht zeigte, dass gerade in der Aufzucht die Pinzgauer, durch die guten Milchleistungen der Muttertiere, gute 200 Tage Zunahmen erzielen können (♂ 1.191 g, ♀ 1.058 g). Die Ergebnisse beim 365-Tage Gewicht der Pinzgauer Betriebe, die durchwegs in extensiveren Gebieten liegen,  können ebenfalls überzeugen, 365 Tage Zunahmen ♂ 1.067 g, ♀ 843 g. Es zeigt sich aber das die Pinzgauer in der Mast auch mit den anderen Rassen mithalten können und hier der Pinzgauer besser ist als sein Ruf.

Unter dem Thema „Das Kalb in den ersten Lebenswochen“ referierte Mag. Kurt Matschnigg. Gerade beim Kalb in den ersten Lebenswochen werden viele Fehler gemacht die öfters zum Totalausfall führen, was natürlich zu einem deutlichen Wirtschaftlichen Schaden führt. Die Teilnehmer konnten sich beim Referat viele gute Tipps mit nach Hause nehmen.

Veranstaltungen
Mit dem Ausblick aufs neue Jahr stehen wieder einige Termine für die Pinzgauer an. Am 5. März findet das 3. Pinzgauer-Jungkuhchampionat in Maishofen statt, am 12. März ist die 7. Kärntner Fleischrindermesse wo auch wieder eine Gruppe Pinzgauer Kalbinnen ausgestellt werden. Auch einen Tag der offenen Tür auf einem Pinzgauer Zuchtbetrieb wird es 2011 wieder geben.

Die Pinzgauer sind nicht nur die schönste Rinderrasse sondern erfreuen sich immer mehr an Beliebtheit. Die wirtschaftlichen Vorzüge wurden beim Pinzgauer-Züchtertag sowohl im Milch Bereich als auch im Fleischbereich verdeutlicht. Zusätzlich zeigen auch die Auswertungen des Arbeitskreis Pinzgauer Fleischrinderzucht die Konkurrenzfähigkeit der Pinzgauerbetriebe zu den anderen Mutterkuhhaltern.
Gerade in der Mutterkuhhaltung wissen immer mehr Betriebe die Qualitäten einer Pinzgauer Mutterkuh zu schätzen, was sich auch in weiterhin steigende Kuhzahlen bemerkbar macht. Hervorragende Muttereigenschaften, Leichtkalbigkeit und das unkomplizierte Rind, welches auch besten für die Alpung geeignet ist, erfreuen sich bei den Betrieben vermehrter Beliebtheit. Aber auch eine hervorragende Fleischqualität und eine deutlich bessere Masteigenschaft als sein Ruf, spricht für die Vorzüge des Pinzgauerrindes. Ein Problem besteht noch, die bei weitem bessere Qualität an den Händler und Schlachtfirmen zu transportieren, sodass diese auch entsprechend entlohnt werden. Mit Markenfleischprogramm funktioniert dies bereits ohne Probleme.


Ing. Georg Moser
Kärntner Rinderzuchtverband

 

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