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Komplett Kastanienbraun - das ist unser Ziel!!

Visionen, denen man folgen muss! Jakob Trenkler hat seinen Erfolgsweg mit Pinzgauern gefunden!
Visionen, denen man folgen muss! Jakob Trenkler hat seinen Erfolgsweg mit Pinzgauern gefunden!
Eine der qualitativen Demeter-Milchproduzentinnen - Zweitlaktierende Gundi (V.Major), gezüchtet von Andreas Riepler, Jandl, Wagrain
Eine der qualitativen Demeter-Milchproduzentinnen - Zweitlaktierende Gundi (V.Major), gezüchtet von Andreas Riepler, Jandl, Wagrain

Auf der Spur eines "Exoten" - Jakob Kilian Trenkler aus Tuntenhausen (Kreis Rosenheim) ist begeistert von seinen Pinzgauer-Kühen!

"Ich hoffe, dass eure Bauern noch rechtzeitig die Bremse ziehen. Bei uns ist das Bauernsterben voll im Gange und überleben werden vielleicht die ganz Großen und Exoten wie ich", lautet das Statement eines erst 26-jährigen Betriebsführers in der Nähe von Rosenheim, der im Zuge seiner Hofübernahme (aufgrund einer schweren Verletzung seines Vaters) im letzten Jahr keinen Stein auf den anderen ließ.
Jakob Kilian Trenkler, hochmotivierter Bauernbub und als ehemaliger Bobfahrer im deutschen Spitzensport angesiedelt, fasste nicht nur den Entschluss, einen neuen Laufstall für 25 Milchkühe zu bauen, sondern im Besonderen auf "seine Rasse" zu setzen - nämlich auf Pinzgauer.

Die Leidenschaft für die Pinzgauerrasse, welche er als Kind bei einem Besuch des nahe gelegenen Ochsenmästers Josef Abinger in Bruck entdeckte, förderte sein Vater sogleich (im Jahr 2002) mit dem Kauf der ersten Pinzgauerkuh Klara aus dem Betrieb Hubert Wörgötter, Moosburg in Uttendorf und setzte somit den ersten Stein eines Fundaments, das sich als ein besonders festes erweisen sollte....

Mit der Neuausrichtung auf Laufstallhaltung und Demeter-Wirtschaftsweise nutzte der vor Energie strotzende Jungbauer im vergangenen Herbst die Transportlogistik der "Abinger-Jungochsenlieferung" und ließ sich einen Hänger mit vielversprechendem "Pinzgauer-Startkapital" zustellen. Es handelte sich dabei um neun Kühe aus fünf Salzburger Zuchtbetriebe (Hohenwarter-Haitzmann; Innerhofer-Einödberg; Riepler-Jandl; Scharler-Löschenbrand; Wörgötter-Moosburg), die die kleine schon bestehende Pinzgauerherde auf 13 anwachsen ließen. Anfang Dezember erfolgte dann der Umzug in den Laufstall, der die ersten paar Wochen spürbar im Zeichen der Herstellung einer "Herdenordnung" stand.
"Die Dominanz der Pinzgauer war mir in dieser Art nicht bekannt und auch die Instinkte dieser Rinder sind ein beeindruckendes Phänomen dieser Rasse", schwärmt der Landwirt und erzählt von der schnell eingekehrten Ruhe in der hierarchischen Herde.

"Mein Betrieb mit 20 ha Eigenfläche (keine Pachtfläche!), in dem rein betriebseigenes Futter (ausgenommen Mineralfutter) zum Einsatz kommt, reicht leicht, um eine Familie zu ernähren - und mehr brauche ich nicht.
Die 8 ha große Weidefläche liegt direkt am Stallgebäude - das ist wichtig, denn keine Milch ist billiger zu erzeugen als Weidemilch, schließlich können sich Rinder ihr Futter selbst holen!
Viele große Betriebe haben aufgrund ihrer extremen Arbeitsbelastung und der hohen Ausgaben 
(die fast nicht mehr zu überblicken sind!) keinerlei Perspektiven ", resümiert Jakob Trenkler, der die Zukunft nur in geschlossenen Kreisläufen sieht, wo eben alle Tiere direkt für den Hof produzieren - die weiblichen in Form von Milch, die männlichen als Produzenten von hochwertigem Ochsenfleisch. 

Dass für einen vollkommenen Bauern natürlich auch die Haltung von Schweinen, Hühnern und Schafen dazugehört, erklärt allein schon die immense Nachfrage nach den hochwertigen Erzeugnissen Trenklers, dessen Kunden die Weidehaltung sämtlicher Tiergattungen nicht nur mit viel Wohlwollen quittieren, sondern auch bereit sind, den entsprechenden Preis dafür zu bezahlen und im Gegenzug hochwertigste Lebensmittel mit nach Hause nehmen können!

Dem Jungunternehmer, der sich glücklich schätzt, mit Jakob, dem 4. bereits einen Stammhalter haben zu dürfen, kann man zu seinem Unternehmen nur gratulieren und das Beste wünschen - im Stall mit seinen Pinzgauern und all dem Vie(h)lerlei sowie im Privaten, das mit dem neuen Betriebsleiterhaus das nächste Projekt erfährt - viel Glück und Segen für all euer Schaffen!

Christina Sendlhofer 

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